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    Zu wenig Kindergärtnerinnen

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    In den nächsten 15 Jahren werden in den Kindergärten etwa 1000 bis 1500 Stellen frei, vor allem aufgrund von Pensionierungen.

    Nachdem kürzlich die Entwicklung der Bevölkerung und der Erwerbspersonen und ganz allgemein die Situation des Landespersonals im Blickpunkt einer Untersuchung standen, hat die Beobachtungsstelle für den Arbeitsmarkt jetzt die Berufsgruppe der Kindergärntnerinnen genauer unter die Lupe genommen.

    An ihrem Beispiel wird deutlich, welche Folgen der demografische Wandel in den nächsten Jahren haben wird. „Über-55-jährige Kindergärtnerinnen waren früher die Ausnahme, bald sind sie Normalität. Im Jahr 2006 waren es 50, heuer schon 350, und in weniger als zehn Jahren werden es 700 sein“, zitiert Helmuth Sinn, Direktor der Abteilung Arbeit, aus der neuesten Ausgabe des Arbeitsmarkt News.

    Insgesamt werden in den Kindergärten in den nächsten 15 Jahren etwa 1000 bis 1500 Stellen frei, vor allem aufgrund von Pensionierungen.

    Damit diese Stellen nachbesetzt werden können, müssten 2,5 bis 3,5 Prozent aller Südtirolerinnen, die in den nächsten 15 Jahren 25 Jahre alt werden, diesen Beruf ergreifen. Derzeit arbeiten aber gerade zwei Prozent aller Frauen zwischen 20 und 65 Jahren im Kindergarten.

    Dazu kommt, dass es auch in anderen Wirtschaftssektoren und Berufen zunehmend schwierig wird, Personal zu finden und Kindergärten immer mehr mit anderen Sektoren um Arbeitskräfte konkurrieren. Der wichtigste konkurrierende Sektoren wird die Grundschule sein, die mit dem Kindergarten nicht nur den Schulkalender gemeinsam hat, sondern auch die universitäre Ausbildung als Voraussetzung für den Beruf.

    Nicht zu vergessen ist schließlich, dass auch die Alterung der Bevölkerung mit der daraus folgende Pflegebedarf der eigenen Verwandten auch dazu führen wird, dass die Kindergärten wie jeder andere Wirtschaftssektor nicht nur mit anderen Arbeitgebern, sondern auch mit den Familien konkurrieren müssen.

     

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    Kommentare (6)

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    • ahaa

      Die Frage ist doch wieviel wir fùr unsere Kinder und Bildung bezahlen und warum wir dann von auslàndischem Personal betreut werden.
      Keine Fachkràfte,nirgends!
      Die Bildungspolitik,Schulwesen hat jemmerlich versagt!
      Auser Bùrokraten hat es nicht vile gebracht.

    • music

      Zu wenig, Kindergärtnerinnen, zu wenig Lehrer … das wäre eigentlich bereits schon aufgrund der anstehenden Pensionierungen leicht vorhersehbar gewesen. Aber wir haben ja Politiker, die sich lieber um gemeinsames oder getrenntes Saunieren kümmern, als um geplante Zukunft und um brauchbare Konzepte.

    • robby

      Unser Bildungslandesrat ist mit seinem Führerschein und der Kündigung seiner Mitarbeiter beschäftigt, die Landesrätin für Gesundheit mit dem Wohlergehen der illegalen Einwanderer. Wer bitte soll sich also um diese Probleme kümmern?
      wir brauchen mehr Politiker ( Ironie aus).

    • rambo

      Ja was regt ihr euch auf, es heist ja immer nur die SVP kann regieren und die anderen können nichts.
      Aber das Beispiel zeigt wie unfähig die SVPD ist, im Schul und Kindergarten, Sanität und und und…….

    • rota

      War es nicht Sabina Kasslatter Mur, die noch in Amt und Ehren, den jungen Studienanfängern von einem pädagogischen Beruf abgeraten hat weil alle Kapazitäten voll ausgelastet gewesen wären.

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