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„Beschimpft, bespuckt, gestoßen“

Die SVP-Mehrheit hat einen Antrag von Roland Tinkhauser abgelehnt, der darauf abzielte, dass das Personal im öffentlichen Nahverkehr  besser geschützt wird.

In den letzten Monaten häuften sich Übergriffe auf das Personal im öffentlichen Nahverkehr. „Bus- und Bahnbedienstete, welche die Gültigkeit von Fahrscheinen zu überprüfen haben, müssen sich mit Fahrgästen auseinandersetzen, die ohne gültiges Ticket unterwegs sind und bei Kontrollen beleidigend und handgreiflich werden“, so der Freiheitliche Roland Tinkhauser.

Das Personal werde beschimpft, bespuckt und gestoßen.

Sobald der Vorfall im Bus und im Zug dann vom Bediensteten zur Anzeige gebracht wird, fehlten oft die nötigen Beweise, welche Gesetzesüberschreitungen bestätigen und zur Verurteilung und Strafe führen.

Roland Tinkhauser forderte in einem Antrag zum Landehaushalt die Aufrüstung mit Körperkameras zum Schutz des Personals.

„Das Personal im öffentlichen Nahverkehr muss nach den zahlreichen Übergriffen besser geschützt werden“, erläutert Roland Tinkhauser in einer Aussendung einleitend seine Initiative. „Der Tagesordnungsantrag sah vor, in Zusammenarbeit mit den Konzessionären der Bus- und Bahndienste konkrete Maßnahmen für die Einführung von Körperkameras für die Bediensteten auszuarbeiten. Natürlich beinhaltet dieser Schritt auch die Einrichtung der rechtlichen Rahmenbedingungen bezüglich der Aufzeichnung und Speicherung des Videomaterials“, unterstreicht Tinkhauser.

„Der zuständige Landesrat Mussner teilte zwar grundsätzlich die Notwendigkeit der Handels und erklärte, dass die Landesregierung bereits über entsprechende Schritte nachdächte, aber empfahl der SVP-Mehrheit den Antrag trotzdem abzulehnen“, gibt der Abgeordnete zu bedenken und übt Kritik. „Obwohl sich die SVP im Klaren war, dass Handlungsbedarf besteht, wurde der Antrag zum Schutz des Personals im öffentlichen Nahverkehr abgelehnt“, hält Tinkhauser fest.

„Die Politik muss endlich die Zügel in die Hand nehmen und die Bediensteten beim Bahn- und Busverkehr ausreichend in Schutz nehmen. Sie verrichten einen unverzichtbaren Dienst und sind tagtäglich Übergriffen und Anfeindungen ausgesetzt. Ob Schwarzfahrer oder aggressive Fahrgäste, das Personal kann nicht länger dieser Situation ausgesetzt sein, sodass hier und heute im Zuge der Haushaltsdebatte ein klares Signal zu setzen gewesen wäre. Bedauerlicherweise konnte sich die Mehrheit dazu nicht durchringen“, so der freiheitliche Landtagsabgeordnete Roland Tinkhauser abschließend.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (7)

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  • watschi

    war zu erwarten. wenn es um sicherheit geht hat die SVP schon seit langem auf der ganzen linie versagt. hier geht es sicher nur darum, dass der antrag von den freiheitlichen kam. ich hoffe, dass bei den nächsten wahlen die südtiroler diese partei auch ablehnen, indem sie ihr kreuzchen irgendwo anders platzieren

  • thefirestarter

    Mein Vorschlag die Typen von der SVPD auf „Praktikum“ im öffentliche Nahverkehr schicken… wetten das sie dann Ihre Meinung ändern.

    Obwohl die von der SVPD sind alle so alt, da bietet Ihnen jemand am Ende noch aus Mitleid den Sitzplatz an.

  • george

    Fährt Tinkhauser überhaupt mit dem Zug. Oder kennt er die Verhaltensweisen nur vom Hörensagen? Und was tut er Abgeordneter, wenn er eine solche Verhaltensweise sieht?

    • franz

      Schön wie der grüne george immer kriminelle Verteidigt die auf Zug und Bus Kontrolleure einprügeln oder sogar die Carabinieri und PS attackieren.
      Und wohl auch gegen sichere Strafen für solche kriminellen Immigranten “Flüchtlinge“
      ( 96 % Clandestini ) welche auf Kosten des Steuerzahlers 35 € / Tag und Mann in Verona im hotel wohnen mit allem drum und dran, früh morgens mit den Zug ohne Ticket nach Bozen Bruneck Meran usw. fahren sich vor den Geschäften aufstellen um mit lästigen Bettel die Bürger zu belästigen ( trotz Verbot DL Minniti “Daspo Urbano“ für lästige Bettler) um gegen Abend wieder zurück nach Verona .
      Falls sich ein Kontrolleur oder Carabinieri / PS erlaubt nach den Ticket bzw. ihren Ausweis zu fragen werden sie gewalttätig wohl wissend, dass ihnen die Regierung des PD&SVP Schutz bietet.
      Diesbezüglich Strafen hat Renzi &SVP abgeschaft unter anderem auch “Widerstand gegen die Staatsgewalt art. 337 c. p sowie art. 336 c . p Violenza o minaccia a un pubblico ufficiale

  • franz

    george
    11. Januar 2016 um 10:24
    http://www.tageszeitung.it/2016/01/10/wild-gewordene-maenner/#comment-319976
    @yannis
    …….Ich glaube kaum, dass solche Leute, die so denken und schreiben, mehr Respektgefühl zeigen als jene, die um Silvester bestimmte Übergriffe auf andere Menschen gemacht haben.“ (…..)
    +++++++
    http://www.tageszeitung.it/2016/01/04/wie-ein-rotzbub/#comment-319480
    george 5. Januar 2016 um 13:44
    Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Häufigschreiber wie ‘franz’ oder ‘yannis’ sich auch nicht viel besser dem Kontrolleur gegenüber verhalten würden, wenn sie bei einer Schwarzfahrt erwischt und darauf angesprochen würden. Sie flippen hier im Forum ja aus

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