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    Die Personal-Millionen

    Gemeinsam mit Generaldirektor Staffler und Personalchef Matzneller hat Landesrätin Deeg Daten und Fakten zum Landespersonal vorgestellt

    In der Landesverwaltung sind über 20.000 Menschen beschäftigt. Landesrätin Deeg hat am Freitag Zahlen und Fakten zum größten Arbeitgeber Südtirols vorgelegt. Für das Jahr 2017 muss das Personalbudget um 63,9 Millionen Euro aufgestockt werden. 

    „Die Bürgerinnen und Bürger sind mit den Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung im Großen und Ganzen zufrieden“, stellte Landesrätin Waltraud Deeg fest und berief sich dabei auf die ASTAT-Studie von 2015. Am Freitag hat die Verwaltungs- und Personallandesrätin gemeinsam mit Generaldirektor Hanspeter Staffler und Personalabteilungsdirektor Albrecht Matzneller Daten zum Personal der Landesverwaltung vorgestellt.

    Generaldirektor Hanspeter Staffler legte bei der Präsentation im Landtag zahlreiche Zahlen und Fakten zur Personalsituation in der Südtiroler Landesverwaltung dar. Ende Dezember 2016 umfasste die Landesverwaltung demnach insgesamt 18.156 Vollzeitäquivalente, welche sich auf 21.250 Mitarbeitende verteilen. Davon fallen 7.857 Vollzeitäquivalente auf Lehrperson an Grund-, Mittel- und Oberschulen,  6.469 auf andere Bildungssektoren (Kindergarten, Berufsschulen, etc.). Die Körperschaften des Landes, im Straßendienst und im Landesforstkorps zählen insgesamt 1.361 Vollzeitäquivalente. Somit verbleiben in der Landesverwaltung im engeren Sinne 2.448 Vollzeitstellen.

    Hanspeter Staffler

    Bereits seit einigen Jahren sei die Zahl der Mitarbeitenden rückläufig, gleichzeitig würden die Bildungsanforderungen ansteigen, wurde heute betont. „Der Trend geht immer stärker in Richtung einer höheren Qualifikation. Vor allem aufgrund der Komplexität der Materie steigt der Anteil an Mitarbeitenden in der 8. Funktionsebene, sprich mit einem Hochschulabschluss, stetig an“, fasste Staffler die Daten zusammen. Finanziell schlage dies natürlich ebenfalls zu Buche, berichtete der Generaldirektor, indem die Ausgaben für das Personal anstiegen: Für das Jahr 2017 wird von einem Plus von 63,9 Millionen ausgegangen, worin auch Rückstände von vorhergehenden Jahren enthalten sind. Für das kommende Jahr werde mit einem Zuwachs von 22,2 Millionen zu rechnen sein. Damit belaufen sich die Ausgaben für das Personal im Jahr 2017 auf 1,117 Milliarden, im Jahr 2018 werden es 1,140 Milliarden Euro sein. Begründet werden könne dies mit mehreren Faktoren: So sei der Mehrbedarf durch die Zunahme der höheren Funktionsebenen, durch die Übernahme weiterer Kompetenzen vom Staat und durch die wirtschaftliche Entwicklung begründet, ebenso sei die Aufstockung der Stellen und die Folgekosten des Bereichsübergreifenden Kollektivvertrages (BÜKV) von Bedeutung. Dieser sieht unter anderem Investitionen in die Zusatzrente sowie in den Gesundheitsfonds „SaniPro“ vor.

    „Vor allem im Bildungsbereich war es uns sehr wichtig, keine Stellen abzubauen. Dies gilt auch weiterhin“, betonte Landesrätin Deeg. Reduzierungen werde es nur dann geben, wenn die allgemeine Anzahl der Schüler rückläufig sei, sicherte sie zu. Die Personallandesrätin wies zudem darauf hin, dass die Landesregierung bestrebt sei, in bedeutenden Bereichen weiterhin Stellen zu schaffen.

    Der Direktor der Abteilung Personal, Albrecht Matzneller, verwies auf die umfangreiche Tätigkeit der Personalabteilung hin, etwa im Bereich der Abfertigung oder der termingerechte Berechnung von rund 24.200 Lohnstreifen im Monat.

    Angesprochen wurden zudem die Umstellung der IT, welche eine noch bessere Vernetzung innerhalb der Landesverwaltung wemöglichen solle, sowie die anstehenden Herausforderungen für die Verwaltung, welche Landesrätin Deeg folgendermaßen zusammenfasste: „Das Age-Management, die Absicherung der Mitarbeiter mit einer prekären Arbeitssituation sowie der Mangel an Fachkräften: Diese drei großen Themen werden uns auch künftig beschäftigen und gute Lösungen erfordern. Ich bin mir jedoch sicher, dass dies vor allem aufgrund der fähigen und motivierten Menschen, die innerhalb der Landesverwaltung arbeiten, machbar ist und unsere Verwaltung weiter voranbringen wird.“

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