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    Die kreative Buchhalterin

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    Die ehemalige Buchhalterin eines Bozner Baustoffhändlers steht vor Gericht, weil sie 9.800 Euro auf ihr eigenes Konto umgeleitet haben soll.

    (tom) Sie war laut Aussage ihres Chefs die einzige im Betrieb, die über die Zugangsdaten zum Online-Banking verfügt. Schließlich war die 40-jährige Frau Buchhalterin der Firma, die mit Baustoffen handelt.

    Ihre Kreativität im Umgang mit Geld war zunächst niemand aufgefallen.

    Ein externer Wirtschaftsprüfer stellte 2013 aber fest, dass eine Rechnung über knapp 1.000 Euro zweimal bezahlt worden war. Einmal landete das Geld beim Gläubiger, beim zweiten Mal auf dem privaten Konto der Buchhalterin.

    Eine weitere Überprüfung des Firmenkontos ergab, dass die Buchhalterin weitere 8.800 Euro mittels drei Überweisungen auf ihr eigenes Konto gelenkt hatte. Diesmal, weniger kreativ, ohne den Trick mit der doppelt bezahlten Rechnung.

    Nun steht die Frau, die bei der Firma kurz nachdem ihr Schwindel aufgeflogen war, gekündigt hatte, wegen erschwerten Betrugs vor Gericht.

    Ihr Chef und der Wirtschaftsprüfer bestätigten als Zeugen die Vorwürfe gegen die Ex-Buchhalterin, die sich bisher weder um die Rückzahlung des fehlenden Geldes noch um ihre Verteidigung gekümmert hat. Sie ist buchstäblich verschwunden und wird von einem Pflichtanwalt vertreten.

    Dabei hat ihr der frühere Arbeitgeber vor Gericht bescheinigt, ihre Arbeit als Buchhalterin stets zu seiner Zufriedenheit erledigt zu haben. Bis 2013.

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