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Trockene Luft

Im Prestigeprojekt NOI Techpark in Bozen Süd läuft nicht alles nach Plan: Mitarbeiter von dort untergebrachten Firmen klagen über zu niedrige Luftfeuchtigkeit. „Wir arbeiten an dem Problem“, sagt Direktor Ulrich Stofner.

von Thomas Vikoler

Die empfohlene Luftfeuchtigkeit für Wohn- und Arbeitsräume liegt zwischen 40 und 55 Prozent. Alles, was wesentlich darunter liegt, ist für Menschen, die sich darin aufhalten, auf Dauer gesundheitsschädlich. Besonders dann, wenn die Luftfeuchtigkeit bei 20 Prozent liegt.

Dieser Wert, so berichtet eine Mitarbeiterin eines Startup-Unternehmens, das seit Oktober im NOI Techpark in Bozen Süd tätig ist, sei in ihrem Büro mehrmals gemessen worden. Die Mitarbeiterin berichtet von einem unerträglichen Raumklima, das bei ihr Unwohlsein und vor allem Kopfschmerzen verursache.

Keine guten Arbeitsbedingungen in den Glas-Boxen in der ehemaligen Alumix-Halle in der ehemaligen Bozner Industriezone.

Am 22. Oktober war der NOI Techpark in Anwesenheit von Ministerin Maria Elena Boschi mit großem Pomp eröffnet worden. Mittlerweile arbeiten an die 600 Personen für 40 Gründerfirmen und Startups in den Glaskuben im Ex-Alumix.

Vor allem in den Büros wurde über niedrige Luftfeuchtigkeit geklagt, wie NOI-Direktor Ulrich Stofner bestätigt: „Es gab Probleme mit der Belüftung, aber wir arbeiten daran. Wir wollen gute Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter“.

Offenbar ist die Haustechnik im Gründerpark ziemlich kompliziert. In die bestehende Hallenstruktur wurde eine Vielzahl von Glaskuben eingebaut, die eigens mit dem Gesamt-Lüftungssystem verbunden sind. Sie sind zum Teil fensterlos. „Es hat einige Zeit gebraucht, die Zu- und Abluft einzustellen. Wir bemühen uns weiterhin, die Belüftung zu optimieren“, berichtet Stofner.

Die Mitarbeiterin der Startup-Firma berichtet hingegen von anhaltend trockener Luft, die das tägliche Arbeiten erschwere. Laut dem NOI-Direktor seien die Arbeitsbedingungen in einigen Boxen nicht optimal, wenn sich eine größere Zahl Menschen dort aufhalte.

Die NOI-Verwaltung arbeitet derzeit nicht nur an der Verbesserung des Raumklimas im Ex-Alumix, sondern an einem weiteren Ausbau des Techparks. Derzeit werden die ersten der insgesamt 20 Labors im Baulos A2 bezogen. Dort sollen u.a. die Universität Bozen, die Eurac und die Laimburg forschen. In diesem Jahr soll zudem mit den Arbeiten an einem Erweiterungsmodul begonnen werden. Ab 2022 soll die sogenannte Klimakammer bereitstehen, in der weltweit auftretende Klimabedingungen simuliert werden können.

Geht es nach der Mitarbeiterin der Startup-Firma, sollte erstmal das Raumklima im Ex-Alumix eingestellt werden.

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