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    „Positive Stimmung“

    Die Konsumenten bleiben zuversichtlich, sowohl im Bezug auf die Entwicklung der Südtiroler Wirtschaft als auch was die finanzielle Lage der eigenen Familien betrifft.

    Das WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen hat im Oktober das Konsumklima in Südtirol erhoben. Der entsprechende Index beläuft sich auf +11,0 Punkte und ist im Vergleich zur vorherigen Erhebung im Juli nahezu unverändert. Die Konsumenten und Konsumentinnen bleiben zuversichtlich, sowohl im Bezug auf die Entwicklung der Südtiroler Wirtschaft als auch was die finanzielle Lage der eigenen Familien betrifft.

    Die vierteljährliche Konsumentenbefragung des WIFO bestätigt das gute Konsumklima in Südtirol. Im Oktober erreichte der entsprechende Index +11,0 Punkte. Dieser positive Wert bedeutet, dass es in Südtirol mehr Optimisten als Pessimisten gibt, was die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung betrifft.

    Im Vergleich zur vorherigen Erhebung im Juli ist der Konsumklimaindex um 0,7 Punkte angestiegen. Die Konsument/innen sind bezüglich der allgemeinen Entwicklung der Wirtschaft und der Beschäftigung in Südtirol etwas zuversichtlicher geworden, die Prognosen zu den eigenen Sparmöglichkeiten haben sich hingegen leicht verschlechtert. Dies kann vor allem auf die Steigerung der Inflation zurückgeführt werden: Das Preisniveau in Südtirol hat in den letzten zwölf Monaten um 2,4 Prozent zugenommen.

    Auch auf Staatsebene gibt es positive Signale, was die Konsumentenstimmung betrifft: Der Konsumklimaindex für Italien bleibt zwar noch im negativen Bereich, hat sich aber von -14,8 Punkten im Juli auf -6,8 Punkte im Oktober deutlich gebessert. Grund dafür sind der kräftigere Aufschwung der italienischen Wirtschaft in den letzten Monaten sowie die verbesserten Wachstumsprognosen der Ökonomen für das laufende und das kommende Jahr.

    Das Konsumklima in Südtirol bleibt nicht nur im italienischen, sondern auch im internationalen Vergleich überdurchschnittlich: Der Index lag im Oktober bei +4,0 Punkten in Deutschland und bei +8,4 Punkten in Österreich, während der Durchschnittswert für die gesamte Europäische Union -2,5 Punkte beträgt.

    Handelskammerpräsident Michl Ebner ist über das gute Konsumklima erfreut: „Die positive Stimmung der Konsumenten und Konsumentinnen bestätigt die günstige Entwicklung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in Südtirol. Die Leute blicken zuversichtlich auf die wirtschaftliche Zukunft des Landes und dieser Optimismus wird die Konjunktur weiter stärken.“

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    Kommentare (3)

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    • vogel

      Nach dieser Märchenstunde würde mich nur noch intetessieren, wo die Inflationsanpassung bei den Löhnen bleibt.

    • franz

      Wahlpropaganda von Ebner SVP/PD die Realität ist eine andere.
      La Commissione Europea preannuncia una lettera sui conti italiani: una nuova tempesta di tasse?
      http://www.liberoquotidiano.it/news/economia/13278106/commissione-europea-lettera-conti-italia.html

    • franz

      Den sogenannten Maastricht-Kriterien zufolge darf etwa die Neuverschuldung drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nicht übersteigen, die Gesamtverschuldung darf maximal 60 Prozent des BIP betragen. Einzelnen Ländern können zudem weitere Vorgaben gemacht werden, um längerfristig etwa die Gesamtverschuldung zu senken.
      Zweithöchste Schuldenquote nach Griechenland
      Italiens Regierung hatte unlängst bekannt gegeben, beim Abbau der Neuverschuldung voraussichtlich nicht so schnell voran zu kommen, wie gedacht. Das Defizit soll demnach von 2,1 Prozent in diesem Jahr auf 1,6 Prozent im kommenden Jahr sinken. Ursprünglich war die Regierung von 1,2 Prozent ausgegangen. Das Land weist nach Griechenland die höchste Schuldenquote – also das Verhältnis der Staatsschulden zur Wirtschaftsleistung – in Europa auf. Die EU-Kommission erwartet dort für 2017 eine Schuldenquote von 132,1 Prozent, für 2018 von 130,8 Prozent.
      Spätestens im Frühjahr 2018 wird in Italien gewählt. Derzeit liegt der Movimento Cinque Stelle in Umfragen vor dem Partito Democratico.

      dpa

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