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Das Bergsteigerdorf

Das ladinische Dorf Lungiarü (Campill) im Gadertal ist nach Matsch das zweite Südtiroler Bergsteigerdorf.

 Am 30. November 2017 hat der Alpenverein Südtirol zusammen mit seinen internationalen Projektpartnern vom Österreichischen, Deutschen und Slowenischen Alpenverein und vom Club Alpino Italiano entschieden, dass Lungiarü alle erforderlichen Kriterien für die Aufnahme ins Netzwerk der Bergsteigerdörfer erfüllt. Mit der Nominierung ist klar:

Unter den 26 Bergsteigerdörfern ist Lungiarü das erste ladinische Bergsteigerdorf und das erste Bergsteigerdorf in den Dolomiten. Bis zur offiziellen Aufnahme im Rahmen einer Beitrittsfeier Anfang August 2018 werden der AVS, die lokale Arbeitsgruppe und die Kooperationspartner Gemeinde und Tourismusverein die weiteren notwendigen Rahmenbedingungen abstecken. Auch wird eine Einzelbroschüre zu den Besonderheiten des neuen Bergsteigerdorfes erstellt.

Lungiarü: abseits der Tourismushochburgen

Lungiarü ist Teil der Gemeinde San Martin de Tor/St. Martin in Thurn. Das Seitental befindet sich abseits der Tourismuszentren des Gadertals. Das Dorf liegt auf 1398 Metern in einem breiten Talschluss umgeben von Wiesen, Almflächen und Wäldern am Eingang zum Naturpark Puez-Geisler. Mehr als die Hälfte des Fraktionsgebietes gehören zum Naturpark.

„Ein bäuerlich geprägtes Bergdorf mit einer hochwertigen alpinen Natur- und Kulturlandschaft mit einem hervorragenden und stimmigen Gesamteindruck“, so lautet die Expertise der alpinen Vereine. Auch der Talschluss ohne Durchzugsverkehr, die ladinische Sprache, Kultur und Tradition sowie Besonderheiten wie die traditionellen Weiler „Les Viles“ und auch das Mühlental „La Val di Morins“ zeichnen den Ort zusätzlich aus.

Lungiarü ist ideal für all jene, die Entschleunigung suchen: Im Winter ist es bei Schitourengehern und Schneeschuhwanderern beliebt, im Sommer bietet es zahlreiche Wandermöglichkeiten zu den umliegenden Almen, Bergwiesen und dem imposanten Dolomitenmassiv der Puez-und Geislergruppe oder zum Hausberg Peitlerkofel (Sas de Pütia, 2875 m).

Projekt Bergsteigerdörfer: nachhaltiger Alpentourismus

„Mit dem Projekt Bergsteigerdörfer fördert der AVS einen nachhaltigen und umweltverträglichen Alpentourismus und die Regionalentwicklung. Die Initiative lebt von einer motivierten Bevölkerung, die diese Philosophie mitträgt und weiterentwickelt,“ sagt AVS-Präsident Georg Simeoni. „Wir sind von der Initiative Bergsteigerdörfer als Zukunftsperspektive für die nachhaltige Entwicklung unseres Dorfes überzeugt und werden dadurch auf unserem bisherigen Weg bestärkt. Als Bergsteigerdorf wird es uns gelingen, die Ursprünglichkeit von Lungiarü zu bewahren“, heißt es aus der Arbeitsgruppe Lungiarü.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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