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    Nicolas Cage in Südtirol

    Nicolas Cage (Foto: LPA/Vivo Film)

    Das Land Südtirol bezuschusst neun Filme des dritten Calls, vier der Regisseure sind Südtiroler. Der Südtiroleffekt beläuft sich auf 2,5 Millionen Euro.

    Wenn dieser Tage in Neumarkt oder Girlan der bekannte Schauspieler Karl Markovics durch die Straßen geht oder im Frühling in Terlan oder Bozen Willem Dafoe oder gar Isabelle Huppert und Nicolas Cage gesichtet werden, dann ist Südtirol wieder mal Drehort für einen Kinofilm. Die Landesregierung hat nämlich am Dienstag den Projektvorschlägen der Filmförderungs-Kommission zugestimmt: Mit 1,314 Millionen Euro wird das Land Südtirol neun Filmprojekte mit Südtiroleffekt fördern.

    Die Voraussetzung für die Südtiroler Filmförderung ist, dass die Produktionen mindestens 150 Prozent der Fördersumme in Südtirol ausgeben – de facto sind es mittlerweile durchschnittlich 180 Prozent. Diese positiven Auswirkungen auf die Wertschöpfung im Lande zusätzlich zum Werbeeffekt für Südtirol nennt sich Südtiroleffekt und beträgt für diesen Call hochgerechnet 2,53 Millionen Euro.

    Filme, die in Südtirol gedreht werden, fördern einerseits den Bekanntheitsgrad Südtirols und sind damit wertvoll für das Tourismusmarketing. Primäres Ziel der Förderung ist es aber, der lokal heranwachsenden Filmwirtschaft einen Impuls zu geben. „Die Südtiroler Filmförderung hat dazu geführt, dass Südtirol mittlerweile über eine ansehnliche Zahl an Anbietern aus allen Bereichen der Filmproduktion verfügt“, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung der Landesregierung, „und dies macht unser Land als Filmstandort immer attraktiver.“

    Karl Markovics in einer Szene des Kinofilm „Der Geldmacher“ (Foto: IDM/ epo-film produktionsges.)

    Auf den dritten Call hin, wie der Einreichaufruf auch genannt wird, hatten sich eine Reihe Filmprojekte um eine Landesförderung beworben. Die Expertenkommission, die von IDM Südtirol eingesetzt wird, hat davon Anfang November neun Projekte zur Förderung empfohlen. Dieser Empfehlung hat die Landesregierung nun ihren Zuspruch erteilt.

    Vier von neun Regisseuren sind Südtiroler

    Für Südtirol wichtig sind vier Filmprojekte, bei denen Südtiroler Regie führen. Landeshauptmann Kompatscher bezeichnet dies als schönes Zeichen der Professionalisierung und der Entwicklung lokaler Talente. Dazu zählen die drei Regisseurinnen Maura Delpero, Karin Duregger und Evi Romen ebenso wie Reinhold Messner mit seinem dritten Bergdokumentarfilm „Cerro Torre“, bei dem es um die Erstbesteigung des geheimnisumwobenen Berges in Patagonien geht und der vorwiegend in Sulden gedreht wird.

    Ein herausragendes internationales Filmprojekt des bekannten US-amerikanischen Regisseurs Abel Ferrara heißt „Siberia“, für den Willem Dafoe und aller Voraussicht nach auch Isabelle Huppert und Nicolas Cage in Südtirol spielen werden. Der TV-Film „Der Geldmacher“, deren Drehtage in Südtirol in diesem November stattfinden, sieht Karl Markovics in der Hauptrolle vor.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (3)

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    • noxxer

      Hier wird wohl eher gefördert um einen bekannten Gesicht die Hand schütteln zu dürfen, den von Wertschöpfung kann hier nicht gesprochen werden.

      um die reale Wertschöpfung zu errechnen muss der Input mitgerechnet werden den es benötigt um die 1,314 mio. an Steuergelder zu erwirtschaftet, davon die 2,53 abgezogen…. das Ergebniss ist eine negative Wertschöpfung!

      Wertschöpfung = Gesamtleistung − Vorleistungen

      und zum Südtiroleffekt:
      Es sollte gezielter gefördert werden um einen Werbeeffekt zu haben, Serien bringen sicher mehr als solche Einzelprojekte wo der Betrachter ja nicht mitbekommt wo es gemacht wurde!

      Alles nur meine Meinung!

    • franzkarl

      Bei einem Verhältnis von 100% zu 180% haben wir auf den Gesamtumsatz immer noch eine Staatsquote von 60%. Für südtiroler Verhältnisse ist das eh noch wenig. Jenseits des ungesunden Mitmischens der öffentlichen Hand und Politik in jedem Lebens- und Wirtschaftsbereich, finde ich dieses Programm trotzdem immer wieder gut. Auch weil am Ende eh nicht so viel ausgegeben wird.

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