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    Heiße Erotikmesse

    Eine Zigarette war höchstwahrscheinlich der Auslöser für den Brand im Lananer Tanzlokal Exclusiv vom Freitag. Indes sind Handwerker bereits mit den Reparaturarbeiten beschäftigt, damit die Erotikmesse „exsex“ wie geplant stattfinden kann.

    von Karin Gamper

    Drei Tage nach dem verheerenden Brand in seinem Tanzlokal sitzt Exclusiv-Betreiber Georg Sanin an einem einfachen Holztisch vor dem Haupteingang und telefoniert mit einem Lieferanten. Es riecht nach Verbranntem. Im Inneren der Diskothek sind die Wände verrußt, die Schall- und Lichtanlage ist dahingeschmolzen, ansonsten ist alles halbwegs intakt. Die Lounge wurde überhaupt nicht in Mitleidenschaft gezogen. Anders die Situation auf der Rückseite des Gebäudes, wo der Brand am vergangenen Freitagnachmittag ausgebrochen ist: hier hat das Feuer der Fassade und dem Imbissbereich arg zugesetzt.

    Als Georg Sanin fertig telefoniert hat, seufzt er: „Da ist jetzt einiges zu tun, aber wir bekommen das schon wieder hin“. Vom Schrecken hat sich der Exclusiv-Chef inzwischen gefangen. Die ersten Handwerker sind seit gestern früh damit beschäftigt, das Dach zu reparieren. In den nächsten Tagen werden die weiteren Arbeiten in Angriff genommen. Am Dringendsten ist die Erneuerung der Stromkabel. Fix ist, dass die Erotikmesse „exsex“ wie geplant am Wochenende vom 11.-13. November stattfinden wird. „Das Programm steht bereits, die Werbung an den Bushaltestellen und in einigen italienischen Provinzen läuft in diesen Tagen an und wir ziehen das jetzt durch“, sagt Sanin entschlossen. Bis das Tanzlokal auf Vordermann gebracht ist, bleibt es geschlossen.

    Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch. Mittlerweile scheint allerdings festzustehen, dass das Feuer durch eine achtlos weggeworfene Zigarette in Kombination mit den heftigen Windstößen vom Freitagnachmittag ausgelöst wurde. Der Brand ist in einer Ecke auf der Rückseite des Tanzlokals ausgebrochen, wo Karton und Holzpellets gelagert waren.

    Brandstiftung kann mittlerweile ausgeschlossen werden. „Die Carabinieri haben die Videoaufzeichnungen ausgewertet, und es ist darauf ganz klar ersichtlich, dass sich niemand auf dem Gelände befand“, so Sanin. Auch Benzin- oder Gasspuren wurden keine festgestellt.

    Für Sanin steht fest: ein größerer Schaden konnte nur dank des raschen Einsatzes der Rettungskräfte und deren schnelle Alarmierung durch den Nachbarn Gerhard Stricker verhindert werden. Der Disko-Betreiber bedankt sich daher bei den Freiwilligen Feuerwehren von Lana, Tscherms, Burgstall, Vöran und Meran, bei der Berufsfeuerwehr Bozen, bei den Carabinieri, der Gemeindepolizei und dem Weißen Kreuz von Lana für ihren Einsatz sowie bei den Journalisten für die korrekte Berichterstattung.

     

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