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Eingebrochener Export

Auch Südtirol bekommt die Folgen des EU-Russland-Embargos zu spüren: Die Exporte nach Russland sind um 11 Prozent eingebrochen.

Andreas Pöder

Andreas Pöder

Die Einbußen für Südtirols Wirtschaft bei den Exporten nach Russland betrugen aufgrund des EU-Russlandembargos und den darauf folgenden russischen Einfuhrstopp im Jahr 2014 rund 11 Prozent.

Dies geht aus der Antwort von Landeshauptmann Arno Kompatscher auf Landtagsanfrage von Andreas Pöder (BürgerUnion) hervor.

Demnach sind die Exporte nach Russland in den Jahren von 2009 bis 2013 deutlich angestiegen, sie haben sich von 25 Millionen Euro auf 76 Millionen Euro verdreifacht. Vor allem im Lebensmittelsektor und dort vor allem im Bereich Südtiroler Äpfel betreibt Südtirol Exporthandel nach Russland.

Nachdem Russland als Antwort auf das EU-Embargo gegen Russland aufgrund der Ukraine-Krise einen Einfuhrstopp unter anderem für im Westen produzierte Lebensmittel, darunter auch Äpfel verhängt hat, ist der Export Südtirols nach Russland deutlich eingebrochen, und zwar im Jahr 2014 um 11 Prozent, wobei der Löwenanteil durch den Importstopp für Äpfel verursacht wurde.

„Damit ist klar, dass nicht nur der kontinuierlich Anstieg der Exporte aus Südtirol nach Russland gestoppt wurde, sondern letztlich sogar Einbußen für Südtirols Wirtschaft zu verzeichnen sind“, so der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder.

„Dabei zeig das EU-Wirtschaftsembargo gegen Russland hinsichtlich der Lösung der Ukraine-Krise keinerlei Wirkungen sondern schädigt letztlich nur die europäische Exportwirtschaft“, so der Abgeordnete der BürgerUnion.

Durch Umschichtungen im Äpfelexport hofften die Verantwortlichen der Südtiroler Obstwirtschaft den Exporteinbruch nach Russland und auch das Überangebot an Äpfeln in Europa einigermaßen auszugleichen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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