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So forscht Südtirol

LH Kompatscher (Bildmitte), Andrea Zeppa (l.) und Maurizio Bergamini

LH Kompatscher (Bildmitte), Andrea Zeppa (l.) und Maurizio Bergamini

Ein Betrag von über 110 Millionen steht im laufenden Jahr für das Landesprogramm für Forschung und Innovation zur Verfügung.

Der Rat für Wissenschaft, Forschung und Innovation hat unter dem Vorsitz von LH Kompatscher das Jahresprogramm und die strategische Ausrichtung bis 2020 genehmigt. Das jährliche Landesprogramm beläuft sich auf insgesamt 110,3 Millionen Euro.

Den Löwenanteil stellt weiterhin der Bereich Universität und Forschung mit insgesamt 84 Millionen dar; davon entfallen alleine 59,9 Millionen auf die Freie Universität Bozen und 21,1 Millionen auf die Eurac.

Für den Bereich Innovation stehen 26,3 Millionen zur Verfügung. Von diesem Betrag sind 18,4 Millionen für die Unterstützung der Forschung und Entwicklung von Produkten und Verfahren vorgesehen, diese werden mittels Ausschreibungen oder Beiträgen direkt an Unternehmen vergeben. Daneben unterstützt das Programm vor allem die Programmvereinbarungen mit den Einrichtungen, die in Südtirol tätig sind, sowie den Technologietransfer von den Forschungseinrichtungen zugunsten der Unternehmen.

„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt“, erklärte Landeshauptmann Kompatscher, „belaufen sich in Südtirol die Investitionen in Forschung und Entwicklung auf 0,6 Prozent des hierzulande erwirtschafteten Bruttoinlandsproduktes. Es ist unser Ziel, künftig bedeutend mehr Geldmittel für diesen Bereich bereitzustellen und der Innovation im Landeshaushalt mehr Gewicht zu geben, da es sich um einen Schlüsselfaktor zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Steigerung des Wohlstandes im Lande handelt. Um ein effizientes System aufzubauen, ist aber nicht einzig das Ausmaß der Investitionen ausschlaggebend, sondern es kommt vor allem auch darauf an, die Mittel gezielt und möglichst unter Einbeziehung aller Partner einzusetzen.“

Die Grundlage für diese langfristige Ausrichtung bildet das Strategiepapier, das der Rat ebenfalls genehmigt hat und sich auf den Zeitraum bis 2020 bezieht.

Die Europäische Union sieht nämlich für jede Region – und somit auch für die Autonome Provinz Südtirol – die Ausarbeitung eines strategischen Ansatzes vor. Das Land hat in diesem Sinne die „Smart Specialization Strategy für die Autonome Provinz Bozen-Südtirol“ erstellt. Als Spezialisierungsgebiete werden darin jene Bereiche festgelegt, in denen Südtirol bereits über ein hohes Maß an Kompetenz verfügt; allen voran sind dies Energie und Umwelt, Agrar- und Nahrungsmitteltechnologien sowie alpine Technologien.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die koordinierte Verwaltung des Netzwerks aus Forschung und Innovation.

Zu diesem Zweck soll vor allem der Dialog und die Zusammenarbeit zwischen allen Partnern gestärkt werden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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