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FCS siegt in Vicenza

Ein später Treffer von Filippo Sgarbi beschert dem FC Südtirol im Freitagabend-Spiel in Vicenza die drei Punkte.

Nach zuletzt zwei Unentschieden in Folge findet der FC Südtirol im vorgezogenen Freitagabend-Spiel des 30. Spieltags in Vicenza wieder auf die Siegesstraße zurück: Die Jungs von Mister Zanetti bleiben ohne Gegentor und sichern sich durch einen späten Treffer des jungen Innenverteidigers Filippo Sgarbi die drei Punkte.

Anders als es ein berühmtes Sprichwort besagt, erweist sich die Verteidigung als der beste Angriff für die Weiß-Roten, die durch diesen Erfolg zwischenzeitlich auf Tabellenplatz 6 vordringen und einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Play-Offs vollbracht haben.

DAS MATCH:
Energischer Beginn der Hausherren, die in der 7. Minute sofort die erste Möglichkeit verbuchen konnten: Giorno zog von links in die Mitte und fasste sich aus 25 Metern ein Herz. Seinen strammen Flachschuss ins kurze Eck hielt Offredi jedoch souverän.
Die Südtiroler standen gut und waren wachsam, Vicenza in deren Offensivaktionen die Freiräume zuzustellen.

Durch schnelles Umschalten wurden die Weiß-Roten zunehmend gefährlich, so etwa in Minute 18, als Fink mit dem Ball am Fuß über das Zentrum kam und von 20 Metern Entfernung abzog, sein Schuss ging jedoch einen halben Meter über das Tor von Vicenza.

Vicenza ergriff weiterhin die Initiative, doch die leichte Feldüberlegenheit und etwas mehr Ballbesitz brachten den Hausherren nicht viel ein – offensiv waren sie nur selten gefährlich, etwa in Minute 36, als nach Flanke von Bianchi Comi zum Fallrückzieher ansetzte, aber von Sgarbi abgeblockt wurde.

Dann passierte nicht mehr viel, Schiri D’Ascanio pfiff pünktlich zum Pausentee. Die ersten 45 Minuten waren recht arm an Torraumszenen, mit nur einer nennenswerten Möglichkeit auf beiden Seiten. Beide Mannschaften neutralisierten sich überwiegend im Mittelfeld oder spielten den letzten Pass zu ungenau, um richtig gefährlich zu werden.

Beide Mannschaften starteten zunächst ohne Wechsel in die zweite Halbzeit, die ähnlich wie die erste begann: Die erste Gelegenheit gehörte Vicenza. Eine Flanke von Bianchi von der rechten Seite lenkte Comi mit dem Kopf Richtung Südtiroler Gehäuse – Offredi reagierte jedoch hervorragend und wehrte zur Seite ab.

Mister Zanetti tätigte in der 57. Minute einen Doppelwechsel: Cess kam für Smith, Tait wechselte daraufhin auf die linke Seite und Cia kam für den kurz zuvor verwarnten Fink.
Nur eine Minute später starteten die Weiß-Roten nach einem Ballgewinn einen Konter, Gyasi legte mit dem Ball am Fuß gut 50 Meter zurück und bediente halb-links im Strafraum Costantino, der einen Haken schlug und auf das Tor schoss. Valentini parierte, ließ den Ball aber nach vorne abprallen, jedoch kam Giraudo vor allen anderen an das Spielgerät und klärte.

In der 63. Minute dann aber die Riesenchance für Vicenza: De Giorgio schlug mit links von der rechten Seite einen Traumpass in den Südtiroler Strafraum, wo Giacomelli urplötzlich alleine vor Offredi stand, jedoch aus unmittelbarer Nähe weit über den Kasten grätschte. Der Südtiroler Schlussmann wäre geschlagen gewesen.

Zehn Minuten vor Schluss wechselte Mister Zanetti die beiden Stürmer: Er setzte auf die Frische von Candellone und Heatley Flores, die Costantino und Gyasi ersetzten.
Und siehe da, die beiden Wechsel zeigten die erhoffte Wirkung, denn in der 86. Minute erarbeitete Candellone den Seinen auf der rechten Seite einen Eckball.

Cia führte aus, in der Mitte verlängerte Crescenzi – von Erlic unter Druck gesetzt – unfreiwillig an den zweiten Pfosten, wo Sgarbi goldrichtig stand und den Ball im Tor unterbrachte. 1:0 für die Weiß-Roten, es war das erste Pflichtspieltor für Sgarbi im Profifußball.

Das Spiel war aber noch nicht gelaufen, während der fünfminütigen Nachspielzeit wurde Vicenza noch einmal gefährlich: Giacomelli holte an der linken Strafraumgrenze einen Freistoß heraus, den De Giorgio wuchtig ans lange Eck brachte, doch Offredi reagierte glänzend und hielt den Sieg der Weiß-Roten fest.

Dann passierte nichts mehr, die Jungs von Zanetti nahmen die vollen drei Punkte aus dem Menti-Stadion von Vicenza mit und erarbeiteten sich somit ihr viertes positives Resultat in Serie. Es ist ein enorm wichtiger Sieg, der einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Play-Offs bedeutet.

VICENZA – FC SÜDTIROL 0:1 (0:0)
VICENZA (4-3-1-2): Valentini; Bianchi, Malomo, Crescenzi, Giraudo; Romizi (81. Bangu), Milesi (71. Alimi), Giorno (70. Tassi); De Giorgio; Comi (75. Ferrari), Giacomelli
Auf der Ersatzbank: Fortunato, Costa, Magri, Giusti, Tardivo, Addolori, Lucca
Trainer: Nicola Zanini
FC SÜDTIROL (3-5-2): Offredi; Erlic, Sgarbi, Vinetot; Tait, Broh, Berardocco (72. Bertoni), Fink (57. Cia), Smith (57. Cess); Costantino (80. Candellone), Gyasi (80. Heatley Flores)
Auf der Ersatzbank: D’Egidio, Baldan, Boccalari, Oneto, Gatto, Berardi, Roma
Trainer: Paolo Zanetti
SCHIEDSRICHTER: Marco D’Ascanio aus Ancona (Biava-Netti) TORE: 0:1 Sgarbi (86.)
ANMERKUNGEN: frische Abendtemperaturen
Gelbe Karten: Fink (54., FCS), Giacomelli (78., VIC), Ferrari (90., FCS), Alimi (92., VIC), Cess (90. + 4, FCS)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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