Du befindest dich hier: Home » Chronik » Teurer Bagger

Teurer Bagger

Foto: 123RF.com

Ein Angestellter der Bezirksgemeinschaft Eisacktal hatte einen Unfall mit einem Bagger. Die Staatsanwaltschaft am Rechnungshof fordert nun von ihm 17.364 Euro.

(tom) Der Unfall mit erheblichem Sachschaden ereignete sich am 14. August 2014. Ein Lastwagen der Bezirksgemeinschaft Eisacktal mit einem Bagger auf der Ladefläche prallte bei Schabs gegen einen Straßentunnel.

Warum es dazu kam, ist Gegenstand eines Schadensersatzverfahrens am Rechnungshof gegen J.K., den Fahrer des Lastwagens. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angestellten der Bezirksgemeinschaft vor, den Tunnel-Unfall durch Unvorsichtigkeit und zu schnelles Fahren verursacht zu haben. Und fordert von ihm die Zahlung der 17.364 Euro, welche seine Arbeitgeberin für die Reparatur des beschädigten Baggers aufbringen musste. Das zeigt, welchem finanziellen Risiko öffentliche Angestellte zuweilen ausgesetzt sind.

Doch war J.K. überhaupt Schuld an dem Sachschaden?

Lorenz Steckholzer, sein Anwalt, bestritt bei der Verhandlung am Rechnungshof die Vorhaltung der Staatsanwaltschaft – und brachte ein alternatives Unfallszenario ins Spiel. Nämlich, dass der Bagger auf der Ladefläche nicht gegen die Tunnelwand, sondern gegen ein herabhängendes Eisenteil geprallt und deshalb beschädigt worden sei. Die Rechnung des Anwalts: Der Tunnel sei 3,95 Meter hoch, während der Lastwagen und der Bagger auf eine Höhe von lediglich 3,80 Meter kämen. Ohne das herabhängende Eisenteil (das bisher in den Akten nicht vorkommt), wäre es nicht zu dem Unfall gekommen.

Der Verteidiger erachtet zudem die Reparatur-Ausgaben der Bezirksgemeinschaft für den Bagger als zu hoch. Es seien unnotwendigerweise Teile ausgetauscht worden.

Die Rechtsprechende Sektion wird ihr Urteil zu diesem kuriosen Fall in einigen Wochen verkünden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (2)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • goggile

    na bittschian Politiker schlofts weiter? alle steruzahlenden werden auf strassen mit speedbox und wie in diesem fall auch am Arbeitsplatz juristisch verfolgt, besso man gibs auf verkaft ols orbeitet nimmer wie die aufgezwungenen neubuerger nor fohrmo olle gratis bus und bahn und nor brauchmo nimo orbeitn und brauchmo koan Schadenersatz zohln und werdn durchgfiatert von vorne bis hintn wia die neuankòmmlinge. kein òffentlicher Beamter hat jemals offiziell Kritik gelten lassen. man sieht dass auch bei und Diktatur herrscht.

  • zusagen

    Liebe Staatsanwälte, übernehmt doch ihr mal die Verantwortung die ein jeder gewöhnliche Arbeiter bald zu tragen hat. Ihr macht doch nicht den kleinsten Handgriff um ja nichts falsch zu machen und immer gut dazustehen. Ein jeder Handwerker würde mit Leuten wie euch pleite gehen. Ihr selbst würdet im Dreck ersticken wenn ein jeder nur noch das tut für das er auch die Verantwortung tragen kann. Kümmert euch doch einmal darum dass wer Verantwortung trägt auch dementsprechend entlohnt wird.
    Aber das kümmert euch ja nicht denn euch geht es so ja viel besser

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen