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Buntes Südtirol 

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In Südtirol sind offiziell rund 47.000 ausländische Staatsbürger ansässig. Menschen aus 135 verschiedenen Ländern leben in Südtirol.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die ausländische Wohnbevölkerung in Südtirol verfünffacht. Während 1996 etwa 9.500 Ausländer in Südtirol lebten, waren es zum 31. Dezember 2016 46.794 Personen. Das zeigen die neusten ASTAT-Daten. Zur ausländischen Bevölkerung zählen alle meldeamtlich erfassten Personen, die nicht im Besitz der italienischen Staatsbürgerschaft sind.

Seit den frühen 90er-Jahren weist Südtirol eine positive Wanderungsbilanz auf, was eine kontinuierliche Zunahme der Ausländerzahl zur Folge hatte. Während bis Mitte der 90er-Jahre eine langsame, aber konstante Zunahme zu beobachten war, fiel der jährliche Zuwachs in den Jahren um die Jahrtausendwende mit rund 10 Prozent geringer aus, um ab 2003 wieder deutlicher anzusteigen.

Ausländische Wohnbevölkerung nach Staatsbürgerschaft – 2016

Menschen aus 135 verschiedenen Ländern leben derzeit in Südtirol. Dadurch wird die kulturelle Vielfalt der Südtiroler Gesellschaft immer facettenreicher. 15.697 Personen kommen aus einem der 28 EU-Mitgliedstaaten. In der Rangliste der Herkunftsländer nimmt Albanien mit rund 5.400 Personen den ersten Platz ein. Es folgen Deutschland mit etwa 4.400 und Marokko mit ungefähr 3.500 Personen.

Neben den Ballungszentren und Städten weisen auch einige kleinere Gemeinden einen beträchtlichen Anteil der ausländischen an der gesamten Wohnbevölkerung auf: Dabei handelt es sich um Franzensfeste (24,6 Prozent), Salurn (20,8), Waidbruck (16,7) und Brenner (16,6). 14 Gemeinden verzeichnen einen Ausländeranteil, der über dem Landesdurchschnitt liegt (siehe Tabelle).

Betrachtet man die ausländische Wohnbevölkerung genauer, zeigt sich, dass sich diese einer regen Geburtenentwicklung erfreut: Die Geburtenrate liegt derzeit bei 15,8 Lebendgeborenen je 1.000 Einwohner. Eine Ausländerin bringt im Laufe ihres Lebens im Schnitt 2,5 Kinder zur Welt, bei den einheimischen Frauen liegt die Gesamtfruchtbarkeitsziffer bei 1,7 Kindern. Der Hauptgrund für die deutlichen Fertilitätsunterschiede ist der beträchtlich höhere Anteil von ausländischen Frauen im fruchtbaren Alter (60,9 Prozent) gegenüber jenem der einheimischen Frauen (41,8 Prozent).

Strukturbedingt ist auch die geringe Mortalität bei Ausländern – die Sterberate liegt bei 2,2 Todesfällen je 1.000 Einwohner.

Die ASTAT-Daten zeigen zudem, dass die meisten in Südtirol ansässigen Ausländer ledig sind. Zudem sind 53 Prozent der Ausländer Frauen.

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