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    Das Innovationsviertel

    Arno Kompatscher mit Maria Elena Boschi

    Am Freitagabend wurde der NOI Techpark eröffnet. Auch Unterstaatssekretärin Maria Elena Boschi war nach Bozen gekommen.

    „Das Besondere daran ist: Es ist eine Struktur, die die Vergangenheit aufgreift und in Richtung Zukunft führt“, sagte Ehrengast Maria Elena Boschi.

    Am Freitagabend wurde der NOI Techpark in Bozen Süd feierlich eröffnet. Landeshauptmann Arno Kompatscher konnte Unterstaatssekretärin Maria Elena Boschi und Unterstaatssekretär Gianclaudio Bressa bei der Eröffnung begrüßen.

    Sie gaben gemeinsam mit Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi, Helga Thaler Ausserhofer, der Präsidentin des Bauherrn Business Location Südtirol (BLS), und Hansi Pichler, Präsident von Betreiber IDM Südtirol, den Startschuss für den NOI Techpark Südtirol Alto Adige.

    „Wir eröffnen mit dem NOI Techpark einen innovativen Ort, der Südtirol verändern wird“, sagte Landeshauptmann Kompatscher in seiner Einleitung.

    Der NOI Techpark

    „Ganz im Sinne des Namens NOI, der ein Akronym für ‚Nature of Innovation‘ ist, wird hier Innovation nach dem Vorbild der Natur betrieben. Die Natur ist uns in vielem voraus, auch als Erfinderin. Sie ist deshalb eine großartige Lehrmeisterin, die nachhaltig, flexibel und innovativ ist. Das wird auch der NOI Techpark sein. Der Technologiepark ist Teil einer Gesamtstrategie des Landes Südtirol, Innovation und Forschung auf eine neue Ebene zu bringen. Erstmals gibt es einen Ort, an dem alle drei wesentlichen Akteure zusammenwirken, die dafür sorgen, dass Südtirol als Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig bleibt: Unternehmen, Forschungsinstitute und Universität. Durch diese Konzentration stärken sie sich gegenseitig und damit auch Südtirol“, fuhr Kompatscher fort.

    Im NOI Techpark werden ab 2018 etwa 60 Unternehmen ihren Sitz haben, zudem arbeiten dort die Freie Universität Bozen, EURAC Research, Fraunhofer Italia, die KlimaHaus Agentur, das Versuchszentrum Laimburg und die Eco Research GmbH sowie BLS, IDM und lvh-apa. Für die Unternehmen stehen Innovationsservices und eine Infrastruktur für Forschung und Entwicklung zur Verfügung – vor allem rund 30 Labors. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf Südtirols Schlüsselbranchen grüne Technologien, alpine Technologien, Lebensmitteltechnologien sowie Automation & ICT. „Der NOI Techpark ist somit der Kristallisationspunkt unserer Bemühungen, Südtirol durch strategische Investitionen in den Bereich Forschung und Entwicklung zu einem relevanten Innovationsstandort mit internationaler Strahlkraft zu machen“, betonte Kompatscher.

    „Ein Modell auch für andere Regionen“

    Der NOI Techpark

    Von einem wichtigen Standort für Forschung und Entwicklung sprach Unterstaatssekretärin Maria Elena Boschi, die der Eröffnungsveranstaltung mit einer innovativen Performance von Regisseur Andrea Bernard gemeinsam mit Staatssekretär Gianclaudio Bressa als Ehrengast beiwohnte. Boschi zeigte sich von der neuen Einrichtung sehr beeindruckt:

    „Unsere Städte und städtischen Wohnräume stehen alle vor derselben Herausforderung: Wie man die eigene ‘Seele’, die eigene Identität bewahren und gleichzeitig Änderungen einführen kann, die vor allem das Leben der Bürgerinnen und Bürger verbessern, ihnen Wohlbefinden bringen und ihre Lebensqualität garantieren. Wenn das die Herausforderung ist, kann man sagen, dass nicht nur Bozen, sondern die gesamte Provinz und ganz Südtirol sie gut meistern. Das Beispiel der ‚green region‘ Südtirol kann als Modell für andere Regionen dienen. Das Besondere daran ist: Es ist eine Struktur, die die Vergangenheit aufgreift und in Richtung Zukunft führt“, sagte die Unterstaatssekretärin. Bemerksenswert sei darüber hinaus, dass es ein gelungenes Ergebnis vonTeam-Arbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor sei.

    „Dies ist ein Modell, von dem ich mir wünsche, dass es auch in anderen Regionen unseres Landes aufgegriffen würde“, sagte Boschi.

