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Ulli vs. Zeno

Ulli Mair giftet gegen den Meraner Bezirksobmann Zeno Christanell: „Die SVP ist für ihr eigenes Unglück selber verantwortlich.“

Die freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair, zeigt kein Verständnis zu den Aussagen des Burggräfler SVP-Bezirksobmanns Zeno Christanell in der TAGESZEITUNG, wonach die Opposition die Schuld daran hätte, wenn die SVP in Rom einen Sitz bei den Parlamentswahlen verlieren würde.

„Angesichts der desaströsen Wahlbeteiligung bei den SVP-Basiswahlen und dem umgehenden Schreckgespenst einer niedrigen Wahlbeteiligung bei den Parlamentswahlen am 4. März übt sich die „Volkspartei“ in einem Rundumschlag gegen die Opposition“, hält die freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair, in einer Aussendung einleitend fest. „Glaubt man den Aussagen des Burggräfler SVP-Bezirkobmanns Christanell, so wäre die Opposition für eine eventuelle geringe Wahlbeteiligung und am Verlust des möglichen Senatorenpostens für Dieter Steger verantwortlich. Derartige Aussagen zeugen vor der mangelnden Einsicht in die eigene Unzulänglichkeit der SVP und die zunehmende Distanz zur Bevölkerung, die sie selber zu verantworten hat“, so Mair.

„Zunächst zimmerte sich die SVP ein Wahlgesetz zurecht, das aus demokratiepolitischer Sicht jenseits von Gut und Böse liegt, und nun jammert dieselbe Partei darüber, dass sie Angst vor einer niedrigen Wahlbeteiligung und dem Verlust eines Senators hat. Die SVP ist für ihr eigenes Unglück ganz alleine verantwortlich. Schließlich sollte von Anfang an mit dem neuen Wahlgesetz verhindert werden, dass es einen starken Mitbewerber um die Parlamentsvertretung in Rom gibt. Der Opposition wurde es schlichtweg unmöglich gemacht, sich den Parlamentswahlen zu stellen mit einer realistischen Aussicht auf Erfolg“, erörtert Ulli Mair.

„Wenn Christanell behauptet, es ginge um Südtirol und nicht um die SVP, dann klingt das nach einem Märchen, das selbst viele SVP-Mitglieder nicht glauben können. Es ging von Anfang an immer nur um die SVP, um Posten, Sicherung der Macht und um den Alleinvertretungsanspruch Südtirols. Dafür war und ist jedes Mittel recht. So wurde das Unterland im vorauseilenden Gehorsam an den nationalen PD verschachert in der trügerischen Hoffnung, dass die Wähler folgsam das gewünschte Ergebnis liefern. Das letzte Wort liegt jedoch bei den Südtiroler Wählern“, unterstreicht Mair.

„Die SVP-Basiswahlen haben gezeigt, wie abgehoben und weit weg die sogenannte „Volkspartei“ vom Volk tatsächlich ist. Wenn die SVP-Basiswahlen ein Vorgeschmack auf die Wahl im März war, dann muss sich die SVP bewusst sein, dass sie allein für die Folgen für Südtirol Verantwortung trägt. Mit vorgesetzten Kandidaten ohne richtige Auswahl kann keine Demokratie gelebt werden. Ein Rundumschlag gegen die Opposition ist angesichts dieser Situation nicht nur grotesk, sondern grenzt an Weltfremdheit“, schließt Mair.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (7)

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  • criticus

    Bei allen Respekt Herr Christanell, da hat Frau Mair wohl recht. Es kandidiert außer den Grünen und den M5S keine Opposition. Und werte Südtiroler-Verblödung-Politik (SVP), schaut das nächste Mal mehr Auswahl zu schaffen, dann werden euch die Wähler ernst nehmen. In dieser Angelegenheit Herr Christanell könnt ihr euch selbst bei den Ohren ziehen. Und gebt doch nicht immer die Prozente bekannt, (schaut zwar schöner aus) gebt doch einmal bekannt, wie viel Personen gewählt, bzw. ungültig oder weiß abgegeben haben. Dann kommt unterm Strich nicht mehr die 19% sondern nur mehr 12% heraus. Das heißt dann, ca. 88% der Parteimitglieder lassen sich nicht gerne verarschen. Das ist die Wahrheit!

  • reinhold

    Schuld ist die SVP vor allem an unzähligen Skandalen und teuren Fehlern, die auch unter Kompatscher und Achammer nicht aufgearbeitet oder korrigiert werden. es geht immer so weiter.
    da wundert es mich nicht, wenn selbst die SVP Mitglieder langsam die Nase voll haben

