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„Wer zahlt das Risiko?“

„Wer zahlt das Risiko?“

Soll italienischen Banken mit Steuergeld aus der Krise geholfen werden? Ja, findet Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbands – und hält Ausnahmeregelungen für „nachvollziehbar.“

TAGESZEITUNG: Kapitalschwäche, Misswirtschaft, faule Kredite – Italiens Banken sind zurzeit schwer in Krise. Wie kam es dazu?

Paul Gasser: Man muss das Problem in einem weiteren Rahmen sehen. Der Ursprung des Problems liegt sicherlich in der Finanzkrise 2008. Ministerpräsident Renzi behauptet aber zu Recht, die Situation sei nicht allein auf Spekulationen von damals zurückzuführen. Letztendlich ist die Notlage erst nach einer Neueinführung und einer Verschärfung der Bankenregelungen eingetreten.

Das bedeutet?

Zum einen muss für Staatspapiere eine Risikobewertung durchgeführt und Eigenkapital unterlegt werden. Zum anderen sollen Stresstests dazu dienen, Informationen über bestimmte Entwicklungen zu gewinnen.

Den italienischen Banken soll mit Steuergeldern geholfen werden. Ist das notwendig? 

Die Einführung und Verschärfung von Regelungen hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich italienische Banken in Schwierigkeiten befinden. Deshalb wird von Renzi auch eine Ausnahmeregelung gefordert, die nachvollziehbar ist. Vonseiten der Aufsicht wird man immer mehr dazu aufgefordert, die Risiken strenger zu bewerten und mit mehr Kapital zu unterlegen. Doch wer zahlt das Risiko bei Negativzinsen? Kaufe ich Staatspapiere, muss ich sie mit Eigenkapital unterlegen. Für strengere Risikobewertungen fallen auch höhere Kosten an. Es gibt also genügend Ungereimtheiten, weshalb ich es für richtig halte, dass sich die Regierung dieser Sache annimmt.

LESEN SIE DAS GANZE INTERVIEW IN DER PRINT-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

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