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Das Breitband-Programm

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Die Landesregierung hat das Programm für den Breitbandausbau bis 2020 genehmigt. Die Details.

Am Dienstag hat die Landesregierung das dreijährige Programm zur Umsetzung des flächendeckenden Breitbandnetzes genehmigt. Demzufolge werden 2018 insgesamt 6,5 Millionen Euro in die Verlegung von Glasfaserkabeln fließen. In den Jahren 2019 und 2020 sollen es jeweils fünf Millionen Euro sein.

„Unser Ziel ist es, Südtirols Gemeinden und Gewerbegebiete flächendeckend an ein hochleistungsfähiges Hauptnetz anzubinden, damit Südtirols Haushalte und Unternehmen über ein schnelles Internet verfügen“, erklärt Landeshauptmann Arno Kompatscher. Die Strategie des Landes sehe außerdem vor, dass die Gemeinden mithilfe des Rotationsfonds die sogenannte letzte Meile bis hin zu den einzelnen Gebäuden finanzieren.

„Südtirol“, betont Kompatscher, „geht einen eigenen Weg. Denn während im übrigen Italien Netz und Betreiber staatlich sind, liegt die Zuständigkeit für das Breitbandnetz bei uns als Land. Ein leistungsfähiges Netz wird es leichter machen, Provider zu finden, die allen Endverbrauchern schnelles Internet anbieten. Sollten sich dennoch für bestimmte Gebiete keine Anbieter finden, werden wir Anbieter suchen.“ Südtirol stehe direkt mit der EU in Kontakt, um die diesbezüglichen Vorgangsweisen abzustimmen.

Zurzeit befinden sich 33 Glasfaserprojekte in Umsetzungsphase. Von den zwölf Projekten des Programms 2018-2020, an denen zurzeit gearbeitet wird, werden sechs bis zur Jahresmitte abgeschlossen sein. Eines davon betrifft den Hauptverteiler in Bozen, wo alle Linien zusammenfließen. Der PoP (Point of Presence) in Bozen ist im sogenannten B-Block der Infranet angesiedelt. Der Hauptverteiler, der früher der Brennercom gehörte und nun auf die Landesgesellschaft Infranet übergegangen ist, erhält zusätzliche Leitungen, um dem wachsenden Kapazitätsanspruch zu entsprechen und für mögliche Teilausfälle gewappnet zu sein.

Auch die Gemeinden Salurn, Prissian, Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix, Karthaus, Vernagt und das Gebiet entlang der Bahnlinie Meran-Mals werden in diesem Jahr an das Glasfasernetz angeschlossen.

Weiter gearbeitet wird außerdem an den Glasfaserverbindungen in Birchabruck/Welschnofen/Karerpass/Eggen/Obereggen, Jenesien/Afing, Salurn/Kurtinig und Neumarkt/Laag.

Für insgesamt 16 Projekte steht der Abschluss der Ausschreibung unmittelbar bevor, sodass die Arbeiten in wenigen Monaten beginnen können. Beinahe abgeschlossen sind auch die Planungen für die Verbindungen Kampill/Kollman, Brixen/Klausen, Grödnerjoch/Kolfuschg, Laiburg/Pfatten; die Ausschreibungen dazu werden demnächst veröffentlicht.

Kooperationen bei der Verlegung

Von Bedeutung seien außerdem weitere 22 Projekte, für die das Land Kooperationen mit Gemeinden oder Energiegesellschaften abgeschlossen hat. Diese ermöglichen es, dass das Landesamt für Infrastrukturen der Telekommunikation andere Grabungsarbeiten nutzt, um die Glasfaserrohre mit zu verlegen. Insgesamt sind es 33 Kooperationsprojekte, die derzeit umgesetzt werden.

Für 113 Projekte stehen die Planungen noch aus. Diese sollen 2018 zumindest begonnen werden. Die Projektabschlüsse können erst in den kommenden Jahren erwartet werden.

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Kommentare (5)

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  • rota

    Wenn ich mir die Gewinne der Telefon und Net – Branche mit anderen Bereichen vergleiche so erscheinen mir diese um den Faktor 250 überzogen. Warum das wohl der Politik nicht auffällt?

  • itler

    Die Glasfaser bis in den Keller nutzt wenig wenn es keine günstigen Verträge dazu gibt!
    Lächerliche Geschwindigkeiten von ca 30 MBit/s für 30 € pro Monat sind einfach extrem viel gegenüber den 200 MBit/s welche zb TIM (und über deren Netz auch Vodafone und Wind) für 25-35 € Anbieten (inklusive Festnetztelefonie, Mobiltelefonie etc).

    • yannis

      richtig, aber 200 MBit/s nutzen auch nichts wenn der Server am anderen Ende lahmt oder überlastet ist.

    • leser

      itler
      dann mach einen vertrag mit TIM, Vodafone oder Wind,
      aber fakt ist, dass wir bürger die infrastruktur bezahlen und betreiber wie brennercom, die nun an privathände verschärbelt wurde, aber vorher von uns steuerzahler aufgebaut wurde, übergegangen istdass ich nun auch noch einen vertrag zur nutzung des glasfasernetz mit der gemeinde abschliessen muss wenn ich „mein “ eigentum nutzen will und das auch nur mit ausgesuchten betreibern, das schlägt wohl den boden durch oder

  • tald

    Wann hört diese Ankündigungspolitik der Landesregierung endlich auf? Schon 2010 wurde versprochen, innerhalb 2013 alle öffentlichen Gebäude in den Dörfern der Gemeinden Südtirols an das Breitbandnetz anzuschließen. Landesrätin Deeg hat dann in regelmäßigen Abständen Jahr für Jahr schnelles Internet angekündigt und Pressemitteilungen über Ausbaupläne verschickt. Inzwischen wurden große Summen an öffentlichen Geldern ausgegeben. Schnelles Internet zu konkurrenzfähigen Preisen gibt es zumindest in meiner Gemeinde und den umliegenden Gemeinden immer noch nicht. Macht es einen Sinn, kilometerlange Leerrohre zu ein paar Höfen hinaus einzugraben, solange es in den Dorfzentren, Handwerkerzonen Hotel- und Gewerbezonen noch keine Anschlüsse gibt?

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