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„Der Südtiroler Weg“

Philipp Achammer mit Ministerin Valeria Fedeli

Der Ministerrat in Rom hat am Freitag die Durchführungsbestimmung zur Lehrerausbildung genehmigt.

„Mit der nun genehmigten Durchführungsbestimmung zur Lehrerausbildung wird dem Land Südtirol nach mehr als 15 Jahren wiederum eine neue Kompetenz im Bildungsbereich übertragen“, sagte Bildungslandesrat Philipp Achammer, der am Freitag bei der entscheidenden Ministerratssitzung in Rom anwesend war.

Die vom Ministerrat genehmigte Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut sieht vor, dass das Land Südtirol auf der Grundlage des Artikels 19 des Autonomiestatutes im Einvernehmen mit der Freien Universität Bozen und dem Konservatorium die Ausbildung des Lehrpersonals für alle Schulstufen und alle Sprachgruppen selbst regelt, die Studienplätze festlegt und den Zugangsmodus definiert.

Die Abschlüsse der Ausbildungen und die Spezialisierungen, die von der Universität und dem Konservatorium in diesem Zusammenhang durchgeführt werden, beziehungsweise die erlangten Studientitel sind italienweit gültig.

„Damit gesteht uns Rom endlich den gewünschten Handlungsspielraum in der Ausbildung unserer Lehrerinnen und Lehrer zu, sodass wir erstmals einen eigenen Südtiroler Weg in der Lehrerausbildung gehen können“, betonte Bildungslandesrat Achammer nach der Ministerratssitzung.

Er erinnerte daran, dass die Durchführungsbestimmung auf einen Gesetzesartikel in der staatlichen Schulreform „La buona scuola“ aufbaut, die Südtirols Parlamentarier im Jahr 2015 eingebracht hatten. „Durch die genehmigte Durchführungsbestimmung wird diese Kompetenz nun dauerhaft abgesichert“, erklärte Achammer weiter.

Der von der Regierung genehmigte Text war im vergangenen Juli von Südtirols Landeshauptmann vorgelegt und Ende des Jahres von der Sechserkommission genehmigt worden.

Zuvor hatte Unterrichtsministerin Valeria Fedeli positives Gutachten erteilt und damit den Weg frei für die 19. Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut dieser Amtszeit gemacht. Rechtskräftig wird die neue Durchführungsbestimmung nach Veröffentlichung im Gesetzesanzeiger.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (4)

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  • franz

    La “buona Scuola“ mit Unterrichtsministerin Valeria “ Fedeli“ ist eine weiter Misserfolg der Regierung Renzi
    Abgesehen davon, dass so eine Ministerin in jeden normalen Land schon längst entlassen worden wäre. Iher Behauptung sie hätte einen Universitätsabschluss, hat sich als Lüge herausgestellt. In Wirklichkeit hat Frau Fedeli nicht einmal ein Diplom. http://www.huffingtonpost.it/2016/12/15/fedeli-diploma-maturita_n_13654646.html

  • rota

    Zwei fotogene Persönlichkeiten leiten und lenken auf ihrem jeweiligem institutionellem Niveau Ausbildung und Berufslehre, ohne akademischen Titel. Die Dame war schon Kindergartentante.
    Funktioniert alles bestens.

  • [email protected]

    Suedtirol zuständig fuer Bildung, mit Mehrheit der UNI-Professoren aus dem Sueden (UNI Bozen). Bravo SVP! So wird die Autonomie ausgebaut. Auch der Bischof ist mit dieser Entwicklung einverstanden.

    • franz02

      Das ist nicht unbedingt eine gute Nachricht für Südtirol.„Damit gesteht uns Rom endlich den gewünschten Handlungsspielraum in der Ausbildung unserer Lehrerinnen und Lehrer zu, sodass wir erstmals einen eigenen Südtiroler Weg in der Lehrerausbildung gehen können“. In Südtirol bedeutet dies, dass wir von nun an von jeglichem Wettbewerb absehen können, dass wir nun die Ausbilder frei von jeder Kontrolle ernennen dürfen, möglichst fern von jeglicher Qualifikation. Die Inspektoren werden schon seit Jahren aus Freundeskreisen ausgewählt, womit nicht gesagt sei, dass nicht trotzdem manch guter Griff gelingt. Besonders krass geht es auf der sogenannten Evaluationsstelle zu, bei der die einzige Qualifikation, einen der hochdotierten Posten zu ergattern, die persönliche Freundschaft mit der Leiterin ist. Die Uni Bozen hat sich in der Lehrerausbildung bis jetzt auch nicht besonders hervorgetan. Auf deutscher Seite war es wichtig, möglichst keinen Studientitel zun haben, auf italienischer Seite hat man die Stellen in Brixen gebraucht, um abgehalfterte Portaborse von Bologna oder Cremona oder sonstwo unterzubringen, die in ihren Herkunftsorten nicht mehr tragbar waren. Hauptsache war: ja keine wissenschaftliche Qualifikation! Viele internationale Veröfentlichungen? Ganz schlecht für eine Anstellung .

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