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„Ein Wunder ist geschehen“

Senator Karl Zeller

Senator Karl Zeller

Die Sechserkommission in Rom hat am Mittwoch überraschend die Durchführungsbestimmung zur Toponomastik verabschiedet – und zwar einstimmig. 

Paukenschlag in Rom: Die Sechserkommission in Rom hat am Mittwoch überraschend die Durchführungsbestimmung zur Toponomastik verabschiedet – und zwar einstimmig.

Nach der Blockadehaltung von Landtagspräsident Roberto Bizzo hatte nicht einmal die kühnsten Optimisten damit gerechnet, dass noch vor den Wahlen ein Schlussstrich unter den schier unendlichen Streit in der Ortsnamengebung gezogen werden kann.

Am Mittwoch stimmten alle Vertreter der Sechserkommission für die Durchführungsbestimmung. „Heute ist ein Wunder passiert“, freut sich Senator Karl Zeller.

Die Durchführungsbestimmung fußt auf zwei Prinzipien: Zum einen wird eine paritätische Experten-Kommission eingerichtet, in der die Gebräuchlichkeit eines jeden Namens überprüft werden soll. Die Beschlüsse der Kommission bedürfen der doppelten Mehrheit: Es braucht bei jeder Abstimmung die Mehrheit der Mitglieder einer jeden Sprachgruppe in der Kommission sowie die Mehrheit aller Kommissionsmitglieder.

Weiters werden die im Durnwalder-Fitto-Abkommen angeführten 1.526 Orts- und Flurnamen sowie die im Anhang B enthaltenen 132 Namen auf insgesamt 1.200 reduziert. Man habe sich in der Sechserkommission auf den „kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt“, sagt Senator Francesco Palermo.

Die Experten-Kommission muss nun sowohl die im Abkommen enthaltenen sowie die über 300 gestrichenen Namen auf deren Gebräuchlichkeit überprüfen.

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