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Abschaffung der Jagd?

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Eine Ex-Ministerin startet eine Kampagne für ein Referendum zur Abschaffung der Jagd.

von Heinrich Schwarz

Die Zeit sei reif für die Abschaffung der Jagd. „Jenen Rechte zu geben, die keine Stimme haben, ist ein Zeichen von Anstand. Fügen wir die ‚nicht-menschlichen Personen‘ in die Verfassung ein“, sagt Michela Vittoria Brambilla. Sie ist Kammerabgeordnete von Forza Italia, Gründerin der neuen Partei „Movimento Animalista“, Präsidentin der Tierschutz- und Umweltorganisation LEIDAA – und war Ministerin für Tourismus unter Silvio Berlusconi.

Jetzt startet die Politikerin eine Kampagne für ein Referendum zur Abschaffung der Jagd in Italien. Dabei möchte Brambilla auch jenen Teil der Bürger überzeugen, „der in Vergangenheit nicht an diesem großen Kampf teilgenommen hat.“ Mit Vergangenheit meint sie das Referendum von 1990, bei dem über 92 Prozent gegen die Jagd stimmten, allerdings mit 43,36 Prozent Wahlbeteiligung das Quorum von 50 Prozent nicht erreicht werden konnte.

Brambilla ist überzeugt, dass die Sensibilität gegenüber den Tieren heute viel größer ist als früher. Man brauche nur die Zunahme der Vegetarier und Veganer zu betrachten.

WIE LANDESRAT ARNOLD SCHULER REAGIERT, LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

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Kommentare (13)

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  • rambo

    Das Wild muss reguliert werden, oder wir schaffen alle natürlichen Feide an was bei dieser Besiedlungsdichte nicht mehr in Frage kommen kann. Wird nicht mehr gejagt rotten sich die Tiere doch selber durch Krankheit aus.Auch der Jungwald würde in Mittleidenschaft gezogen werden. Besser wäre, daß Italien die Vögel schützen würde die alle mit Fangnetzen gefangen werden und qualvoll sterben und wirklich vom Aussterben bedroht sind.

  • brutus

    …so kann nur eine reden, die hinterm Schreibtisch zuhause ist, und nicht einen intakten Schutzwald zum Überleben braucht!

  • watschi

    es wäre ein gefährlicher anfang. die tierschützer und ihre genossen veganer werden immer aggresiver gegen fleisch- und tierprodukt konsum. mit dem verbot der jagd fängt es an und mit dem schlachtverbot hòrt es auf. aber da wird es dann auch bald einmal keine milch mehr geben und somit auch keine produkte mehr die davon stammen ( käse, butter usw). sie wollen uns alle zu kòrnderlfresser machen. ein leben, das mir nicht unbedingt gefällt

  • kleinlaut

    Und die Flintenweiber? Die müssen sich dann auf das Fischen umstellen und können nicht mehr voll durchgestylt durch den Forst pirschen auf der Suche nach geeigneter „Beute“. Es soll jedoch auch sehr modisches Fischergewand geben. Der SUV mit geöffneter Hecktür und mickriger Forelle dürfte jedoch eine weniger berauschende Wirkung haben.

  • drago

    Die Frage stellt sich für mich etwas anders. Dass es eine Auslesejagd braucht, ist für mich außer Frage. Ich habe auch nichts dagegen, dass der Schlachter im Schlachthof seiner Arbeit nachgeht. Mein Problem ist eher, dass es ein Freizeitvergnügen gibt, das das Töten von Tieren erfordert. Ich möchte sehen, wie sehr die Jagd für die Jäger noch von Interesse wäre, wenn sie das Wildbret abgeben müssten und die Trophäen verbrannt würden und ihnen nur die Jagd selbst bliebe, um die Auslese zu garantieren und vielleicht noch ein Dankschreiben des Landesrates. 🙂 Auch Konkurrenz lieben die Jäger nicht so sehr; die würden sie am liebsten abschießen (Wolf und Bär). Natürlich nur um der Auslese und der Hilfe für die Almviehwirtschaft und den Tourismus willen .

  • marher

    Genau nach dem Motto. Politiker wachen am Morgen auf, denken nach wie sie sich mit ihren neuen Phantasien schlau und populär machen können. Und das schönste an der ganzen Sache ist, dass sie viele Leute beeinflussen, sprich sich mitreisen lassen. Eine Abschaffung der Jägerei würde glatt zur Verleitung der Wilderei führen.
    Und bitte, ihr seid doch alle hoch studiert; deswegen schaltet ab und zu auch einmal Euren Hausverstand ein.
    Eine kleine Comedy findet ihr unter
    https://www.youtube.com/watch?v=dXQn9NacpYQ

    • michih

      In Italien sterben pro Jagd-Saison dutzende Menschen (auch Kinder!) und ein Vielfaches werden verletzt. Der Wald ist voll von giftiger(!) Bleimunition und überall werden Forstwege ins Nichts gebaut damit die Jäger ja schön bequem ebendort mit ihrem SUVs hinkommen. Sie gefährden Einheimische und Touristen aber das schein kein Problem zu sein, nur bei Wolf und Bär da setzt die Politik alle Hebel in Bewegung. Wie sagte der zuständige LR so schön:“ …mit dem Wolf kann man in Italien keinen Wahlkampf machen….“ in Italien vielleicht nicht, aber in Südtirol sehr wohl, wie man an ihm gerade sieht!
      Und zum Schutzwald: Ja zuviel Rotwild frisst zu viele junge Triebe, und was normal dafür sorgt ,dass Lichtungen im dichten Wald entstehen (=Artenvielfalt) kann zu einem Problem werden. Die Lösung wären natürliche Feinde und kein zufüttern im Winter! Ja, die Natur ist grausam, aber der Mensch bricht darin eh alle Rekorde.
      Jagd abschaffen (um den Bestand können sich die Förster o.ä. (beruflich) kümmern) und ein striktes Waffengesetzt erlassen. Wildern ist verboten und sollte noch mehr kontrolliert und bestraft werden.

  • richard

    Eine Geste der Vernunft und der Moral. Wer den Tieren keinen freien Lebensraum einräumt, begeht gegenüber diesen die schlimmsten Verbrechen, da dieses Verhalten vom Moralbild eines verantwortungsbewussten Mensch abweicht und daher gegen die Ethik, die Solidarität und die Vernunft verstößt.

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