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Die Gehälter der Busfahrer

Demo vor dem SAD-Sitz

Die SAD hat ihre Ankündigung wahrgemacht und die Löhne der Busfahrer im Internet veröffentlicht.

von Heinrich Schwarz

Mit den regelmäßigen SAD-Streiks und Kundgebungen haben die Transportgewerkschaften im vergangenen Jahr viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Besonders nach der einseitigen Kündigung des Zusatzvertrages durch die SAD spitzte sich der Streit zu und landete vor dem Arbeitsgericht. Demnächst findet eine weitere Verhandlung statt.

Die Situation für die Busfahrer hat sich immer weiter verschlechtert. Jahrelang kritisierten die Gewerkschaften die langen Dienstspannen, die schlecht bezahlten Pausen und die Nicht-Anpassung der Löhne. Gespräche verliefen immer wieder im Sand. Und im Herbst hat die SAD mit der Kündigung des Zusatzvertrages weitere Effizienzsteigerungen eingeleitet.

Auf die regelmäßigen Proteste im letzten Jahr konterte SAD-Chef Ingemar Gatterer mit der Ankündigung, die Lohnstreifen der eigenen Busfahrer ins Internet zu stellen. Damit solle aufgezeigt werden, dass das Personal im öffentlichen Nahverkehr, das indirekt mit Steuergeldern bezahlt wird, gar nicht mal so schlecht dastehe.

Gatterer erklärte in einem Schreiben an das Land und an die Gewerkschaften: „Ziel dieser Maßnahme ist es, transparente und offene Informationen über die Gehaltssituation der Fahrer den Bürgern dieses Landes vorzulegen und Falschinformationen zu entkräften. (…) Ob sich bei den derzeit bezahlten Löhnen schließlich ständige Streiks rechtfertigen, kann dann jeder Bürger dieses Landes selbst bewerten.“

Ohne es öffentlich kundzutun, hat die SAD die Gehälter der Busfahrer inzwischen auf ihrer Website veröffentlicht.

DIE DETAILS LESEN SIE IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

UND:

Neue Details im Kampf um 30 Millionen Euro: Die SAD ist zweifelsohne Eigentümerin der Busse und hat die Fahrzeuge bisher immer zum Marktwert verkaufen können. Paul Köllensperger machte bereits vor zwei Jahren auf das Thema aufmerksam – vor Gatterers SAD-Einstieg. Worauf sich das Land jetzt stützt.

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