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    „Keine Gefahr“

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    Die Landesräte Schuler und Stocker über Pflanzenschutzmittel: „Die privaten und amtlichen Erhebungen über Giftstoffe im öffentlichen Raum decken sich. Keine Gefahr für Kinder und Erwachsene.“

    „Was die Pestizidbelastung im öffentlichen Raum angeht, so entsprechen die Ergebnisse der vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Auftrag gegebenen Untersuchungen jenen der Sektion Umweltmedizin des Südtiroler Sanitätsbetriebes, die bei ihren Probeentnahmen und deren Untersuchung amtlich gesicherte Verfahren anwendet.“

    Arnold Schuler

    Mit dieser Feststellung antworten Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler und Gesundheitslandesrätin Martha Stocker auf ein Schreiben der Umweltschutzgruppe Vinschgau. In ihrem Antwortschreiben stützen sich die beiden Regierungsmitglieder auf die Analysen der Sektion Umweltmedizin.

    Aus den Daten gehe hervor, dass mit Sicherheit weder Erwachsene noch Kinder über das Gras soviel Giftstoffe aufnehmen können, dass die Unbedenklichkeitsgrenze überschritten werde, wie der Chef-Umweltmediziner im Sanitätsbetrieb, Lino Wegher, in seiner Analyse darlegt.

    Dabei sei zu berücksichtigen, dass der ADI-Wert (also die Menge einer täglichen Aufnahme, die für den Menschen als unbedenklich gilt) bei einer ständigen Exposition berechnet werde, Pflanzenschutzmittelrückstände hingegen meist nur in der Zeit der Ausbringung vorkommen.

    „Bezogen auf den in Rabland nachgewiesenen Penconazol-Höchstwert müsste beispielsweise also ein Kind mit 30 Kilogramm Körpergewicht im Jahr mindestens 14 Kilo Gras pro Tag zu sich nehmen, um den ADI-Wert, der an und für sich noch unbedenklich ist, zu erreichen“, erklärt der Umweltmediziner.

    Martha Stocker

    Wegher erinnert auch daran, dass die Proben Ende Mai entnommen wurden, also in einem Zeitraum, in dem in der Landwirtschaft Pflanzenschutzbehandlungen vorgenommen werden, und trotzdem 39 – also 55 Prozent – der insgesamt 71 Probenahmen frei von Pflanzenschutzmittelrückständen waren. In drei der restlichen 32 Proben wurde lediglich das Desinfektionsmittel Benzalkoniumchlorid nachgewiesen. In einer einzigen Probe wurde 2-Phenylphenol gefunden.

    „Es handelt sich hierbei um ein Konservierungsmittel, also kein Pflanzenschutzmittel“, erklärt der Umweltmediziner.  Den hohen Wert des Wirkstoffes Cypermethrin in einer Probe – dessen nachgewiesene Menge in etwa gleich hoch ist, wie die der anderen Rückstände zusammen – führt er auf eine Aktion zur Bekämpfung der Tigermücke zurück. Dabei sei ein frei verkäufliches Mittel zum Einsatz gekommen, das nicht zu den in der Landwirtschaft eingesetzten Pflanzenschutzmitteln zählt.

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    Kommentare (10)

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    • sepp

      wer glaubt schun an Politiker obans sie reden ols schien donoch kemm olm ondre sochen aussa

    • ahaa

      Das sind wohl die Werte die sie in Auftrag gegeben haben zu pràsentieren!Mehr nicht!
      Das Wasser aus der Ahr ist ja auch Trinkwasserqualitàt.Nur das Hunde die Kacke davon bekommen.
      Ich wùrde begrùssen wenn diese Politiker ein Glas davon trinken!
      Bald wird das Wasser von Flaschen gekauft werden mùssen!
      Dann wisst ihr was,wer billig ist!
      Das ist in anderen Làndern schon normal.Warum nicht auch hier? 😉

    • morgenstern

      Die wären ja ganz schön dumm wenn sie das Gegenteil behaupten würden.

    • florianegger

      Kaum zu glauben, daß Bauern ihren eigenen Arbeitsplatz, Grund und Boden vergiften. Andere werden es schon besser wissen.

    • wollpertinger

      Bei aller Kritik am Pestizideinsatz in der Landwirtschaft darf man nicht vergessen, dass Hobbygärtner oft viel rücksichtloser spritzen, weil sie im Gegensatz zum Bauern keine Ahnung von der Gefährlichkeit der Mittel haben.

      • yannis

        @wollpertinger,
        diesen Unsinn glaubt Dir sicher niemand, weil die Hobbygärtner die Gifte die in der heiligen Landwirtschaft eingesetzt werden nicht in 20 Liter Kanistern wie Landwirtschtschaft, GAR nicht erst erwerben können.
        Außerdem denkt man als Hobyygärtner über das eigne ESSEN wirklich nach, während es den Grossproduzenten schnurz ist was er dem Verbraucher / Konsument auftischt

      • yannis

        Und noch was, wenn Deine Ausage zutreffen sollten, müssten die Hobbygärtner das Zeugs schon Eimerweise verschütten bis sie nur annähernd die MENGEN der Umwelt zugemutet hätten wie die heiligen Äpfel-Pantscher es erreichen.

    • yx

      Sogar mancher Weinbauer hält nicht mal die Karenzzeit vor der Weinlese ein, und dann will uns der Landesrat sagen, dass da keine Rückstände drinnen sind.
      Logischredet er so, denn er wird doch nicht selber in die Suppe spucken, aus der er ißt.
      Er hat ja selber ca. 12 Hecktar Obstkultur, und da spritzt er sicherlich „nur“ Wasser auf die Äpfel.
      Wer glaubt wird seelig.

    • ahaa

      Das Obst das der Bauer ist spritzt er nicht!Oder nur wenige!
      Ich kenne viele Bauern und alle haben private Kartoffeln!

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