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    Start der Tagesrandflüge

    Seit Montag sind Rettungsflüge von 06.00 bis 22.00 Uhr möglich. LH Kompatscher und LRin Stocker bedankten sich bei den Rettungsorganisationen für ihren Einsatz.

    Bisher starteten Rettungsflüge frühestens eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang, eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang war Schluss. Seit Montag sind sie von 06.00 früh bis 22.00 Uhr am Abend möglich. Landeshauptmann Arno Kompatscher und Gesundheitslandesrätin Martha Stocker nahmen dies zum Anlass, um sich bei den den Rettungsorganisationen für ihren Einsatz zu bedanken.

    „In Südtirol gibt es seit 1986 die Flugrettung, seither haben sich sowohl der Rettungsdienst als auch die Medizin an sich stark weiterentwickelt“, sagte Kompatscher bei einer Veranstaltung mit Vertretern der Rettungsorganisationen am Abend in Bozen. „Was die Qualität unseres Dienstes betrifft, müssen wir keinen Vergleich scheuen“, fuhr er fort.

    Nach der Einführung der einheitlichen Notrufnummer 112 vor wenigen Wochen sei die Inbetriebnahme der Tagesrandflüge ein nächster wichtiger Schritt für die Versorgung der Südtiroler.

    „Es war wichtig, diesen zusätzlichen Dienst einzurichten“, sagte auch Landesrätin Stocker. Südtirol werde so noch ein bisschen sicherer.

    Die Ausdehnung der Zeiten für die Flugrettung sei besonders wichtig für den Gesundheitsschutz, vor allem während der Rushhour, könne jetzt ein schnellerer Transport der Patienten ins Krankenhaus gewährleistet werden. Auch für den Transport in spezialisierte Kliniken sei der Hubschrauber oft wichtig.

    „Auf dem Boden dauert der Transport von Bozen nach Innsbruck 95 Minuten, in der Luft nur 30, und der Transport von Bozen nach Padua verkürzt sich von 157 Minuten auf 45“, rechnete Stocker vor.

    Damit diese schnelle Verbindung nun auch bei Dunkelheit gewährleistet werden kann, wurden die Hubschrauber mit Nachtsichtgeräten ausgestattet. „Das Gerät verstärkt das Restlicht bis zu 50.000 Mal, der Pilot sieht die Umgebung in Grüntönen. So kann man auch Hindernisse erkennen“, erklärte Karl Messner, seit gut 20 Jahren Pilot und bei der Betreibergesellschaft Babcock Italia beschäftigt.

    „Wir bedanken uns bei allen, die den Rettungsdienst in Südtirol auf- und ausgebaut haben“, sagten Kompatscher und Stocker und nannten die Landesflugrettung, den Aiut Alpin, das Weiße und das Rote Kreuz, die Berufsfeuerwehr und den Landesfeuerwehrverband, die Berg- und Wasserrettung, die Agentur für Zivilschutz und die Leiter der Rettungsbasen in Bozen und Brixen.

    Bei den Vertretern des Südtiroler Sanitätsbetriebs und der Flugsicherungsbehörde Enac bedankten sie sich für die gute Zusammenarbeit, bei Heli-Direktor Ivo Bonamico und Raffael Kostner vom Aiut Alpin zudem auch für viele hervorragende Einsätze und für wichtige Anstöße zu diesem Projekt.

    In Südtirol gibt es die organisierte Flugrettung seit 1986, 2010 wurde der Verein „HELI – Flugrettung Südtirol“ gegründet, seit 1992 ist Babcock Italia Partner und Betreibergesellschaft der Flugrettung in Südtirol.

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    Kommentare (5)

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    • wermter

      Um Kinder zu retten, deren Krankheitsbild sich schnell extrem verschlechtern kann, muss ein 24-Stunden-Helikopterdienst zur Verfuegung stehen, um sie jederzeit nach Innsbruck, Padua/Verona zu den Suedtiror Referenzunikliniken bringen zu koennen. .So ein Flugeraet steht auf dem Bozener Flugplatz bereit. Ein medizinischer Hubschrauber des italienischen Heeres, der nicht nur nachts sondern auch bei extremen Wetterbedingungen schwerst kranke Kinder ueber Alpengipfel fliegen kann. Dazu koennen wohl auch die Rettungshubschrauber aus der Schweiz (Rega) und aus dem Trentino (Feuerwehr) nachts in Suedtirol fliegen. In Norddeutschland funktioniert so ein 24-Std.-Versorgungsmodell, was suedtiroler Zutaten beinhaltet. Allerdings muss man ehrlich sein, dass es auf dem platten Land einfacher ist, obwohl die Sichtverhaeltnisse meist wegen Dunst und Nebel meist schlechter sind. Hier ein Kongressposter zum Thema auf einem weltweiten medizinischen Kongress: https://www.mh-hannover.de/fileadmin/sonderbereiche/bmbf_angeborene_herzfehler/downloads/2b_isf_granada_red_epls_2008.pdf . In der Wissenschaft gibt es inzwischen einen Ausdruck, wenn Abteilungen und Einrichtungen nicht miteinander arbeiten: Departemental Tribalism, was man etwas mit Stammesmaessigem Abteilungsdenken uebersetzen koennte

    • franz

      Seit Montag sind Rettungsflüge von 06.00 bis 22.00 Uhr möglich. LH Kompatscher und LRin Stocker bedankten sich bei den Rettungsorganisationen für ihren Einsatz. […]
      Das ist gut, wünschenswert wäre auch, dass bezüglich Notrufnummer 112 Probleme in Zukunft beseitigt werden,wie sich im Fall des Brandes in Nals gezeigt hat.
      Wie bereits zum Thema: “brand-im-eisacktal“ von mir und den User “yx “
      geschrieben
      http://www.tageszeitung.it/2017/11/04/brand-im-eisacktal/
      Was Herr Ernst Fop vom Landesnotruf auf “rai südtirol “ am 04.11.2017 20:00 ist unbefriedigend und zum Teil ein Schwachsinn, wenn Herr Fop darauf hinweist man sollte doch die Smartphone & App verwenden.
      Nicht jeder hat ein Smartphone mit App Herr Fop.

    • franz

      Seit Montag sind Rettungsflüge von 06.00 bis 22.00 Uhr möglich. LH Kompatscher und LRin Stocker bedankten sich bei den Rettungsorganisationen für ihren Einsatz. […]
      Voraussetzung, dass diese Rettungsflüge funktionieren ist eine funktionierende Notrufzentrale.
      Leider gibt es anscheinend bezüglich Notrufnummer 112 noch Probleme welche in Zukunft beseitigt werden müssen., wie sich im Fall des Brandes in Nals gezeigt hat.
      Wie bereits zum Thema: “brand-im-eisacktal“ von mir und den User “yx “
      geschrieben
      http://www.tageszeitung.it/2017/11/04/brand-im-eisacktal/
      Was Herr Ernst Fop vom Landesnotruf auf “rai südtirol “ am 04.11.2017 20:00 ist unbefriedigend und zum Teil ein Schwachsinn, wenn Herr Fop darauf hinweist man sollte doch die Smartphone & App verwenden.
      Nicht jeder hat ein Smartphone mit App Herr Fop.
      Schließlich ist das ganze kein Spiel, hier geht es um Menschenleben.

    • goggile

      ich finde dass solch pràsentationen die flugrettungschefs selber machen sollten und sich NICHT Politiker die làngst nicht mehr dem wàhlerwillen wiederspiegeln profilieren

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