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„Kulturlose SVP“

Sven Knoll

Die Süd-Tiroler Freiheit wirft der SVP vor, sie habe im Landtag gegen Pflege und Erhalt von christlichem Brauchtum an den Schulen gestimmt.

Alle Jahre wieder…. kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch die leidige Diskussion über christliche Bräuche wie das Nikolausfest, den Martinsumzug oder die Sternsinger, die immer öfter ─ aus falsch verstandenem Toleranzdenken ─ in Frage gestellt werden, findet die Süd-Tiroler Freiheit,

Die STF hat daher einen Beschlussantrag im Landtag eingereicht, damit das traditionelle Brauchtum auch weiterhin an den Süd-Tiroler Schulen gepflegt werden kann.

„Die SVP hat diesen Antrag abgelehnt“, schreibt die STF in einer Aussendung.

Darin heißt es weiter:

Die Umbenennung der Martinsumzüge in „Laternenfeste“ hat in Süd-Tirol erst vor wenigen Wochen zu heftigen Kontroversen geführt und damit eine Diskussion entfacht, die in Deutschland und Österreich schon seit einigen Jahren ihr Unwesen treibt.

Unter dem Deckmantel einer vermeintlich politischen Korrektheit und eines falsch verstandenen Toleranzdenkens, wird die Verdrängung christlicher Bräuche und Symbole aus den Schulen und der Öffentlichkeit verlangt, weil die Gesellschaft ,bunter‘ geworden ist und man daher auf Einwanderer Rücksicht nehmen müsse.
Diese Forderung kommt jedoch in den allermeisten Fällen nicht etwa von den Einwanderern, sondern zuvörderst von links-grünen und anderweitig alternativen Gesinnungsgemeinschaften, die dem Irrglauben aufsitzen, dass die Geringschätzung der eigenen Kultur ein Zeichen von Toleranz und Weltoffenheit sei.

In Deutschland wurde beispielsweise von den Grünen die Forderung erhoben, auf das Aufstellen von Weihnachtsbäumen in der Öffentlichkeit zu verzichten, weil diese Tradition angeblich „nicht mehr zeitgemäß“ sei.
Auch Weihnachts- oder Christkindlmärkte werden neuerdings schon in ,Wintermärkt’ umbenannt, damit ,alle Bevölkerungsgruppen willkommen sind‘.
Selbst der Besuch des Heiligen Nikolaus in Kindergärten und Volksschulen entwickelt sich immer mehr zum Problemfall.

Als Folge dieser autoethnophoben Doktrin, welche die Pflege des traditionellen Brauchtums als reaktionär, diskriminierend und zuweilen fast schon rassistisch abstempelt, werden Eltern und Pädagogen verunsichert, sodass auf christliche Feste in Bildungseinrichtungen oft lieber ganz verzichtet wird, oder diese, wie im Falle der ,Laternenfeste‘, völlig neutralisiert werden.“

Mit einem Beschlussantrag im Landtag wollte die Süd-Tiroler Freiheit Eltern und Pädagogen unterstützen, denen die Pflege des christlichen Brauchtums ein Anliegen ist und hat daher folgende Punkte zur Abstimmung gebracht:

Der Süd-Tiroler Landtag spricht sich entschieden dagegen aus, dass traditionelles Brauchtum einem falsch verstandenen Toleranzdenken gegenüber Einwanderern geopfert oder verfälscht wird und unterstreicht die Bedeutung der Anerkennung der einheimischen Bräuche und Traditionen als Grundlage einer gelungenen Integration.

Der Süd-Tiroler Landtag spricht sich für den Erhalt und die Pflege des Brauchtums aus und fordert die Landesregierung daher auf, dafür Sorge zu tragen, dass traditionelle christliche Bräuche und Feste auch weiterhin an den Süd-Tiroler Bildungseinrichtungen (Kindergärten und Schulen) vermittelt und gefeiert werden können.“

Anstatt dieses wichtige Anliegen zu unterstützen, habe die SVP den Antrag im Landtag niedergestimmt und damit – so die STF – „unter Beweis gestellt, dass ihre Kultur und Brauchtum kein Anliegen mehr sind.“

Die Süd-Tiroler Freiheit verurteilt dieses „verantwortungslose Verhalten der SVP“ aufs Schärfste, denn die „Leugnung der kulturellen Identität“ sei „nicht Ausdruck von Weltoffenheit, sondern von Kulturlosigkeit“.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (15)

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  • mannik

    Lieber Herr Knoll, in Deutschland haben die Grünen in Düsseldorf 2016 – Sie beziehen sich sicher auf diesen Vorfall – den Vorschlag einer Bürgerinitiative aufgegriffen, der angeregt hatte keinen Baum zu fällen, um ihn vor dem Rathaus aufzustellen, sondern eine zu pflanzen! Erkennen Sie den Unterschied?

  • josef.t

    Nach unserem Gesetz heißt es „Religionsfreiheit“ und nicht Zwang !
    ((verantwortungslose Verhalten ?))
    In so manchen Diktaturen, wird Religion als Kultur proklamiert ?

