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„Die gute Boschi“

Karikatur: Marione/5-Sterne-Bewegung

Die Svp will, dass ihre Wähler Boschi wählen. Paul Köllensperger erinnert daran, dass Maria Luisa Boschi vor wenigen Jahren die Sonderautonomien abschaffen wollte.

Die 5-Sterne-Bewegung von Paul Köllensperger hat eine polemische Stellungnahme zur Kandidatur von Maria Elena Boschi in Südtirol herausgegeben.

Lesen Sie selbst:

„Nicht einmal mehr in ihrer Heimat Toskana wird sie noch gewählt. Wohin also mit ihr? Na logisch, zu den treuen PD Gefolgsleuten der Volkspartei!

Unser famoses maßgeschneidertes SVPD Wahlgesetz dient offensichtlich jetzt nicht mehr nur dazu, dass die SVP ihre eigenen Schäfchen ohne Risiko ins Trockene bringt, nein es bietet sich auch bestens dazu an, dass auch Renzi seine Getreuen ins Parlament bekommt, indem er sie bei uns platziert, allen voran die in den Etruria Banken-Skandal verwickelte Boschi, dass die deutschen Wählerstimmen ihren Posten retten.

Sie, die versprochen hatte, mit ihrem Mentor Renzi im Falle einer Niederlage beim Verfassungsreferendum aus der Politik zurückzuziehen.“

Paul Köllensperger erinnert daran, dass Maria Elena Boschi, „die gute Boschi“, vor nicht allzu langer Zeit der Südtirol-Autonomie den Garaus machen wollte.

Ein weiterer Auszug:

Die gute Boschi ist sicher eine große Freundin der Banken, wohl aber etwas weniger der Autonomie, hatte sie doch 2014 erklärt:

,Es ist nicht der richtige Zeitpunkt gekommen, aber ich wäre für eine Abschaffung der Sonderautonomien.‘

Man kann gespannt sein, ob die Wähler der SVP genug leidensfähig sein werden, das Kreuzchen am Wahlzettel auf eine solche Kandidatin zu machen. Noch schlechter ergeht es den PD Wählern.

Die bekommen nicht nur auswärtige Kandidaten vorgesetzt, sondern müssen auch noch gezwungenermaßen auf dem Wahlzettel den SVP Kandidaten mitwählen.

Dass damit die Italiener des Landes de facto in Rom keine Vertretung haben werden, und dass der lokale PD so quasi als Kollateralschaden regelrecht vorgeführt und blamiert wird, macht der SVP offenbar nichts aus. Wir wünschen uns hingegen, dass es den Wählern was ausmacht, und dass sie angesichts dieses Trauerspiels einmal etwas neues wählen gehen und nicht zuhause bleiben.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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