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Meinung geändert

Magda Amhof

Die SVP-Arbeitnehmerin Magdalena Amhof lobte die Reform der Wohnbauförderung in höchsten Tönen. Jetzt schließt sie sich den Kritikern an – und würde notfalls gegen das Gesetz stimmen.

Tageszeitung: Frau Amhof, Sie als SVP-Arbeitnehmerin lobten den Gesetzentwurf zur Reform der Wohnbauförderung in höchsten Tönen. Gewerkschaften und Sozialverbände hingegen kritisierten den Entwurf scharf. Das Gesetz dürfe so nicht durchgehen. Haben Sie sich den Text zu wenig angeschaut?

Magdalena Amhof: Wir gingen damals die erste Hälfte des Gesetzes durch und fanden dort einen kritischen Punkt, der aber nicht so tragisch ist. Danach kamen einige Sachen dazu, die ich als verbesserungswürdig erachte. Der Entwurf ist als Rahmengesetz nicht schlecht und es geht ja erst mit den Durchführungsbestimmungen der Landesregierung ans Eingemachte, aber ein paar kritische Punkte sind trotzdem drinnen.

Ein Punkt im Entwurf ist, dass das Bausparen nicht mehr mit einer Wohnbauförderung kumuliert werden darf. Damit würde das Bausparen über den Zusatzrentenfonds – immerhin eine Errungenschaft der Arbeitnehmer – wohl wieder verschwinden…

Verschwinden wird es nicht. Man könnte sich ja trotzdem für ein begünstigtes Darlehen bei der Bank entscheiden und dafür auf den Beitrag des Landes verzichten, der für einen Einzelantragssteller bei 25.000 bis 35.000 Euro liegt. Aber wir werden hier drüberschauen müssen, ob wir das schon streichen wollen. Ich denke: Wenn ein Besserverdiener das Bauspardarlehen nimmt, wäre es mir egal, wenn man den Beitrag streicht und diesen den Bedürftigeren zukommen lässt. Das Ganze ist jedenfalls detailliert anzuschauen, um zielgerichtet vorgehen zu können.

IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG LESEN SIE EIN AUSFÜHRLICHES INTERVIEW ZU ALLEN KRITIKPUNKTEN – UND UNTER WELCHEN UMSTÄNDEN AMHOF GEGEN DAS GESETZ STIMMEN WÜRDE.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (11)

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  • kira2000

    Ja, dann hoffe ich, Frau Amhof, dass Sie sich dieses Gesetz gut durch den Kopf gehen lassen. Sie sind Arbeitnehmervertreterin und deshalb müssen Sie darum kämpfen, dass auch die Mittelschicht weiterhin in den Genuss eines Beitrages kommt. Denn seit die 5.Einkommensstufe abgeschafft wurde, ist das leider nicht mehr möglich.
    Es hat mich schon sehr verwundert und enttäuscht, als ich Ihre Begeisterung über das neue Gesetz gelesen habe. Darum liebe Arbeitnehmervertreter kämpft um ein Gesetz zugunsten der Arbeitnehmer und nicht zugunsten der Wirtschaft!

  • sepp

    die Arbeitnehmervertreter konnmann olle vergessen in Landtag itz das wahlen anstehen melden sie sich zu wort sonst hört man die ganze legislatur nix von ihnen

  • rambo

    Jo sepp hosch recht.
    Magdalena Amhof, einmal so und einmal so, grad so wie man es braucht.

  • kira2000

    Das stimmt schon, dass man wirklich in den letzten Jahre gar nix von den Arbeitnehmervertretern gehört hat und Fakt ist auch, dass Herr Tomasini jetzt, fünf Minuten vor den Wahlen, mit dem neuen Gesetz auftaucht – wieso nicht früher? Taktik? Absicht? Jetzt soll alles in einer Nullachtfünfzehn-Aktion über die Bühne gehen. Da bleibt keine Zeit mehr für Diskussionen auch mit den Sozialpartnern. Da stand doch geschrieben, dass die Bürger auch ihre Meinungen und Ideen einbringen könnten – hat jemand den Gesetzentwurf lesen können?

  • drago

    Einfache Erklärung: die nächsten Wahlen nähern sich und man möchte am Futtertrog bleiben. Arbeiten ist nicht so attraktiv. Eventuell bliebe noch Gewerschafterin werden, falls die Wiederwahl nicht klappt. Cornelia Brugger docet. Tritt auch bei jeder Wahl an (und fällt durch).

  • george

    Windfähnchen! Amhof ist eine Mitläuferin. Wenn sich der wind dreht, dreht sie sich mit, unabhängig davon ob der Inhalt so oder anders ist. Manchmal versteht sie den Inhalt in ihrer Obewrflächlichkeit auch nicht und lässt sich einfach treiben.

  • criticus

    Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Bären und den Arbeitnehmern in der SVP?
    Der Bär schläft nur im Winter!

  • pingoballino1955

    Ist dies die neue Information,die man nicht im stande ist durchzulesen,bevor man „ignorante“ Loblieder über die Wohnbaureform rausposaunt!!!!Bitte zuerst lesen,dann überdenken,dann „meinen“ Sollte man sich von einer Politikerin schon erwarten können.Diese Wahlwerbung ist wohl nach hinten losgegangen Madame SVP!

    • leser

      wisst ihr überhaubt, wer diese bestimmungen für das neue wohnbauförderungsgesetz oder zum beispiel das neue raumordungsgesetz macht, das sind lauter von der politik agreditierte experten, die nichts anderes als den lobbysten angehören, ich kenne keinen politiker, der sich in diesem bereichen eine fundierte detailkompetenz angeeignet hat , bis auf zwei einzelne namen, die wiederum dienen als lobbysten den wirtschaftsflügeln
      schon zum lachen als stocker vor wenigen jahren den bausparvertrag als innovation gepriesen hat, alle schafe sind dem aufgesessen und jetzt erweist sich dieser quatsch als niete, ausser dass der laborfond sich kapitalisiert hat und zweifelhafte immobiliengeschäfte finanziert hat ,
      man kann gespannt sein welches wahlversprechen jetzt angeführt wird, aber unser wählerschaft sind ja nicht anspruchsvoll

  • kira2000

    Als das Bauspardarlehen eingeführt wurde, waren sich alle einig, dass dies eine gute Sache sei und meiner Meinung nach ist es dies auch. Jetzt soll wieder alles rückgängig gemacht werden, d.h.entweder Bauspardarlehen oder Beitrag – beides wäre nicht mehr möglich. Dann die Sozialbindung wieder auf 20 Jahre erhöhen – absurd! Dann sagt Frau Amhof, dass auch einige EEVE-Kriterien überdacht werden und denkt dabei daran, das ersparte Eigenkapital zu erhöhen und das wäre sehr gut. Genauso soll aber auch überdacht werden, dass die vom Staat vorgesehenen möglichen Steuerabsetzungen für Sanierungsarbeiten in der EEVE-Erklärung wieder zum Einkommen dazugezählt werden und dies einigen Beitragsempfängern zum Verhängnis wird!

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