    – unwirksame Abkommen mit dem Staat (2011-2014 über 3200 Millionen)
    – jährliche Abgaben an den Staat (800 Millionen pro Jahr bis 2018)
    – jährliche Abgaben an den Staat (476 Millionen pro Jahr ab 2018)
    – der SEL Skandal (Millionengrab)
    – der Flughafen (Millionengrab)
    – der SafetyPark (Millionengrab)
    – das Milliardengrab BBT (MILLIARDENgrab)
    – die Wasserstoffanlage und –Busse (Millionengrab)
    – die Müllverbrennungsanlage (Millionengrab)
    – der Thermen Hotel Skandal (Millionengrab)
    – die Air Alps Beteiligung & Subventionen (Millionengrab)
    – Stiftung Vital (Millionengrab und Vetternwirtschaft)
    – die vielen Protzbauten überall (Millionengrab)
    – der Technologiepark (Millionengrab)
    – der Stein-an-Stein Skandal (Millionengrab)
    – die unnützen Landesgesellschaften (BLS, TIS, usw.) (Millionengräber)
    – die defacto Schenkung von Wohnungen ans Militär (Millionengrab)
    – Steuergeldverschwendung Kulturhauptstadt 2019 (Millionengrab)
    – Schadensersatzzahlungen der Therme Meran (Millionengrab)
    – E.ma.con Pleite (Millionengrab)
    – sinkende Renten und Verlust von Rentengeldern (300 Millionen im Jahr)
    – die Konzessionsvergabe der Ahrstufen
    – der SE Hydropower Skandal
    – der Unwählbarkeit von Kandidaten Skandal
    – die Verbandelung mit allen Verbänden und Vereinen
    – der Wanzen-Affären Skandal
    – der Turbo-Staatsbürgerschaft-für-SVP-treue-Ausländer Skandal
    – der Toponomastik Skandal
    – der Mussolini Relief und Siegesdenkmal Skandal
    – die vielen Bürgermeister-Skandale
    – der Treuhandgesellschaften Skandal
    – der Sonderfonds Skandal
    – die ungerechtfertigten Privilegien und Dienstwagen
    – die unverschämten Politikergehälter und -Pensionen
    – die weitverbreitete Vetternwirtschaft
    – die Behinderung der Direkten Demokratie
    – der Kuhhandel bei der Parteienfinanzierung
    – der WOBI Skandal
    – der Kaufleute-Aktiv Skandal
    – der Ausverkauf der Heimat
    – der allgegenwärtige Postenschacher
    – der verbilligte Immobilien für Durnwalder Skandal
    – der Egartner Skandal
    – der skandalöse SMG Vertrag zugunsten Christoph Engl
    – der Wahlkampf von mit Steuergeldern finanzierten Verbänden und Vereinen
    – der Zarenbrunn-Deal (Russen Kuhhandel des EX LH)
    – unerlaubte Wahlwerbung am Wahltag
    – Politikerrenten Skandal (ausgedacht und abgestimmt von der SVP) und Rekurse
    – Unverschämte Vorschußzahlungen auf Pensionen (und Versuch damit die SVP Parteikasse zu sanieren)
    – Arbeitslosengeld für Pensionsmillionäre und Systemprofiteure (Laimer, Rainer, Munter,…)
    – 5 Millionen Euro Schulden der Partei
    – Finanzierung von Wahlwerbung für Marie Ida Måwe aus der SVP Parteikasse
    – gebrochenes Wahlversprechen Mindestpension
    – ESF Gelder Skandal
    – Rekurse der Ex-Mandatare und immer noch SVP Mitglieder
    – gebrochenes Versprechen GIS
    – gebrochenes Wahlversprechen kleine Krankenhäuser
    – Wählertäuschung Doppelte Staatsbürgerschaft
    – Versagen bei Sicherheit und Einwanderung
    – Wahllüge „Vollautonomie“
    – Brennercom Skandal
    – Stiftung Vital Skandal
    – Forellen-Skandal (Millionengrab)
    – weitere Steuergeldverschwendung Flughafen (auch nach Referendum)
    – Schließung Geburtenabteilungen (gebrochenes Wahlversprechen)
    – Manipulationen beim Autonomiekonvent
    – SAD Skandal (Millionengrab)
    – Zustimmung zur Verfassungsreform
    – MEMC/Solland (Millionengrab)
    – uvm.

  • franz

    SPD und SVP hat durchaus bestimmte Gemeinsamkeiten, Sie belügen und verarschen ihre Bürger versprechen etwas was sie nicht halten können oder wollen nur um sich einen warmen Sessel zu ergattern. Kein Wunder wenn niemand mehr zur Wahl geht oder weis abgibt.
    Von Kadavergehorsam ist im Spiegel zu lesen Kadavergehorsam bedeutet, dass man sich von seinen Oberen führen lässt, als sei man ein toter Körper. Das kann man den Delegierten des SPD-Sonderparteitags nicht vorwerfen: Sie haben einen ganzen Tag lang ordentlich gezappelt, und fast 44 Prozent haben sogar gegen ihre Oberen gestimmt.
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-und-grosse-koalition-das-macht-die-afd-zur-volkspartei-kolumne-a-1189124.html

  • josef.t

    Warum sollen SVP Mitglieder haufenweis wählen gehen, wenn die Kandidaten
    so und so schon feststanden ?
    Kritik von den eigenen Leuten, wäre sicher verständlich, was aber faschingshaft
    aussieht, wenn andere sich einmischen, jede Partei soll es so machen wie sie
    es für richtig hält ?

    • roadrunner

      Jede Partei soll es machen wie sie es für richtig hält, ist auch normal.
      Interessant ist nur, dass sich alle auf die SVP einschießen. Ist es doch egal was sie tut, man muss sie nur nicht wählen und die Sache hat sich.
      Was aber in der letzten Zeit auffällt ist, dass wenn es Pressemitteilungen der Opposition gibt, insbesondere der Freiheitlichen, sie sich immer auf die SVP einschiessen. Mich interessiert wenig was die Opposition von der Mehrheitspartei hält, das sieht man ja selbst- eben auch bei er Vorgehensweise bei den Basiswahlen. Mir kommt vor, die Freiheitlichen werden immer mehr zur Protestpartei, hätte sie diese Stellung eigentlich nicht nötig, es sei denn, sie ahnt bei den Wahlen schlimmes…

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