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Viktorias Sieg

Viktoria Rebensburg aus Deutschland ist die neue Prinzessin vom Kronplatz nach ihrem heutigen Sieg beim Skiweltcup in Südtirol.

Sie konnte sich knapp vor der Halbzeitführenden, der Norwegerin Ragnhild Mowinckel und der wiedergenesenen Italienerin und Vorjahressiegerin Federica Brignone durchsetzen und die Führung im Riesenslalom-Weltcup übernehmen.

Mehr als 10.000 Zuschauer haben dem diesjährigen Spektakel auf der Erta-Piste beigewohnt und den Erfolg des Vorjahres getoppt. Bei wahrem Kaiserwetter wurde das Publikum mit einem spannenden Kampf um die Podestplätze belohnt und vor allem das Heimpublikum konnte wiederum über eine Azzurra auf dem Podest jubeln. Überraschungsführende nach dem ersten Lauf war die Norwegerin Ragnhild Mowinckel, während die Favoritin Mikaela Shiffrin bereits im ersten Lauf an der Enneberger „Hausbergkante“ scheiterte. OK-Chef Willi Kastlunger: „Es war im letzten Jahr schwer und in diesem Jahr mussten wir eine tolle Leistung übertreffen. Aber das Publikum hat uns wieder unterstützt!“

Die wiedererstarkte Viktoria Rebensburg (GER) hat im ersten Durchgang noch hinter der Norwegerin Ragnhild Mowinckel und der überraschend schnellen Italienerin Marta Bassino als Dritte Vorlieb nehmen müssen, hat aber im zweiten Durchgang nichts anbrennen lassen und mit einer tollen Laufbestzeit beide Konkurrentinnen hinter sich gelassen und den dritten Saisonssieg eingefahren. Nun ist sie an der Spitze des GS-Weltcups mit 37 Punkten Vorsprung auf die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, die heute leer ausging. Eine starke Leistung bot heute auch die Norwegerin Ragnhild Mowinckel, die sich um nur 8 Hundertstel geschlagen geben musste, nachdem sie im untere Teil der Piste, der nach rechts hängt, dreimal den Schwung zu weit gezogen hat und womöglich dort die Zeit hat liegen lassen. Überraschende Dritte wurde die zuletzt grippegeplagte Vorjahressiegerin Federica Brignone aus Italien, die es erneut geschafft hat, diese ihre Lieblingspiste voll auszuschöpfen. Insgesamt wurden heute 110.000 Euro a Preisgeld verteilt.

Shiffrin und Rebensburg führen die Weltcup-Wertungen an
Die heute ausgeschiedene Amerikanerin Mikaela Shiffrin bleibt mit 2023 Punkten fest im Sattel in der Weltcup-Gesamtwertung, vor den beiden Italienerinnen Sofia Goggia, 1164 Punkte und heute verletzungsbedingt nicht am Start und Federica Brignone mit 1084 Zählern. Im GS-Klassement führt hingegen Viktoria Rebensburg nach dem heutigen dritten Saisonssieg mit 422 Punkten vor Mikaela Shiffrin (385 Punkte) und der Französin Tessa Worley mit 370 Punkten.

Auch der größte Skifahrer Italiens aller Zeiten, Alberto Tomba, hat wieder dem Weltcupevent am Kronplatz als Stargast beigewohnt und hat sich zusammen mit dem Präsidenten des Italienischen Wintersportverbandes FISI Flavio Roda gespannt das Rennen angesehen. Beide hatten wieder Worte des Lobes, ebenso wie Damenweltcupdirektor Atle Skaardal, der sich bei den Pistenverantwortlichen für die tolle Arbeit bedankte. Es ist höchstwahrscheinlich, dass der Damenweltcup auch im kommenden Jahr wieder am Kronplatz Station machen wird, denn sowohl das Publikum, als auch die Athletinnen legen großen Wert darauf.

Die Stimmen des Tages:

Viktoria Rebensburg GER (1. Platz)
„Ich bin sehr froh darüber, wieder zum Sieg gekommen zu sein, nach den letzten nicht hervorragenden drei Rennen. Zudem möchte ich immer so schnell fahren wie heute und diese Piste ist eine wahre Bereicherung für unseren Sport. Eisig, hart und selektiv, wie es mir entgegenkommt und vorallem bin ich von der Begeisterung der Menschen hier angetan.”

Ragnhild Mowinckel NOR (2. Platz)
„Ich bin gut gefahren und den ersten Lauf in Führung zu beenden war schon ein tolles Gefühl. Wer hier auf dieser Piste vorne ist, ist gut. Im zweiten Lauf musst du versuchen, so viel wie möglich nach hause zu bringen und mit den Fehlern, die ich begangen habe bis ich überglücklich, einen Podestplatz geschafft zu haben. Ich bin knapp Zweite, von einer tollen Athletin geschlagen – was will man mehr?”

Federica Brignone ITA (3. Platz)
“Nach einigen Tagen mit Fieber im Bett auf dem Podest zu stehen ist fast schon unglaublich. Wenn du aber daran denkst, dass du geschwächt und die anderen stark ins Rennen gehen, dann hast du keine Chance. Ich konnte recht gut fahren und diese meine Lieblingspiste voll ausnutzen. Und das Publikum trägt mich immer mit Begeisterung bis ins Ziel. Ich fühle mich hier wie daheim.”

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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