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Generationen

„Gli sdraiati“ war zuerst ein Roman von Michele Serra, jetzt ist daraus ein Film von Francesca Archibugi geworden.

von Renate Mumelter

Mit den „sdraiati“ sind die gemeint, die viel herumliegen und die Welt auch aus einer anderen Perspektive sehen, die Jugendlichen. Michele Serra erzählt in seinem Roman davon, wie diese Jugendlichen versuchen, mit ihrem Leben zurechtzukommen, und er erzählt davon, wie die Erwachsenen mit ihren Kindern und mit sich als alternde Menschen zurechtkommen. Im Mittelpunkt stehen der Oberschüler Tito und sein Vater Giorgio, ein bekannter TV-Journalist. Dazu kommen Titos Freunde und jene Menschen, mit denen Giorgio in seinem langen Leben schon zu tun hatte. Von seiner Frau lebt er getrennt. Der Sohn pendelt zwischen den beiden. Einfach hat er’s nicht. Auch deshalb nicht, weil der Vater nur das Beste für seinen Buben will, ihm damit aber nichts Gutes tut.

Das aktuelle Thema wird von Francesca Archibugi leicht in Szene gesetzt. Schon Serras Roman war als Komödie angelegt, der Film ist es auch. Das wirkt sich auf die Filmmusik aus, die überflüssigerweise genau so daherkommt, wie man sich das von einem italienischen Komödiensoundtrack vorstellt. Vater und Sohn überzeugen mit ihrem Spiel, ebenso die anderen jugendlichen Herumlungerer. Und richtig amüsant ist Antonia Truppo als Rosalba. Weil die Kamera immer wieder etwas nervös schwenkt, ist dieser Film besser aus den hinteren Reihen anzuschauen.

„Gli sdraiati“ (IT 2017), 103 Min., Regie: Francesca Archibugi mit Claudio Bisio. Bewertung: Leicht aber nicht platt

Was es sonst noch gibt: „Suburbicon“, „Simpel“ (SA, SO Kaltern)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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