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„Man wollte mir ein Ei legen“

Der Katzen-Krimi in Pfalzen: So stellt SAD-Chef Ingemar Gatterer gegenüber der TAGESZEITUNG den Fall dar.

TAGESZEITUNG Online: Herr Gatterer, Sie haben eine Katze geschossen?

Ingemar Gatterer: Ich bin Jäger und weiß, dass ich keine Katze schießen darf. Weil die Katze genau neben meinem Auto lag, liegt die Vermutung nahe, dass man mir ein Ei legen wollte.

Es heißt in Pfalzen, dass es sogar ein Beweisfoto gebe …

Es kann kein Foto geben, weil ich nie auf eine Katze geschossen habe. Was stimmt: Der junge Mann, der die Katze neben meinem Auto gefunden hat, hat mich mit seinem Handy fotografiert, als ich das Gewehr auf den Rücksitz meines Wagens gelegt habe und ins Auto eingestiegen bin.

Sie glauben, dass der junge Mann die Katze geschossen hat?

Ich bin im Strafrecht so bewandert, dass ich weiß, dass ich keine Behauptungen aufstellen kann, die ich nicht beweisen kann. Ich vermute, dass man die Katze neben meinem Auto gelegt hat, um mir diese Vorhaltung machen zu können. Es ist in Pfalzen leider noch immer so, dass bestimmte Kreise meiner Familie Schaden zufügen wollen.

Aber Sie waren an jenem Tag mit einer Schrotflinte unterwegs …

Ja, und ich habe auch 20 Mal damit geschossen, aber nicht auf eine Katze, sondern auf Vögel. Und glauben Sie wirklich, dass die Katze – wenn ich sie denn geschossen hätte – so weit gelaufen wäre? Und noch dazu genau zu meinem Auto? Ich bitte Sie …

Warum haben Sie dem Metzger mit zehn Anwälten und damit gedroht, er werde seinen Besitz verlieren?

Ich habe ihn angerufen, er hat nur gestottert. Ich habe ihm erklärt, dass es für ihn teuer werden könnte, wenn ich Anzeige erstatten muss. Ich lasse mir nicht etwas unterstellen, was ich nicht gemacht habe.

Interview: Artur Oberhofer

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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