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Weniger Flüchtlinge

Weniger Flüchtlinge

In Südtirol ist die Zahl der ankommenden Flüchtlinge derzeit eher rückläufig. Im Schnitt übernachten 40 bis 50 Menschen am Brenner und 3o im Hotel Alpi in Bozen.

„Trotz der Befürchtungen rund um die Aussetzung des Schengen-Abkommens in Zusammenhang mit dem G7-Gipfel in Bayern ist die Situation an Südtirols Bahnhöfen derzeit relativ ruhig“, sagt Soziallandesrätin Martha Stocker. Nichtsdestotrotz sei man weiterhin um eine Verbesserung der Erstversorgung bemüht. Seit Samstag steht dafür am Bozner Bahnhof ein neuer Raum zur Verfügung.

Die schwierige Lage der Flüchtlinge auf der Durchreise und die Situation an den Bahnhöfen ist mittlerweile zu einem gesamtstaatlichen Thema geworden. „Die höhere Konzentration von flüchtenden Menschen an den Bahnhöfen von Mailand und Rom sowie an den Grenzübergängen zu Frankreich hängt vermutlich mit der in den vergangenen Wochen erschwerten Weiterreise am Brenner zusammen“, erklärt Landesrätin Stocker.

In Südtirol sei die Zahl der ankommenden Flüchtlinge derzeit eher rückläufig. Im Durchschnitt übernachten derzeit etwa 40 bis 50 Menschen in einer eigenen Aufnahmeeinrichtung am Brenner und etwa 20 bis 30 Personen im Hotel Alpi in Bozen. Dabei gibt es immer wieder Flüchtlinge, die nicht schlafen und den Bahnhof nicht verlassen wollen. „In der vergangenen Nacht war die Situation besonders ruhig: Insgesamt waren es weniger als zehn Personen, die vorübergehend am Brenner und in Bozen übernachtet haben“, so Stocker. Die Befürchtungen und Ängste in Bezug auf die verstärkten Grenzkontrollen rund um den G7-Gipfel in Deutschland hätten sich kaum bewahrheitet.

Dank der Bemühungen des Landes, des Regierungskommissariats und der Quästur steht zudem seit Samstag am Bozner Bahnhof ein neuer Raum für die Versorgung der flüchtenden Menschen mit Essen und Trinken sowie der Möglichkeit einer medizinischen Versorgung während des Tages zur Verfügung. „Dadurch konnten wir die Rahmenbedingungen und Logistik für die Hilfe am Bahnhof deutlich verbessern“, berichtet Stocker von einer geordneten Situation.

Der eingerichtete Koordinierungstisch mit den Vertretern des Staates, des Regierungskommissariats und der Quästur wird die Entwicklung in den nächsten Tagen weiterhin beobachten, die laut Einvernehmensprotokoll an den Bahnhöfen tätigen Freiwilligenorganisationen sind weiterhin tagtäglich unter der Gesamtkoordination des Landes im Einsatz. „Unser Dank gilt allen Beteiligten für ihre ausdauernde Hilfe und Bemühungen, den Menschen auf der Flucht eine kleine Unterstützung auf ihrem Weg zu geben“, so Stocker.

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