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Messias Martin

Im Wallfahrtsort Maria Saalen ist den Wirtsleuten der Messias erschienen: Hans Tauber hat dort eine in der Tat außergewöhnliche Krippe erschaffen.

von Silke Hinterwaldner

„Das hat der Hans gemacht“, sagt Martin Ausserdorfer mit einem Schmunzeln. Gemeint ist damit eine lebensgroße Krippe direkt an der Straße bei Maria Saalen in der Gemeinde St. Lorenzen. In einem Wallfahrtsort wie Maria Saalen ist das an und für sich auch nichts Ungewöhnliches.

Dort hat der Saalerwirt Hans Tauber in weihnachtlicher Stimmung eine nicht ganz alltägliche Krippenszene nachgestellt. Zu sehen sind neben Ochs und Esel, die durch eine Türe herauslugen das Jesukind mit Maria und Josef, einige Schäfchen und zwei Engel, die über allem schweben. Schwebend abgebildet ist aber noch eine andere, sehr bekannte Persönlichkeit aus St. Lorenzen: Aus einer Wolke lacht Bürgermeister Ausserdorfer heraus, mit Zepter in der Hand, dargestellt wie ein moderner Messias. Nicht zu vergessen der Morgenstern am Giebel der Hütte.

Die Krippe von Hans Tauber sorgt seit Tagen für Belustigung – auch beim Bürgermeister selbst. „Schau Papi, Du!“, hat sein kleiner Sohn gerufen als er seinen Vater an so prominenter Stelle herunterlachen sah.

„Ich nehme das ganz gelassen“, sagt der Betroffene selbst, „diese Darstellung fällt mich unter die künstlerische Freiheit. Ich bin weder beleidigt noch bilde ich mir darauf etwas ein.“ Er sieht die Aktion vielmehr als Zeichen der Wertschätzung, schließlich weiß er, dass die Wirtsleute beim Saalerwirt dem höchsten Gemeindeverwalter gewogen sind.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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