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„Frische Alternative zur SVP“

Die Freiheitlichen werden 25. Obmann Andreas Leiter Reber über die Geburtstagsparty und den Wahlkampfauftakt.

Tageszeitung: Herr Leiter Reber, feiert HC Strache am 7. Dezember mit Ihnen und Ihrer Partei den 25. Geburtstag?

Andreas Leiter Reber: Er würde gerne kommen, aber das hängt von den Koalitionsverhandlungen ab. HC Strache konnte nicht fix zusagen, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass er kommt.

Der Geist der Geburtstagsparty?

Man kann inzwischen ganz klar sagen, dass die Freiheitlichen von der politischen Bühne in Südtirol nicht mehr wegzudenken sind. Wir haben anlässlich des Geburtstages Videobotschaften von Exponenten vieler Parteien eingeholt – vom Alt-LH bis zu Alessandro Urzí –, aus diesen Videos, die wir am Lahnerhof präsentieren werden, geht dies eindeutig hervor.

Wie ist es für Sie, der Sie erst seit kurzem im Amt sind, den 25. zu feiern?

Für mich ist dieser Geburtstag der Start einer erneuerten Partei. Wir haben in den letzten Monaten im Parteivorstand und in den Arbeitsgruppen über Inhalte diskutiert und Grundsatzpapiere erstellt. Wir wollen die Freiheitliche Partei nicht komplett umkrempeln, aber nach den Turbulenzen der letzten Jahre neu aufstellen. Die Geburtstagsfeier soll auch der Auftakt des Landtagswahlkampfes sein.

Das Ziel für 2018?

Mein Ziel ist es, dass die Partei als soziale Heimatpartei alle mit ins Boot nimmt, dass die Partei als frische Alternative zur SVP wahrgenommen wird und dass wir mit Inhalten und Kompetenzen überzeugen können. Frisch, frech, freiheitlich …

… dieser uralte Slogan …

… ist bei uns noch nicht abgeschrieben, im Gegenteil! Auch den Slogan Macht braucht Kontrolle, der etwas in den Hintergrund geraten ist, werden wir mit Inhalten füllen. Außerdem wollen wir mit unserer neuen Breite, mit interessanten Persönlichkeiten punkten – mit Florian von Ach, Otto Mahlknecht und Wolfgang Niederhofer, um nur drei zu nennen.

Wie stehen die Freiheitlichen derzeit da?

Gefestigt und motiviert, weil die Themen, für die wir oft kritisiert wurden, nun brandaktuell sind, beispielsweise die Einwanderung und der soziale Ausgleich. Wir sind eine Partei, die keiner einzelnen Lobby dient, sondern die dem Allgemeinwohl verpflichtet ist.

Was machen die Blauen bei den Parlamentswahlen?

Das ist noch nicht entschieden. Wir führen Gespräche …

… mit der Lega?

Mit der Lega, mit der BürgerUnion, mit der STF. Wir haben nur Vorgespräche geführt, aber man merkt, dass das SVP-Wahlgesetz bei der gesamten Opposition für Bauchschmerzen sorgt. Wir werden alles versuchen, um bei den Parlamentswahlen zu kandidieren, ob allein oder in Kombination.

Interview: Artur Oberhofer

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (12)

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  • einereiner

    Ich wünsche mir von jedem Kandidaten zur Landtagswahl ein klares Statement zum Rentenskandal.

  • andreas

    Die Freiheitlichen können nicht mal im Ansatz das liefern, was der Herr da propagiert, da ihr größtes Problem bis zu den Wahlen die internen Grabenkämpfe um einen Platz am Futtertrog sein wird.
    Er hat sich als männlicher Maier herausgestellt und will einen Platz an der Sonne, der mit der Million und 2 Renten wird es auch noch mal wissen wollen und die Marktschreierin wird auch nicht zurückstecken.

    Alles in allem wird es ein lustiger Wahlkrampf…sorry, ..kampf.

  • wollpertinger

    Die Strategie der SVP war ebenso perfid wie genial: Sie hat allen Landtagsabgeordneten eine Rentenvorauszahlung besorgt, und sie hat es bestens verstanden, die Verantwortung dafür auf die vollkommen machtlose Opposition abzuwälzen, während sich die SVP selbst ganz ungestört und ungeniert des für sie überlebensnotwendigen Geldsegens erfreut. Das sind die Tricks, die erfolgreiche Politiker ausmachen.

  • sepp

    es isch oanfoch des ban rentenskandal in die freiheitlichen zui zuschieben hatten jo gikennt die ondern a die pappen au tien wie grüne und wie sie olle hoassen

    • besserwisser

      Die sogenannten freiheitlichen waren wie alle empfänger die sonst zu jedem blödsinn eine presseaussendung machen aussergewöhnlich ruhig. Und sie haben das geld (so wie ich es auch getan haette) angenommen. Die chance besser oder anders zu sein, vielleicht sogar glaubwuerdig, sind samit fuer die nächsten 10 jahre dahin.
      Soweit die fakten.

  • franzkarl

    Soziale Heimatpartei klingt für mich nicht frisch, sondern wie eine alte Suppe, die dadurch, dass man sich an ihren schlechten Geschmack nicht mehr erinnert, auch nicht besser geworden ist. Im Übrigen: zeig mir wer Deine Freunde (und Finanziers) sind und ich sag Dir wer Du bist… schickt Putin keine Glückwünsche oder sogar Geld? Oder ist der gar kein Freund (mehr)?

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