Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » Rehe in Not

Rehe in Not

Foto: Renato Grassi

Die ungewöhnlichen Schneemengen haben viele Wildtiere unseres Landes in eine prekäre Situation gebracht.

Die geschwächten Tiere sind vermehrt auch in Siedlungsnähe anzutreffen:

Rehe dringen bis in die Hausgärten vor, auch die Rothirsche suchen bei den Höfen und Dörfern nach Nahrung.

Dies hat den Jagdverband veranlasst, bei der zuständigen Landesbehörde eine Aufhebung des generellen Fütterungsverbotes für Rotwild zu beantragen, und die Jägerschaft rechnet damit, die Erlaubnis zum Füttern baldmöglichst zu erhalten.

Damit könnten viele Tiere die Zeit der größten Nahrungsknappheit überbrücken.

Die Wildtiere reagieren jetzt besonders sensibel auf Störungen. Wenn sie im hohen Schnee flüchten müssen, verlieren sie in kurzer Zeit viel Energie.

Wildfreundliches Verhalten im Winter ist mit einigen wenigen Regeln leicht umzusetzen, schreibt der Jagdverband in einer Aussendung

. Eine davon ist, in Waldgebieten Wege und Forststraßen nicht zu verlassen und Wälder nicht querfeldein zu durchstreifen. Wenn man auf einer Wanderung Wildtiere erblickt, sollte man sich ihnen nicht nähern. Für große Hunde sind Wildtiere im hohen Schnee jetzt eine leichte Beute, umso mehr gilt in dieser sensiblen Zeit, den Hund an der Leine mitzuführen.

Trotz richtigen Verhaltens muss mit erhöhten Winterausfällen bei Rehen, Hirschen, Gamsen und Steinböcken gerechnet werden.

Bleibt zu hoffen, dass nicht ähnlich viel Wild dem Winter zum Opfer fällt wie im Starkwinter 2008/09, als allein in Südtirol knapp 3.000 Stück Fallwild verzeichnet worden sind, so der Jagdverband.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (3)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • yannis

    Das beste ist die Natur. In Ruhe zu lassen, die regelt dies am besten selbst !
    Den Jagtverband interessiert, ist ja klar nicht das Tier an sich, sondern die nur
    Zielscheiben für ihren Sport.
    Außerdem sorgt die natürliche Selektion für einen gesünderen Wildbestand,
    der auch nicht jeden Bergbauer zwingt seine Wirtschaftsflächen mit allen
    möglichen Drahtverhauen seine paar Heuhalme zu schützen.
    Zudem braucht auch das Raubwild seine Nahrung !

  • drago

    Wenn einmal die Natur selbst die Auslese übernimmt, passt dies den Jägern natürlich nicht. Schließlich haben sie das Monopol für die Auslese.

  • richard

    Wenn dem Menschen die Tiere „echt“ am Herzen liegen würden, dann gäbe es keinen Schlachthof, und man würde die Jagd als Verbrechen bestrafen.
    Daher sind alle Aussagen von Menschen, die Tiere töten, unglaubwürdig und für eine entwickelte Gesellschaft eigentlich nur lächerlich, unhaltbar- und –tragbar; sollten wir wirklich ehrlich sein! Zudem nehmen wir Menschen den Tieren die Winterruhe und den Lebensraum, um in Ruhe zu überwintern und die Energie so wenig als möglich zu verbrauchen.

    Allen voran sind aber die Politiker die Hauptschuldigen, denn Sie fördern mit den geschaffenen Gesetzen, Gewalt und Verderben gegen die Tierwelt. Jährlich werden junge Menschen angeheuert, um in den Stand der Jäger einzutreten und Tiere abzuschießen. Man produziert „gewollt“ Menschen, die der Jagd nachgehen und Tiere abschießen; dies ist, meiner Ansicht nach, für einen Begriff „Zivilisation“ unwürdig und beschämend.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen