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Der Fremdgeher

schael sanität briefIst Thomas Schael auf dem Absprung? Der Generaldirektor hat sich (erfolglos) um das Amt des Sanitätschefs im Piemont beworben.

von Artur Oberhofer

Tony Tschenett kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Im Südtiroler Sanitätsbetrieb wurden die fünf Bewerber für den Posten des Sanitätsdirektors für ungeeignet befunden, und jetzt stellt sich heraus, dass auch unser Herr Generaldirektor nicht geeignet ist“, so der Chef des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB) gegenüber der TAGESZEITUNG.

Der brisante Hintergrund: Der amtierende Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Südtirol, Thomas Schael, hat sich – kein Witz! – für den Posten des Regionalen Generaldirektors in der Region Piemont beworben.

17 Männer – darunter Schael – und zwei Frauen hatten sich um den verantwortungsvollen Posten in Turin beworben.

Den Job hat nicht der deutsche Hüne Thomas Schael bekommen, sondern Renato Botti, der bislang in leitender Position im römischen Gesundheitsministerium tätig war.

Doch nicht so sehr die Nachricht, dass Thomas Schael, der Manager mit dem ausprägten Ego, in Piemont durchgefallen ist, dürfte die Verantwortlichen für die Südtiroler Gesundheitspolitik interessieren, als vielmehr der Umstand, dass sich der Generaldirektor andernorts beworben hat.

Thomas Schael – der heimliche Fremdgeher?

Die Tatsache, dass sich Thomas Schael, der erst seit Juni 2015 im Amt ist, um den Posten des Piemonteser Sanitätschefs beworben hat, legt die Vermutung nahe Der „General“ glaubt nicht mehr an eine längere Mission in Südtirol, er ist insgeheim auf dem Absprung.

Tony Tschenett, der Vorsitzende des ASGB sieht denn auch ein Problem der Political Correctness: „Wenn jemand in einem Betrieb arbeitet und sich in einem anderen Betrieb bewirbt“, so der Gewerkschaftsboss, „dann ist dies nicht korrekt.“

Neben einen Sanitätsdirektor muss sich Landesrätin Martha Stocker wohl bald auch einen neuen Generaldirektor suchen. Ein hochrangiger Beamter im Gesundheits-Assessorat sagte am Donnerstag: Man sei „überrascht“ über diese Nachricht aus Turin.

Und: Es bestehe jetzt „akuter Erklärungsbedarf“.

 

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