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Senfter steigt aus GSI aus

Helmuth Senfter

Die Senfter Holding tritt ihre Anteile an der GSI (Grandi Salumifici Italiani) an die 50-prozentige Miteigentümerin Unibon ab. Die Produktionsstätten in Klausen und Innichen laufen normal weiter.

Die Senfter Holding tritt ihre Anteile an der GSI (Grandi Salumifici Italiani) an die 50-prozentige Miteigentümerin Unibon ab. Senfter will sich künftig verstärkt auf Investitionen in die lokale Wirtschaft konzentrieren und ist bereits seit einiger Zeit erfolgreich im Tourismus tätig. Die drei Südtiroler Produktionsstätten in Klausen und Innichen laufen unter GSI normal weiter, die Arbeitsplätze sind auch für die Zukunft gesichert.

Die Unibon AG ist eine Tochtergesellschaft des Genossenschaftsverbandes Lega Coop und wird damit alleinige Eigentümerin der GSI. „Grandi Salumifici Italiani“ (GSI) war seit 2001 in Gemeinschaftsbesitz der Familie Senfter und der Unibon mit einer 50-50-Beteiligung. Die Gruppe verfügt über 13 Produktionsstätten und 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Beide Geschäftspartner haben Stillschweigen über die Details der Operation vereinbart.

Neue Perspektiven für beide Unternehmen

„Nach 17 Jahren Zusammenarbeit haben wir uns entscheiden, eigene Wege zu gehen und unsere Eigentumsverhältnisse in der GSI aufzulösen. Beide Unternehmen bekommen dadurch neue Perspektiven: GSI kann den Weg der nationalen Marktführerschaft, der Internationalisierung und Innovation weitergehen. Die Senfter Holding kann sich hingegen auf neue Investitionen in die lokale Südtiroler Wirtschaft konzentrieren“, betont Helmuth Senfter, Vizepräsident der Senfter Holding: „Die Entscheidung ist uns sicherlich nicht leichtgefallen, sie war aber aufgrund der Zukunftsentwicklung beider Unternehmen notwendig.“

Werke in Klausen und Innichen laufen unter GSI normal weiter

Die drei Produktionsstätten in Klausen und Innichen werden unter GSI im Sinne der Kontinuität weitergeführt, sind sie doch auch Vorzeigebetriebe für die ganze Gruppe. In den Standorten in Südtirol werden neben Speck vor allem auch Qualitätswurstwaren wie Schinken und verschiedene Arten von Würstchen hergestellt.

„Die drei Südtiroler Standorte gehören zu den Juwelen der GSI-Gruppe. In den letzten fünf Jahren wurden ganze 50 Mio. Euro investiert und die Werke befinden sich auf einem Top Niveau. Die Arbeitsplätze in Südtirol sind gesichert; der Fleiß und die Leistungsfähigkeit hier bei uns ist sehr geschätzt und spielt in der Gruppe eine wichtige Rolle“, erklärt Helmuth Senfter.

Familie Senfter ist überzeugt, dass die Produktionsstätten in ihrem Sinne weitergeführt werden. „Für die Belegschaft ändert sich gar nichts: Das zentrale Management war von Anbeginn in Modena und bleibt dort. Es geht also weiter wie bisher“, so Senfter.

Die neue Alleineigentümerin der GSI, Unibon, gehört zur Genossenschaftswelt der Lega Coop mit den zwei wichtigen Handelsketten Conad und Coop, die sich ein nachhaltiges und ethisch korrektes Wirtschaften auf die Fahnen geschrieben hat.

Senfter Holding will sich auf lokale Projekte konzentrieren

„Gerade dann, wenn es hervorragend läuft, sollte man den Mut haben, Entscheidungen für einen neuen Weg zu treffen. Das ist Aufgabe eines jeden Unternehmers“, erklärt der Firmengründer und Präsident der Senfter Holding, Franz Senfter. Gemeinsam hat man sich in der Familie beraten und entschieden. Zu den neuen Geschäftsideen gehören das stärkere Engagement im touristischen Bereich sowie eine verstärkte wirtschaftliche Tätigkeit in Südtirol selbst, u.a. auch im Immobiliensektor.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • wollpertinger

    Wenn Senfter aus der Speckproduktion aussteigt, dann heißt das wohl, dass er wegen der Schweinepest kalte Füße bekommen hat. Wenn keine billigen Schweine mehr aus Deutschland kommen, dann ist es aus mit Senfters Kaugummi-Speck.

  • leser

    nein das heisst es nicht , man erkennt jetzt lediglich, wer hinter diesem hanzen zirkus steht
    sih das einmal so. dass diese branche immer grosszügig subvenzioniert wurde, dank vettern- und freunderlwirtschaft hat man viele miteser befriedigt, nun sucht man auf anderer ebene mäzäne, und bleibt doch immer vorzeigeunternehmer, ach schönes tiroler land wenn freunde für dich da sind dann hat man immer narrenfreiheit

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