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    Beschluss gegen den Wolf

    Foto: 123RF

    Das EU-Parlament hat einen Antrag von Herbert Dorfmann angenommen, der lokalen Ebenen mehr Kompetenzen im Wolfsmanagement einräumen soll.

    Das Plenum des Europäischen Parlaments hat am Mittwoch einen Entschließungsantrag zum Aktionsplan für Menschen, Natur und Wirtschaft angenommen, in dem es auch um die großen Beutegreifer wie dem Wolf geht.

    Der Südtiroler EU-Abgeordnete Herbert Dorfmann hat den Entschließungsantrag als Berichterstatter der Europäischen Volkspartei federführend ausgearbeitet, mit dem Ziel, lokalen Ebenen mehr Kompetenzen im Wolfsmanagement einzuräumen.

    „Diese Abstimmung ist ein Meilenstein in der Debatte um den Wolf im Europäischen Parlament. Zum ersten Mal hat eine Mehrheit der Abgeordneten anerkannt, dass der Schutz des Wolfes nicht absolut sein darf und die Entwicklung der ländlichen Räume, der lokalen Landwirtschaft und des Tourismus zumindest gleich wichtig sind“, sagt Dorfmann.

    Herbert Dorfmann

    Der Wolf ist – gleich wie der Braunbär – in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) als besonders schützenswerte Art eingestuft. „Vielerorts, auch in den Alpen, gibt es inzwischen aber stabile Wolfpopulationen und der Wolf ist in Europa keineswegs vom Aussterben bedroht. Deshalb soll der Schutz des Wolfes herabgestuft und den lokalen Gegebenheiten angepasst werden“, erklärt Herbert Dorfmann.

    Der SVP-Politiker betont aber auch, dass die Staaten bereits heute im Rahmen von Aktionsplänen die Wolfsbestände regulieren könnten, wenn sie zur Gefahr für den Menschen und für das biologische Gleichgewicht werden oder die Schäden in der Landwirtschaft nicht mehr tolerable Ausmaße annehmen. In Italien sei es auch nach jahrelangen Debatten nicht gelungen, einen solchen Plan zu genehmigen. Der Wolf genießt somit absoluten Schutz.

    „Der Rückkehr des Wolfes in den Alpenraum kann nicht einfach tatenlos zugeschaut werden. Es braucht die Zusammenarbeit aller politischen Ebenen, der EU, der Staaten und auch des Landes, um eine für alle akzeptable Lösung zu finden. Die heutige Abstimmung im Europäischen Parlament ist auf europäischer Ebene ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, meint Herbert Dorfmann.

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    Kommentare (5)

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    • diegon.

      Irgendwann (wahrscheinlich zu spät) werden wir bemerken, dass wir mit Monokulturen und überzüchteten Vieh nicht überleben werden….

    • thefirestarter

      Befreiung der Pensionsbeiträge für Neueinschreibungen von Jungbauern bis zum 40.Lebensjahr.
      Junge(!)Landwirte , welche ihre landw. Tätigkeit ab 01.01.18 bis 21.12.18 neu anmelden und das Alter von 40 Jahren nicht überschritten haben, werden von den oblig. Pensionsbeiträgen für die ersten 3 Jahre zu 100 % befreit. Für das 4.Jahr werden die Pensionsbeiträge auf 66% reduziert und 50 % für ein weiteres Jahr.

      Na super….
      vieleicht sollte man statt für die Wölfe, ein Jungbauern(innen)-Management einführen bevor sie sich zur sehr vermehren und zu viel Schäden am Pensionssystem verursachen.

    • yx

      bis vor etlichen Jahren, haben die Bauern überhauptnix für ihre Rente einbezahlt, und jetzt jammern sie, dass nicht viel für sie heraus schaut.
      Jetzt soll es wieder die Allgemeinheit stemmen, um den Bauernstand wieder zu bevorteilen.
      Ja was wollen diese noch alles „gratis“ erhalten.
      Überall Beiträge, und sie fühlen sich noch im vollen Recht, diese zu erhalten.

      • yannis

        ist wie in manchen Familien, der eine bekommt alles von den Eltern / Verwandschaft und der andere wenig bis nichts und trotzdem fühlt sich der Bevorteilte dauernd in Nachteil.
        Ergo die Bauern wurden von Politik so erzogen, bzw. verzogen und plärren jetzt wie ein Kind dem man seine EXTRA´s nicht mehr durch gehen lässt.

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