    • franz

      josef.t
      Nach unserem Gesetz heißt es „Religionsfreiheit“ [..]
      Niemand hat das Gegenteil behauptet.
      Das heißt aber nicht, dass wir auf unsere Tradition unser Kultur bzw. unsere Gesetze auf Grund falscher Scheintoleranz andern Kulturen gegenüber darauf verzichten müssen. Niemand wird gezwungen zu uns zu kommen, sich an unsere Kultur unsere Religion bzw. unsere Gesetze anzupassen.
      Wer trotzdem zu uns kommt, hat sich an unsere Kultur unseren Gesetzen anzupassen so fern er sich zu integrieren bereit ist.. Wen das nicht passt, soll dort hin gehen wo er herkommt. bzw. dort wo Diktatur Religion und Gesetz mit den Koran und der Scharia “EINS“ sind )

  • sogeatsschungornet

    Auch zu meinen Volksschulzeiten haben wir bereits das Laternenfest am 11.11. gefeiert. Das war vor vier Jahrzehnten, obwohl wir damals noch keinen einzigen „Zuwanderer“ in der Schule hatten!

  • sepp

    ach mochts enk nix draus die SVP schoft nimma Long aloan in Südtirol und suscht isch insren leuten nimmer zu helfen wen sie sich no weiter diktieren lassen

    • owl

      Noch weniger möchte ich, dass uns ein Politiker auf billigstem populistischem Niveau „diktiert“ wie in einem Kindergarten ein Umzug (der noch nicht einmal an einem Martinstag stattgefunden hat) zu heißen hat.

      So weit kommt es noch…

  • franz

    Knoll hat recht
    Die Süd-Tiroler Freiheit verurteilt dieses „verantwortungslose Verhalten der SVP“ aufs Schärfste, denn die „Leugnung der kulturellen Identität“ sei „nicht Ausdruck von Weltoffenheit, sondern von Kulturlosigkeit“.
    Sie beweisen es immer wieder, wies Philipp Achammer den Vorschlag zurück in den Schulen eine Obergrenze von Kindern mit Migrationshintergrund einzuführen.
    Ähnlich wie bei den links grünen Postkommunisten des PD hat die unbegrenzte illegale Zuwanderung auch bei den SVP Vasallen des PD absolute Priorität.
    Weniger wichtig ist die Sicherheit unsere Bräuche unsere Kultur sowie dringend notwendige Investitionen, wie für Trinkwasserleitungen oder Schutzmaßnahmen, .“wie es zum Thema: grotesker-Zwang. hieß.
    http://www.tageszeitung.it/2017/12/04/grotesker-zwang/#comment-359632

  • checker

    Diese Umänderung der Namen ist definitiv Ausdruck von Unterwürfigkeit, Unselbstständigkeit und ganz und gar nicht Weltoffenheit, denn wer im Ausland und in der Welt gelebt hat (insgesamt 7 Jahre und 4 verschiedene Länder meine kleine Wenigkeit), der wird schnell merken, dass es keinem auf diesem Planeten auch nur ansatzweise einfallen würde, sich selber der Namen seiner Kultur zu entledigen. Kann man sich nur auf den Kopf greifen.

    • mannik

      Bei ca. 350 Kindergarten im Land, hat man in drei den Martinsumzug Laternenfest genannt (Weil der Umzug an einem andren Tag stattfand) und da behauptet jemand man verzichte auf die eigenen Traditionen? Man sei unterwürfig? Schon im Zusammenhang mit der praktiscjh gleichlautenden PM von Ulli Mair, wurde dieser Aspekt eigentlich geklärt. Bei Knoll, der Blender par excellence, ist das entweder nicht angekommen, oder er verkauft seine Fans für blöd,
      Es reicht ja schon der Hinweis auf die Geschichte mit dem Weihnachtsbaum in Deutschland, die er vollkommen verfälscht, um zu kapieren, dass ihm fakten am Allerwertesten vorbei gehen.

  • rota

    autoethnophoben Doktrin, welch komischer pseudowissenschaftlicher Begriff.
    Kann es sein das manche Eltern es einfach satt haben sich immer wieder vor Andersgläubigen für die Unarten und Untaten in der Katholischen Kirche zu vergleichen und zu rechtfertigen.

  • moosstattler

    Tzzz! – Nichts als populistische Stimmungmache! – In jeder Schule und jedem Kindergarten können diese Feste problemlos – so wie immer – abgehalten werden. Und da ist die SVP zu 100% dafür – das weiß mit Sicherheit auch Herr Knoll!

    • franz

      Die SVP- Philipp Achammer ist aber auch gegenden Vorschlag zurück in den Vorschlag in Schulen eine Obergrenze von Kindern mit Migrationshintergrund einzuführen sowie Flüchtlinge ( die kein Recht auf Asyl haben 96 % ) .in ihr Herkunftslan zurückzuschicken.
      Lieber bestraft man Geminden die nicht bereit sind Flüchtlinge ( 96 %Clandestini ) aufzunehmen mit Finanzkürzungen.
      Gegen den Willen der Bürger. .Im Stiel einer Diktatur.

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