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Großbrand in Gufidaun

In Gufidaun in der Gemeinde Klausen steht der Stadel des Holzeisenhofes in Vollbrand. Die Flammen und die Rauchschwaden sind weitum sichtbar.

von Erna Egger

Das lodernde Feuer und die schwarzen Rauchschwaden waren am Dienstagmachtmittag weitum und sogar von der anderen Talseite aus sichtbar. Sofort war klar: In Gufidaun, nahe des Dorfzentrums, ist ein Großbrand im Gange. Der große Stadel des Holzeisenhofes, der zweitgrößte Hof in der Klausner Fraktion, war in Brand geraten.

Bei der Notrufzentrale in Bozen liefen die Telefone heiß.

Gegen 14.04 Uhr wurden Feuerwehren von Gufidaun, Klausen, Teis und Lajen alarmiert. Als die Wehrmänner eintrafen, stand der Stadel schon lichterloh in Flammen. „Solche Brände breiten sich durch den Luftzug und das gelagerte Heu immer schnell aus“, berichtet der Feuerwehrkommandant von Gufidaun Arthur Unterfrauner.

„Zum Glück haben wir ein gutes Hydrantennetz und die Beregnungsleitung, wodurch wir genügend Wasser herholen konnten“, berichtet der Kommandant.

Brand Gufidaun

Großbrand in Gufidaun: Stadel des Holzeisenhofes steht in Flammen

Vom Gebäude selbst konnte dennoch nichts mehr gerettet werden: „Alles ist abgebrannt, vom Stadel stehen nur mehr die Grundmauern. Es ist ein riesengroßer Schaden entstanden. Viele Gerätschaften samt Heulader befanden sich im Wirtschaftshaus und auch die Photovoltaikanlage wurde total zerstört“, so der Kommandant.

Von Photovoltaikanlagen geht bei Bränden eine große Gefahr dar: „Es besteht die Gefahr, dass diese platzt. Wir haben Abstand gehalten“, schildert der Kommandant.

Als Brandursache wird ein Kurzschluss vermutet. „Brandstiftung schließen wir eher aus. Den die Besitzer waren in der Nähe des Gebäudes und haben das Feuer selbst erst bemerkt, als sie Schreie vernommen haben“, kommentiert der Kommandant. Gegen 17.00 Uhr rückten die Wehrmänner der Feuerwehren Teis, Klausen und Lajen ab. 25 Mann der Gufidauner Wehr übernahmen die Brandwache und suchten das Gelände nach Glutnestern ab. Die Nachlöscharbeiten werden wahrscheinlich noch heute Mittag bis andauern.

Bis in die späten Abendstunden waren gestern Bagger mit der Ausräumung beschäftigt. An einen ähnlich großen Brand in Gufidaun kann sich Unterfrauner nicht erinnern: „Mitte der 70er Jahre gab es viele große Brände in unserer Ortschaft. Seitdem hatten wir keine derartigen Vorfälle mehr.“

Auch das Weiße Kreuz und die Polizei standen im Einsatz. Die Berufsfeuerwehr hat einen Lokalaugenschein vorgenommen, um die Brandursache zu ermitteln.

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Rund 100 Wehrmänner standen im Einsatz.

Rund 40 Milchkühe und zahlreiche Kälber befanden sich im Stall. „Wir konnten alle Tiere retten. Und auch keine Person wurde verletzt“, ist Unterfrauner. Einige Jungtiere befanden sich zum Glück schon auf der Weide oder auf der Alm. Bis 16.30 Uhr brauchten die Wehrmänner, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

Es bestand große Gefahr, dass das Feuer auf das rund 50 Meter entfernte Wohnhaus übergreifen könnte, in dem der Bauer Peter Dorfmann mit seiner Familie und den Eltern wohnt. „Das Wohnhaus konnten wir jedoch abschirmen“, schildert Unterfrauner.

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