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Was nun, Volkspartei?

Eine Bastion ist gefallen, eine Partei ist geschwächt – Die SVP steht nach den Stichwahlen vor einem Scherbenhaufen. Wer ist für die Schlappe verantwortlich? Welche Konsequenzen müssen jetzt gezogen werden? Und wer macht jetzt die Regeln?

von Anton Rainer

Mit Philipp Achammer über Verantwortung zu sprechen, hat gelegentlich etwas von rhetorischem Völkerball. Im parteiinternen Spiel der Schuldzuweisung hält sich der SVP-Obmann nicht nur selbst außerhalb des Schussfelds – er weigert sich zumindest öffentlich, die Kugel auch nur in die Hand zu nehmen.

Kein Wunder, nach den Stichwahlen in Bozen, Leifers, und Meran gibt es für die Volkspartei nur noch wenig zu gewinnen: Für die SVP und ihren Obmann kam es schlimmer als erwartet.

Auf mageren Gewinn folgte Verlust folgte katastrophale Niederlage. Nur getroffen wurde scheinbar niemand:

War Gerhard Gruber der falsche Kandidat? „Er hat die Vorwahlen gewonnen, das ist zu akzeptieren.“ Müssen Orts- und Bezirksobmänner gehen? „Diese Entscheidung wird in den jeweiligen Gremien getroffen.“ Wurde der Wahlkampf falsch geführt? „Die Zügel haben die Leute vor Ort in die Hand genommen.“

Es ist die Hilflosigkeit einer Mannschaft, die ihre eigene Niederlage aus sicherer Entfernung beobachtet. Ganz nach dem Motto:

Wer die Regeln nicht selbst macht, spielt lieber nicht mit – vor allem dann nicht, wenn sie sich mitten im Spiel ändern.

LESEN SIE IN DER PRINTAUSGABE DER TAGESZEITUNG:

– Welche neuen Wahlkampf-Regeln der SVP das Leben schwergemacht haben
– Warum Philipp Achammer in der Wahlnacht auch über den eigenen Rücktritt nachdachte

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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