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    Neue Verbrennungsanlage

    Das Rendering

    Die Eco Energy in Kurtatsch plant neben dem aktuellen Betriebsgebäude eine neue Anlage zur thermischen Behandlung von Abfällen zu errichten. 

    von Lisi Lang

    „Die Dimensionen dieses Projekts ähneln dem Verbrennungsofen in Bozen – für unsere Verhältnisse hat dieses Projekt gigantische Ausmaße“, schüttelt der Bürgermeister von Kurtatsch den Kopf. Am Donnerstagabend informierte Bürgermeister Martin Fischer seine Gemeinderäte über dieses Großprojekt, welches die Betreiber der Eco Energy eingereicht haben und derzeit beim Amt für Umweltverträglichkeitsprüfung aufliegt. „Der Betreiber hat seinen Antrag deponiert und nun wird eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen. In diesem Zusammenhang wurden wir kontaktiert, dass wir als Gemeinde eine Stellungnahme abgeben“, erklärt der Bürgermeister von Kurtatsch.

    Ersten Informationen zufolge handelt es sich aber nicht um einen Verbrennungsofen, wie jenen in Bozen: „Der anfallende Industriemüll, der nicht im Verbrennungsofen von Bozen verbrannt werden kann, soll in dieser Anlage separat verbrannt oder vergast werden“, so der Bürgermeister über die Informationen, die ihm bisher vorliegen.

    Konkret soll es sich um eine neue Anlage zur thermischen Behandlung von Abfällen handeln. Ziel ist dabei die Erzeugung elektrischer Energie gemäß der Technologie der indirekten Verbrennung des eingeführten Materials sowie die Verglasung der Asche. „Diese Firma hat sich bereits jetzt auf Mülltransporte spezialisiert. Schon seit vielen Jahren sammeln sie Industriemüll in Italien und liefern diesen dann nach Deutschland. Jetzt will man diesen Müll in Kurtatsch direkt verbrennen und Energie und Wärme erzeugen“, so der Bürgermeister von Kurtatsch.

    „Diese Verbrennungsanlage wird sicher so hoch wie jene in Bozen und enorme Auswirkungen mit sich bringen“, sagt auch Heidi Peer von der Bürgerliste Kurtatsch. Es sei abzusehen, dass nicht nur die Gesundheit der Bürger gefährdet wird sondern auch Tourismus und Landwirtschaft unter den Auswirkungen leiden. „Der Betreiber will diese Anlage neben dem bisherigen Betriebsgebäude auf einem drei Hektar großen Grundstück errichten“, ergänzt Heidi Peer.

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    Kommentare (5)

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    • yannis

      Müll-Tourismus ein sehr einträgliches Geschäft, für die Betreiber sowieso und für die Regionen in denen der Dreck anfällt noch mehr, “ aus den Augen, aus den Sinn“ die Schadstoffe dürfen / müssen dann von denen geschluckt werden die bei diesen Dreck NICHT Primärverursacher sind.

      • andreas

        Was spricht dagegen, außer dass man eine Anlage auslastet und Geld damit verdient?
        Die Abgase werden gefiltert, du hast aber anscheinend trotzdem welche abbekommen, wie sonst kann man so einen Blödsinn schreiben?

        • mannig

          Ja glaubst wohl alles, was dir die Wirschaft vorkaut?
          Nach den Filtern ist die Luft sauber, Glyphosat ist nicht schädlich, Impfen ist sicher, ….
          Darf man, um „mehr“ Geld zu verdienen die Gesundheit eines ganzen Tals aufs Spiel setzten?

    • sepp

      die unterlandler o borm mir nett sie hoben jo den super landtagsobgeordneten schiefer
      und das die ganzen obgas gefiltert weren brauch mir koano do zähl

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