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Goldene Renten

Businessman putting money in pocketDer „Giornale“ hat eine Liste jener Polit-Rentner veröffentlicht, die viel mehr an Rente kassieren als sie eingezahlt haben. Darunter sind Radikale, Kommunisten, Grüne – und vier ehemalige SVP-Politiker.

von Artur Oberhofer

Es sind dies Daten, die zumindest teilweise erklären, warum viele Menschen das Vertrauen in die Politik verloren haben.

Das sitzt ein bekannter Mailänder Anwalt, Guido Rossi, sieben Jahre im Senat, er zahlt 79.365 Euro an Beiträgen an.

Nach seinem Ausscheiden bekommt er eine monatliche Rente von 2.381,64 Euro. Bislang hat der inzwischen 84-Jährige 657.332 an Rente ausbezahlt bekommen – 577.967 Euro mehr als er eingezahlt hat.

Die italienische Tageszeitung „il Giornale“ hat die krassesten Beispiele für das Missverhältnis zwischen eingezahlten Sozialbeiträgen und ausbezahlten Renten im Rahmen einer mehrteiligen Serie dargelegt.

Unter den Politikern, die viel mehr an Rente kassieren als sie eingezahlt haben, sind auch vier SVP-Altpolitiker.

Zum Handkuss kommt, beispielsweise, der langjährige SVP-Kammerabgeordnete und Senator Roland Riz.

Roland Riz hat im Rahmen seiner politischen Karriere in Rom 555.555 Euro an Sozialbeiträgen eingezahlt. Dank einer monatlichen Rente von derzeit 6.939,81 Euro hat Riz im Laufe der Zeit knapp 1,6 Millionen Euro an Pensionsgeldern bezogen.

Die Differenz zwischen eingezahlten Beiträgen und kassierter Rente beträgt bei Roland Riz 1.026.721 Euro.

Beispiel 2: Altsenator Karl Mitterdorfer, der von 1958 bis 1987 als Kammerabgeordneter und Senator in Rom war. Der Wipptaler Ex-Politiker hat 539.682 Euro an Sozialbeiträgen einbezahlt – und bislang über 2,3 Millionen Euro an Rente kassiert. Bei Karl Mitterdorfer steht also ein Überschuss von knapp 1,8 Millionen Euro zu Buche.

Auch der Ex-Parlamentarier Hans Benedikter, der von 1972 bis 1992 im römischen Abgeordnetenhaus saß, gehört zu den Luxusrentnern, die viel mehr bekommen als sie gegeben haben. Benedikter hat 330.000 Euro an Beiträgen eingezahlt und bislang über 1,5 Millionen Euro an Rente kassiert. Die Differenz zwischen Eingezahltem und Ausgezahltem: Stolze 1,2 Millionen Euro.

Karl Ferrari, der Bozner Ex-Senator, wird in der Liste des „il Giornale“ ebenfalls aufgelistet. Ferrari war nur von 1992 bis 1996 in Rom. Entsprechend niedrig sind die von ihm bzw. für ihn eingezahlten Sozialbeiträge: 158.730 Euro.

Karl Ferrari bezieht eine Rente von 3.408,19 Euro im Monat. Bislang hat er über 640.000 Euro an Pension bezogen. Bei ihm macht die Differenz zwischen eingezahlten Sozialbeiträgen und ausbezahlter Rente eine knappe halbe Million aus.

In der „Giornale“-Liste sind viele illustre Namen zu finden.

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