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Abgelenkter Fahrer

Im Prozess gegen die Lüsner Gemeindeverwalter Josef Fischnaller und Martin Kaser zertrümmert Verteidigungsgutachter Nicola Dinon die Anklage. Ein Freispruch am 24. Jänner ist wahrscheinlich.

von Thomas Vikoler

Der Meraner Verkehrsgutachter Antonio Petrini wurde nach dem tödlichen Unfall vom 14. Jänner 2014 beim Ederhof in Lüsen von der Staatsanwaltschaft zur Unfallstelle geschickt, um einen möglichen Fahrfehler zu untersuchen.

Im Gutachten Petrini stand dann etwas ganz anderes: Er machte die zuständigen Verwalter der Gemeinde Lüsen dafür verantwortlich, den Bereich der Unfallstelle nicht ausreichend gewartet und beschildert zu haben. Tatsächlich hing die Leitplanke etwas nach unten.

Das brachte Bürgermeister Josef Fischnaller und seinem Vize Martin Kaser eine Strafanklage wegen fahrlässiger Tötung ein. Bei dem Unfall mit einem Brimi-Milchwagen war der 46-jährige Beifahrer Peter Fink aus Felthurns getötet worden. S.K., der den LKW lenkte, wurde schwer verletzt und sitzt heute im Rollstuhl.

Dass Fischnaller und Kaser im laufenden Prozess am Landesgericht verurteilt werden, ist seit der Verhandlung am Mittwoch, bei der beide anwesend waren, sehr unwahrscheinlich: Nicola Dinon, der Gutachter der Verteidigung, hat die Rekonstruktion des Anklagegutachters buchstäblich zertrümmert. „Wir sind sehr zufrieden“, sagten die Verteidiger Alberto Valenti und Andreas Tscholl nach der fünfstündigen Verhandlung.

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