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    Der Museums-Report

    Im Laufe des Jahres 2016 haben über 2,1 Millionen Personen ein Museum besucht. Bei 28 Prozent handelte es sich um freie Eintritte.

    Im Jahr 2016 beteiligten sich 98 Museen in Südtirol an der ASTAT-Erhebung. Sie werden vorwiegend von privaten Einrichtungen oder Privatpersonen geführt (43,9%), gefolgt von den Gemeinden (27,6%), der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol (11,2%), kirchlichen Einrichtungen (6,1%), anderen öffentlichen Körperschaften (5,1%) sowie anderen Körperschaften (6,1%). Das Land und die Gemeinden sind Rechtsträger von rund einem Drittel aller in Südtirol angesiedelten Museen.

    Die Analyse nach Museumsart ergibt, dass die kulturgeschichtlichen Spezialmuseen (22) am weitesten verbreitet sind, gefolgt von den Kunst- und Kunstgewerbemuseen (18). Weit verbreitet sind auch die volkskundlichen und landwirtschaftlichen Museen (14) und die Burg- und Schlossmuseen (10).

    Die Entstehungsgeschichte der Museen in Südtirol hat frühe Anfänge: Die Eröffnung des ältesten Museums im Lande, der Landesfürstlichen Burg in Meran, geht auf das Jahr 1880 zurück.

    Im Laufe des Jahres 2016 haben 2.104.922 Personen ein Museum besucht; bei 27,9% davon handelte es sich um Besichtigungen mit freiem Eintritt. Im Jahr 2016 konnten die Kunst- und Kunstgewerbemuseen die meisten Besucher anlocken (insgesamt 559.163, davon 288.727 zahlende Besucher und 270.436 freie Eintritte). Dahinter folgen die Kulturgeschichtlichen Spezialmuseen mit 531.540 Besuchern (339.342 zahlende Besucher und 192.198 freie Eintritte).

    Die durchschnittliche Ausstellungsfläche der Museen in Südtirol beträgt 1.970 m2. Davon befinden sich 56,0% im Freien.

    77,0% des gesamten Museumsbestandes werden dauerhaft ausgestellt, die restlichen 23,0% sind Depotbestände, die im Hinblick auf künftige Ausstellungen oder wegen Restaurierungsarbeiten gelagert wer- den und demnach nicht zugänglich sind.

    In den letzten fünf Jahren wurden 54,1% der Museumsbestände für wissenschaftliche Zwecke verwendet. Im Laufe des Jahres 2016 haben 369 Wissenschaftler zu Forschungszwecken darauf zurückgegriffen und insgesamt 262 Publikationen veröffentlicht. Weiters haben 265 Lehrpersonen und 1.514 Schüler und Studenten den für wissenschaftliche Tätigkeiten verfügbaren Bestand genutzt.

    Im Jahr 2016 haben Südtirols Museen insgesamt 300 Ausstellungen angeboten. Außerdem konnten sie eine reichhaltige Produktion aufweisen: 166 Verlagswerke wie Bücher, Kataloge und Ähnliches, 36 digitale Datenträger mit Informationscharakter (Videokassetten, CDs, DVDs), 1.201 Prospekte und Faltblätter sowie 779 Souvenirs, Ansichtskarten und anderes.

    Die Museen in Südtirol bieten ihren Besuchern eine Reihe von Diensten, welche die Besichtigung bereichern und erleichtern. Diese reichen von der Einrichtung multimedialer Arbeitsplätze für die Besucher über Bars und interne Restaurants sowie reservierte Parkplätze und behindertengerechte Zugänge bis hin zu verschiedenen anderen Dienstleistungen. 89,8% der Museen bieten den Besuchern Führungen an, während 19,4% ausschließlich im Rahmen von Führungen besichtigt werden dürfen.

    Die Museen finanzieren sich zu 33,0% über öffentliche Beiträge, zu 27,5% über den Verkauf von Eintrittskarten, zu 12,4% über die Gewinne der Shops und Restaurantbetriebe, zu 8,1% über Mitgliedsbeiträge und Spenden, zu 7,2% über Einnahmen aus Museumsführungen und zu 2,8% über Sponsorengelder.

     

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