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„Gemeinsame Basis“

lvh-Präsident Gert Lanz, Direktor der Vergabeagentur Thomas Mathà, lvh-Baugruppenobmann Markus Bernard und lvh-Mitarbeiterin Zoia Reiterer

Das Südtiroler Handwerk hat jahrelang hart für ein lokales Vergabegesetz sowie für entsprechende Anpassungen des Gesetzes auf staatlicher Ebene gekämpft. Vor kurzem stellte der lvh eine Zwischenbilanz vor.

Mit Inkrafttreten des Südtiroler Vergabegesetzes am 6. Januar 2016 wurde eine gesetzliche Basis für die Vergabe von öffentlichen Arbeiten sowie neue Auftragschancen für zahlreiche Unternehmen geschaffen. Vor wenigen Tagen zogen die Spitzenvertreter des Wirtschaftsverbandes für Handwerk und Dienstleister (lvh), die Südtiroler Vergabeagentur und der Südtiroler Gemeindenverband Bilanz und informierten über die Umsetzung und Anwendung des Gesetzes.

„Für uns war es wichtig, eine gemeinsame Basis zu finden, wie Betriebe, öffentliche Körperschaften und die Agentur für öffentliche Verfahren optimal zusammenarbeiten können. Ob ein Unternehmen an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen will, ist jedem selbst überlassen“, erklärte lvh-Präsident Gert Lanz. Positiv empfinden alle Beteiligten die Verschlankung der Bestimmungen.

„Wenn das Gesetz früher sehr viel komplizierter und umfangreicher war, so wird nun vieles über Anwendungsrichtlinien geregelt“, erläuterte der Direktor der Vergabeagentur Thomas Mathà. Ziel sei es, zukünftig alle Ausschreibungen in digitaler Form abzuwickeln. Mathà berichtete darüber hinaus, dass der Großteil der Ausschreibungen auf Landesebene veröffentlicht wird, im Bau entspreche dies fast 90 Prozent.
Eine Herausforderung für die Gemeinden sei nach wie vor die Veröffentlichung von Ausschreibungen.

„Das Portal funktioniert sehr gut, vielfach haben die Gemeinden aber Schwierigkeiten, die Unternehmen im System zu finden und sie zu den Ausschreibungen einzuladen, da sie entweder nicht richtig registriert oder gar nicht im telematischen Verzeichnis der Wirtschaftsteilnehmer eingetragen sind“, erläuterte Gemeindenverbandspräsident Andreas Schatzer. Die Wichtigkeit, sich in das Portal einzutragen betonte auch der Obmann der Baugruppe Markus Bernard: „Jeder Handwerker wird früher oder später mit einer öffentlichen Ausschreibung konfrontiert, umso wichtiger ist es, sich sofort zu registrieren.“

Bernard unterstrich auch, dass die Ausschreibungen der Gemeinden für Handwerker leichter zugänglich seien, da sie einen geringeren bürokratischen Aufwand und geringere Kosten mit sich bringen. Leider werde die Aufteilung in Lose jedoch noch nicht von allen Gemeinden zum Vorteil für die vielen Kleinbetriebe angewandt. Pasquale Rosato, Vizepräsident der SOA Attesta Spa klärte über die Nutzung der Kapazitäten Dritter auf.

Im lvh hofft man, dass die Kooperation zwischen Handwerksunternehmen und Gemeinden weiter ausgebaut werden kann, aber ebenso, dass zukünftig die Kosten für die Teilnahme reduziert und einheitliche sowie von allen öffentlichen Körperschaften verwendbare Dokumente erstellt werden.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • meinemeinung

    seit die Bürokraten bei den Handwerkern das Sagen haben ,läuft nix mehr , mit diesem Ausschreibungsmodus ist es nur mehr Chaos und die klein Unternehmer schauen durch die Finger.
    Gemeinden tun was Sie wollen und Herr Lanz schaut auf die Großen (sprich GmbH. /AG und Consultings) einen kleinen normaler Handwerker ist die lust auf Öffentliche Arbeiten schon lange vergangen ,Dank LVH

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