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Niederlage für den HCB

Joel Broda (EHC Liwest Black Wings Linz) vor Mikko Luoma (HCB Suedtirol Alperia)  EHC Liwest Black Wings Linz vs HCB Suedtirol Alperia 1. Viertelfinale

Joel Broda (EHC Liwest Black Wings Linz) vor Mikko Luoma (HCB Südtirol Alperia)

Die Black Wings gewinnen das Spiel 1 gegen die Foxes mit 2:1 in der Verlängerung. Der HCB musste sich gegen Linz geschlagen geben.

Heute ging es in der EBEL zum ersten Mal in dieser Saison um das Eingemachte, für die Foxes erfolgte der Playoff-Start wie schon in den beiden letzten Saisonen gegen den „ewigen“ Gegner EHC Linz. Der HCB Südtirol Alperia musste – wie bekannt – leicht ersatzgeschwächt antreten, fehlten doch mit Gander, Palmieri und Ramoser drei hochkarätige Stürmer.

Das Spiel in Linz begann in den ersten Minuten sehr zerfahren, beide Teams mussten vorerst die Nervosität ablegen. Linz hatte mehr Spielanteile und erzielte auch das einzige Tor im Startdrittel, wenn auch auf etwas glückliche Art. Der erste Schuss kam in der vierten Minute durch den Ex-Bozner Broda, welcher von Melichercik geblockt wurde. Das Tor war aber nur aufgeschoben, denn noch in derselben Minute tankte sich Broda auf rechts durch und erwischte den Bozner Goalie, welcher dabei nicht gut aussah, aus spitzem Winkel. Zwei Minuten später prüfte Luoma mit einem harten Weitschuss Ouzas, für den Rebound befand sich aber kein Bozner an der richtigen Stelle. Die Foxes überstanden eine vierminütige Unterzahl mit einem guten Penaltykilling und ließen den Linzern nur wenig Spielraum. In Minute dreizehn schrammten die Bozner am Ausgleichstreffer vorbei, ein Schuss von Oleksuk konnte Ouzas nur kurz abwehren und Frigo verfehlte die Scheibe knapp vor dem Linzer Tor. Fünf Minuten vor Drittelende bauten die Hausherren mehr Druck auf und Melichercik war mehrmals gefordert. Topscorer DaSilva tauchte gefährlich vor dem Bozner Kasten auf und im Konter ließ Seymour einen Gewaltschuss vom Stapel, mit welchem der Tormann der Linzer einige Mühe hatte.

Beide Teams gingen im mittleren Abschnitt sehr vorsichtig ans Werk und waren vorwiegend auf Torabsicherung bedacht. Die Foxes spielten ein sehr gutes und solides Drittel, erarbeiteten sich mehrere Torchancen und erzielten auch den verdienten Ausgleichstreffer. Der Torschütze war einmal mehr Brodie Reid, welcher mit seinem klassischen Handgelenkschuss traf, es war sein 27.-er Saisontreffer. Auch Ouzas sah dabei nicht gut aus, denn die Scheibe rutschte ihm aus seiner Fanghand ins Tor. Bozen begann das Drittel stark und hatte gleich eine Chance durch Vallerand. Bei den Linzern ging vor allem von Broda Gefahr aus, welcher nach drei Minuten für Verkehr vor dem Bozner Tor sorgte. Die Gäste hatten in diesem mittleren Abschnitt gleich dreimal die Möglichkeit, mit einem Mann mehr auf dem Eis zu spielen, nagelten die Linzer teilweise in ihrem Drittel ein, es kamen aber nur wenige gefährlich Schüsse zustande. Pech für die Foxes, als Gellert mit einer Direktabnahme nur die Latte traf. Die Linzer waren in den letzten zehn Minuten eigentlich nur mit zwei Schüssen von der blauen Linie von Palin und Pichè gefährlich, Melchercik entschärfte beide Male souverän mit der Fanghand. Detail am Rande: sechs Minuten vor Drittelende begann Pichè hinter dem eigenen Tor mit einem sogenannten Spearing ein brutales Foul an Vallerand.

In den ersten zehn Minuten des Schlussdrittels verschärften die Hausherren das Tempo und hielten die Foxes gehörig unter Druck. In dieser Phase wuchs Melichercik mehrmals über sich hinaus und hielt seine Mannschaft im Spiel. So versperrte er Pichè, McLean, DaSilva und Broda den Weg zum Linzer Führungstreffer. Ein Entlastungsangriff von Gellert brachte für die Foxes ein weiteres Überzahlspiel, auch dieses Mal schaute dabei nur ein Schuss auf das Gehäuse von Ouzas heraus. Beide Mannschaften suchten nun die Entscheidung, zuerst Hofer mit einem Sololauf, welcher mit einem Big Save vom Bozner Goalie beendet wurde, im Gegenzug legte Frigo für Reid auf, diesmal zeichnete sich Ouzas aus. Die letzten Spielminuten gehörten dann dem HCB Südtirol Alperia: ein Konter von Yogan wurde wiederum vom Linzer Schlussmann entschärft, dann löste ein Schuss von Root ein Gedränge vor dem Linzer Kasten aus. So ging es in die Verlängerung.

Gleich zu Beginn hatte DaSilva mit einem unwiderstehlichen Solo den Siegestreffer auf dem Stock, wieder blieb Melichercik Sieger des Duells. Nach fünf Minuten spielte sich eine ähnliche Szene auf der Gegenseite ab, als die Bozner bei einem Getümmel vor Ouzas die Scheibe nicht im Tor unterbrachten. Nach acht Minuten fiel dann die Entscheidung: es war Brian Lebler, welcher im Konter den Abpraller nach seinem eigenen Schuss zum Siegtor verwertete.

Spiel eins ging somit an die Black Wings, am Dienstag 28. Februar bietet sich den Foxes gleich die Möglichkeit zur Revanche in der heimischen Eiswelle mit Spielbeginn um 19,45 Uhr.

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