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Nachhaltige Entwicklung

Erich Ratschiller (von links), Paul Rösch und Luis Kröll.

Die Steuerungsgruppe zum Seilbahn-Projekt Meran, Dorf Tirol und Schenna hat ihre Arbeit fortgesetzt.

Die gemeindeübergreifende Steuerungsgruppe zum Projekt straßenunabhängige Verbindung Meran-Tirol-Schenna hat in den Räumen der Bezirksgemeinschaft getroffen.

Ziel des Treffens mit Ingenieur Willi Hüsler war es, die letzten Entwicklungen um dieses Projekt zu diskutieren. „Zusammen mit der Nordwest-Umfahrung und der Kavernengarage ist diese straßenunabhängige Verbindung inzwischen zur treibenden Kraft für die nachhaltige Verkehrsentwicklung und die Aufwertung der öffentlichen Räume in den drei betroffenen Gemeinden geworden“, so Hüsler.

In Schenna wird die Entlastung des Zentrums vom Durchgangsverkehr und die Aufwertung für Fußgänger diskutiert. Das Zentrum soll damit zum Flanieren und Verweilen einladen. In Dorf Tirol wird die Modernisierung der Sesselbahn Segenbühl mit den Besitzern des Lifts und mit Interessierten diskutiert.

„Es wird unter anderem an einer attraktive Fußgängerverbindung vom Segenbühl ins Dorfzentrum gearbeitet“, so Erich Ratschiller, Bürgermeister von Dorf Tirol. Ebenso zeichnet sich für einen moderaten Ausbau der Handwerkerzone von Dorf Tirol – dort ist neben der Ausfahrt vom Küchelbergtunnel eine Haltestelle der Bahn geplant – gangbare Wege ab.

„In Meran wird an einer Verbindung mit modernen Elektrobussen zwischen Landesfürstlicher Burg (Talstation), Rennweg und Bahnhof gearbeitet“, so Madeleine Rohrer, Stadträtin für Mobilität. „Der Vorschlag für die Kavernengarage ergänzt sich gut und hat sich außerdem kompatibel mit der straßenunabhängigen Verbindung gezeigt, wodurch das Zentrum von Meran noch besser erreichbar wird, ohne mehr Autos im Zentrum zu haben“, so Paul Rösch, Bürgermeister von Meran.

Das Team um Ingenieur Hüsler hat im Herbst in den drei Gemeinden eine Passantenbefragung durchgeführt. Befragt wurden Einheimische und Touristen.

Es wurden 784 Personen nicht repräsentativ erfasst. Im Zeitraum zwischen Anfang September und Ende November haben sie gemeinsam 3.260 Wege (d.h. Etappen zwischen zwei Aktivitäten) zurückgelegt. Die Auswertung hat eine sehr starke Verflechtung zwischen den Gemeinden ergeben. So finden 82 Prozent der Wege, die von Meran ausgehen, innerhalb der drei Gemeinden statt.

Nur drei Prozent der zufällig befragten Personen in Meran hatten als Ziel der ersten Etappe weder Meran noch Dorf Tirol oder Schenna. Auch wurde festgestellt, dass die Kapazitäten der öffentlichen Verkehrsmitteln in der Hochsaison des Tourismus nicht ausreichen und dass es regelmäßig vorkommt, dass um Plätze in den Bussen gestritten wird oder dass die Busse wegen Überfüllung an einzelnen Haltestellen vorbeifahren.

Die Bürgermeister von Meran, Dorf Tirol und Schenna haben ihren Willen nochmals bekräftigt, das Projekt der Standseilbahn Meran-Tirol-Schenna gemeinsam und rasch voranzutreiben. Dieses Projekt hat inzwischen auch Zustimmung von Seiten des Landes erfahren: Die straßenunabhängige Verbindung wird als zukünftige Maßnahme im Landesmobilitätsplan angeführt, strategisches Dokument, das die Leitlinien im öffentlichen Verkehr in den kommenden zehn Jahren vorgibt.

„Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher hat uns drei Gemeinden seine volle Unterstützung zugesichert und die Wichtigkeit des Projekts für das gesamte Burggrafenamt hervorgehoben“, so Luis Kröll, Bürgermeister von Schenna.

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