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„Zieht die Notbremse“

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert einen „Stopp des Transit-Terrors“: „In Südtirol sterben mehr Menschen an schlechter Luft als bei Autounfällen.“

Die neuesten Transit-Zahlen sind laut Süd-Tiroler Freiheit „alarmierend“. Seit Jahresbeginn sind bereits 60.000 Lkws mehr über den Brenner gedonnert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies entspricht einer Steigerung von 17 Prozent. Die vorgeschriebenen Lärmpegel von 60 Dezibel bei Tag und 50 Dezibel bei Nacht werden auf der Brennerautobahn teilweise um bis zu 200 Prozent überschritten. Ebenso kritisch sind die Stickstoffdioxidwerte, deren Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter entlang der Autobahn im Jahresmittelwert um bis zu 100 Prozent überschritten wird.

„Die stetige Zunahme bedeutet, dass gleichzeitig die Lärmgrenzwerte und die Luftschadstoffgrenzen um ein Vielfaches überschritten werden“, erklärt Sven Knoll. Die Gesundheit der Bevölkerung sei in Gefahr. Denn: „Lärm und Abgase machen krank. Europaweit sterben jährlich an die 75.000 Personen an den Folgen erhöhter Stickoxidwerte in der Atemluft. Für Südtirol bedeutet dies, dass mehr Menschen an schlechter Luft sterben als bei Autounfällen.“

Die STF wird daher eine landesweite „Kampagne zur Bekämpfung des Transit-Terrors“ starten, die auf drei Schwerpunkte abzielt: Aufklärung der Bevölkerung, politische Willensbildung und Maßnahmen zur Transit-Beschränkung. Bereits nächste Woche werden Knoll und Co. einen Beschluss zur Abstimmung bringen, mit dem die Landesregierung aufgefordert wird, die Tiroler Landesregierung bei der Umsetzung der geplanten Maßnahmen auf europäischer und italienischer Ebene zu unterstützen und im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten gleichwertige Maßnahmen auf dem Südtiroler Teil der Brennerautobahn zu ergreifen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (8)

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  • tiroler

    Mit diesem Reisserthema werdet ihr nicht punkten.
    Wie sollen die Waren transportiert werden, wenn nicht mit Lkw oder Bahn. Die Eisenbahn hat keine freien Kapazitäten mehr, also ist der Lkw Verkehr unvermeidlich. Besserung ist erst mit dem BBT in Sicht

  • noando

    was sind die maßnahmen auf österreichischer seite? habe ich leider nicht mitbekommen – außer fahrverbote an gewissen tagen.

    und was wären konkret die maßnahmen/forderungen der stf für südtirol?

  • andreas

    Der Wahlkampf hat begonnen und mit Kindern auf Plakaten punktet man immer…

    Die Nordtiroler, welche ja anscheinend Vorbild sind, verbieten aber auch nur den auswärtigen LKWs zu fahren, die einheimischen LKWs dürfen trotzdem fahren.

    Und dass Leute wegen Lärm und Abgase sterben, ist ausgemachter Blödsinn. Wenn dann sterben sie deshalb etwas etwas früher.
    Die Zahl 75.000 ist deshalb gelogen.

  • paul1

    Gibt es dafür Beweise?? Immer wieder werden Kinder zu solchen blöden Wahlkampfthemen hergenommen, eine Sauerei!!!

  • epflkiachl

    Der Grenzwert für Produktionsarbeitsplätze liegt bei 950 Mikrogramm. Bei Tierversuchen hatten Konzentrationen von 2000 Mikrogramm keine erkennbaren Auswirkungen.
    D.h. wenn der Grenzwert von 40 Mikrogramm um 100% überschritten wird, haben wir immer noch saubere Luft.

  • george

    §§ Ihr seid in euren Kommentaren hier nicht nur kindisch, sondern auch noch verlogen. Überhöhte Stickoxide und ergleichen schädigen nun einmal die Gesundheit und das Wohlbefinden zig-Tausender Lebender und verkürzen ihr Leben und ihr zieht diese Tatsachen auch noch ins Lächerliche nur wegen eurer Habgier und Eigensucht. Kranke Menschen nützen auch der Wirtschaft nichts, also fahrt doch zur „Hölle“ mit eurem ironisch deplazierten Bemerkungen gegenüber jenen, die ihr Anrecht auf gesunde Atmungsluft offen deklarieren.

  • kleinlaut

    Die Plakatierungspartei hat wieder zugeschlagen!

  • josef.t

    „Transit-Beschränkung“ ? Themen mit denen man glaubt Wählerstimmen zu
    ergattern ? Wie die Geschäftsöffnung an Feiertagen, wenn dann die Geschäfte
    offen sind, werden sie geradezu überlaufen ? Man ist gegen den Transport, aber
    jedes Produkt aus „fernen Länder“ ist am meisten gefragt ? Jetzt sollen die
    bestraft werden, die nur ihre Arbeit machen, um den Kunden gerecht zu werden ?
    Was das nur für die Fahrer heißt, Tempolimit (60 Lkw 100 Pkw Kmh) oder nicht
    weiterfahren (Kontigentierung) sowie Mehrkosten für Transportunternehmen?
    Auch unsere Äpfel oder Milchprodukte wollen wir in ander Regionen verkaufen ?
    Fremdenverkehr Gäste und Zulieferer oder soll es da Privilegierte geben ?
    Wohl etwas zu komplizert für so „Manchen“ ?
    Jetzt sollen die bestraft werden, die nur ihre Arbeit machen, um den Kunden
    gerecht zu werden ?

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