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Pädophiler in Innichen

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Ein mutmaßlich Pädophiler hat vor einer Woche ein Kind nahe der Grundschule in Innichen belästigt. Er soll dem Kind Bilder von nackten Männern gezeigt haben. Der Mann konnte identifiziert werden.

von Silke Hinterwaldner

Vor ziemlich genau einem Jahr rannte ein kleines Mädchen weinend nach Hause zu seinem Vater: Das Mädchen erzählte, ein Mann habe ihr in einer dunklen Unterführung etwas auf einem Handy zeigen wollen. Sie habe es mit der Angst zu tun bekommen und sei weggerannt.

Nach diesem Vorfall hat der Vater Anzeige – gegen Unbekannt – bei den Carabinieri erstattet. Die Schuldirektion in Innichen ermahnte die Eltern in einem Brief, die Kinder in Gruppen den Schulweg bestreiten zu lassen und vorsichtig zu sein. Dann passierte lange Zeit offenbar nicht viel.

Bis zum Freitag vor acht Tagen. Nach dem Sport am Nachmittag machte sich ein etwa zehnjähriges Kind von der Grundschule aus auf den Heimweg. Aber bereits nach einigen Metern wurde das Kind von einem Mann angehalten. Auch dieses Mal wollte dieser Mann dem Kind etwas zeigen. Er hielt ihm seine Digitalkamera vor die Nase, angeblich sollen darauf Bilder von nackten Männern zu sehen gewesen sein.

Das Kind weinte verzweifelt, aber der Mann soll es weiter bedrängt haben. Geistesgegenwärtig schritt ein Augenzeuge ein und half dem Kind. Gleichzeitig verständigte er die Carabinieri.

Als die Ordnungshüter eintrafen, konnten sie den Mann gewissermaßen auf frischer Tat ertappen, sie beschlagnahmten die Digitalkamera, nahmen die Personalien des Mannes auf und haben die Vorerhebungen eingeleitet.

Auch die Staatsanwaltschaft hat bereits Ermittlungen aufgenommen. Dort geht man allerdings davon aus, dass die beiden Vorfälle von 2016 und 2017 nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen. Der Verdächtige befindet sich derzeit auf freiem Fuß, da die Ermittler davon ausgehen, dass von ihm derzeit keine Gefahr ausgehe.

Vorfälle wie dieser versetzen nicht nur Eltern und Kinder in Angst und Schrecken. Das kann schnell zu Überreaktionen und Panikhandlungen führen.

In Innichen ist man deshalb nun erleichtert, dass ein mutmaßlich Pädophiler überführt werden konnte. Eltern und Kinder sollten trotzdem vorsichtig bleiben. Vor allem in den Wintermonaten, wenn es früh dunkel wird und sich in einem Dorf wie Innichen sehr viele Menschen aufhalten, ist es besser den Schulweg und den Nachhauseweg in der Gruppe anzutreten.

 

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Kommentare (3)

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  • goggile

    wie làcherlich ist das denn? die Ermittler meinen von dem tàter geht keine weitere Gefahr aus. wenn in Zukunft dieser tàter zuschlàgt wer haftet ? wieder mal keine beamten oder? pàdophile sind triebtàter und gehòren kastriert dass kein sexuelles verlangen mehr vorhanden ist sonst werden sie immer eine Gefahr bleiben. es ist wohl eine genetischer reiz fuer das diese menschen auch nichts kònnen, aber man kònnte eben mit diesen gegenmassnahmen ordentlich eingreifen und diese menschen dann zu Schadenersatzzahlungen belangen und weiterarbeiten lassen. was hilft schon ein gefànginsaufenthalt auf kosten der Steuerzahler wenn nachher wieder alles beim gleichn ist?

  • ahaa

    Wenn es kein Verwanter oder so von jemanden ist…glaube ich das sie es richtig abschàtzen.
    Der wegen Kindes- Missbrauch, in „Bearbeitung“ war,arbeitet als Parkplatzaufseher nicht unweit von vielen Kindern in einer Talstation.Erfahren habe ich es von einem Kind das mit dem Opfer befeunet ist.Jedenfalls lief er frei rum und ich denke es ist heute nicht anders.Und wenn ich den Namen schreiben wùrde hàtte ich ein riesen Problem.
    Mal nachdenken
    In England wurden die Strafen gelockert weil die Gefàngnisse zu voll sind und es zuviele treffen wùrde.So siehst aus.

  • goggile

    wennschon muessen psychater oder Psychologen etwas abschàtzen und nicht beamte in so einem fall. unfassbar so ein verhalten das nicht kontrolliert wird da ja beamte noch immunitàt geniesen wegen unfàhiger politiker. auserdem wie schon gesagt ist bie pàdophelie nur die zwangskastration wie sie salvini fordert wirksam.

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