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    Die drei Papabili

    Wer wird Präsident der U-Kommission? Walter Blaas, Riccardo Dello Sbarba und Elena Artioli werden heiß gehandelt, Favorit ist der Ex-Obmann der Freiheitlichen.

    von Matthias Kofler

    Die Geschäftsordnung des Landtags sieht vor, dass ein Oppositionsvertreter dem Untersuchungsausschuss vorsitzen muss. Doch der Posten scheint alles andere als begehrt zu sein. Nach Informationen der TAGESZEITUNG werden lediglich drei Abgeordnete als mögliche Präsidenten gehandelt. Der Rest will sich den Job schlicht und einfach nicht antun. „Wir haben schließlich alle ein Konto bei der Sparkasse“, gibt eine Abgeordnete unumwunden zu.

    Die drei Papabili sind Walter Blaas, Riccardo Dello Sbarba und Elena Artioli.

    Paul Köllensperger, der die Einrichtung des U-Ausschusses forciert hat, scheidet als möglicher Präsident aus. Er will sich nicht dem Vorwurf aussetzen lassen, die Kommission nur deshalb eingerichtet zu haben, damit er ein Jahr vor den Neuwahlen eine schöne Bühne bekommt. Auch Andreas Pöder hat kein Interesse am Präsidentenjob.

    Elena Artioli hat in dieser Legislaturperiode bereits den U-Ausschuss zum ESF-Skandal geleitet. Sie war damals auf Wunsch der SVP-PD-Mehrheit eingesetzt worden. Dieses Mal würde sie aber lieber auf das Amt verzichten: „Präsident soll jemand werden, der in der Materie Sparkasse sattelfest ist. Ich wäre bereit, Vizepräsidentin von Paul Köllensperger zu werden. Nur im Falle, dass wirklich niemand den Job übernehmen will, mache ich es“, erklärt die Chefin des A-Teams.

    Ein grüner Präsident ist eher unwahrscheinlich, weil die Fraktion der Kommission äußerst skeptisch gegenübersteht. Riccardo Dello Sbarba werden deshalb nur Außenseiterchancen eingeräumt.

    Top-Favorit ist der ehemalige Freiheitlichen-Obmann Walter Blaas. Dieser betont, dass seine Fraktion erst noch intern entscheiden müsse, wer überhaupt in die Kommission entsandt wird. Sollte die Wahl auf ihn fallen, dann wäre er bereit, das Amt des Präsidenten zu übernehmen und aktiv an der Aufarbeitung der Causa Sparkasse mitzuarbeiten, sagt Walter Blaas.

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    Kommentare (3)

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    • prof

      Ich wüsste schon ,wen man als Präsident nominieren könnte.
      CHRISTOPH FRANCESCHINI !!

    • realist

      Es sollte jemand sein, der nach einer erfolgreichen Aufklärung bereit ist, auch im generellen Verhalten, wenn es um solche od ähnliche Fälle geht, eine positive Wende in unserem Land einzuläuten.
      Es würde dem Land in jeder Hinsicht gut tun, wenn das Vertrauen der Bürger langsam wieder her gestellt werden könnte.

    • sepp

      Realist die SVP isch immer mehr an vertrauen fürs Volk abzubauen do konsch jo koan mehr obans glauben boll foscht jeden tog a skandl ausser kimp

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