    Ein „neues Stadtviertel im Zeichen der Innovation, das einen Mehrwert für die ganze Stadt und seine Bürger darstellt“ nannte Bürgermeister Renzo Caramaschi den NOI Techpark. „Hier wurde ein architektonisch wertvoller, aber brachliegender Ort mit großer wirtschaftlicher Vergangenheit in ein zukunftsweisendes Zentrum verwandelt, in dem neue Ideen für das ganze Land geboren werden“, sagte Caramaschi.

    Der NOI Techpark in Zahlen

    Insgesamt umfasst der Zentralbereich des NOI Techpark ein Bauvolumen von ca. 190.000 m³, dazu kommen ca. 750.000 m³ für die Erweiterungsmodule. Etwa 110 Millionen Euro brutto wurden für den Bau zur Verfügung gestellt, wobei geplante Bauzeiten und veranschlagte Kosten genau eingehalten werden konnten. Der Projektentwurf stammt aus der Schmiede der Studios Architekt Claudio Lucchin aus Bozen und Chapman Taylor aus Mailand; für das Modul D1, in dem sich nach der Fertigstellung 2018 private Unternehmen ansiedeln werden, zeichnet Architekt Wolfgang Simmerle aus Bozen verantwortlich (s. auch Fact Sheet)

    Angelegt ist der Technologiepark als Großprojekt mit einer langfristigen Strategie; das insgesamt 12 Hektar große Areal soll in den nächsten 15 bis 20 Jahren entwickelt werden und sieht bis 2021 unter anderem den Bau von weiteren Labors und Modulen für private Unternehmen sowie einer Kindertagesstätte vor. „Das Ergebnis wird ein eigenes Innovationsviertel sein – ein neues Stadtviertel für Bozen, welches das Potential hat, ein Identifikationspunkt für alle Bevölkerungsgruppen zu werden“, zeigte sich Landeshauptmann Arno Kompatscher zuversichtlich.

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (11)

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      • einereiner

        Eine große Show. Im Technologiepark wird niemand forschen, da Forschung dort nicht geheim bleiben würde. Der NOI ist nur ein Marketinghaus, ein Showroom der viel viel Geld kostet.

        • roadrunner

          Was veranlasst dich die Sache so negativ zu sehen? Du schaust gerne über den Brenner, da sie uns doch so weit voraus sein sollen. Trient hat damit schon vor über 10 Jahren angefangen und wird mittlerweile als das sillicon valley der Alpen betitelt. Microsoft, IBM und noch weitere Giganten haben im Trientner Technologiepark deren Forschungszentren. Die Eu hat mittlerweile das Potential erkannt und einen Sitz des EIT, dem europäuschen Pedant des MIT, an Trient vergeben. Südtirol hinkt gen Norden und Süden ordentlich nach. Ich kann da deine Einstellung nicht verstehen. Willst du ewig von der Landwirtscht und der Jagd nach Wölfen und Bären leben? Das ist keine Zukunft.
          Gibs den Begriff google ein. Du wirst staunen was in Trient abgeht.

          • einereiner

            silicon valley der Alpen: hahaha
            IBM Forschungszentrum: hahaha
            wahrscheinlich machen sie dort die Übersetzungen ins Italienische.
            Es ist ein Showroom, nicht mehr und nicht weniger.
            1. Finde ich es nicht gut, dass so viele Steuergelder verschwendet werden.
            2. wenn schon so viele Steuergelder verschwendet werden, dann finde ich es gut, dass sie für Technologiefirmen verschwendet werden.
            Wir kriegen jetzt in Bruneck auch eines. Frag mal irgendeine von den beteiligten Firmen, ob sie dort forschen wollen.
            Ich schaue nicht nur über den Brenner, ich bin dort, forsche und entwickle dort.
            Schau dir das Münchner Technologiezentrum an…..die sagen wenigstens, was sie machen und geben keine falschen Infos.

            • lois

              @einereiner
              Tztztztztz du scheinst wohl nicht zu wissen, dass die Forderung eines gemeinsamen Forschungszentrums im Bereich Automotive von den Firmen selbst ausging…
              Aber warum wundert mich das nicht… Tja, wenn man als Gemeinderat im gesamten letzten Jahr bei gerade einmal 2 von insgesamt 9 Gemeinderatssitzungen anwesend war, dann ists mit dem Interesse wohl nicht so weit her… Und heuer hast du dich auch nicht öfter blicken lassen… Vielleicht solltest du weniger schwänzen, anstatt immer nur große Sprüche zu klopfen; nur so als Tipp… Und noch was: Nächste Woche steht eine weitere Grundsatzentscheidung zum neuen Noi Techpark in Bruneck an; vielleicht lässt du dich ja mal blicken…

            • roadrunner

              Hast nicht du immer gesagt man soll sich mit den Besseren vergleichen? Traust du uns Südtiroler nicht zu auch solch ein Zentrum aufzubauen? Ich jedenfalls zweifle nicht daran.

            • einereiner

              @lois
              zu deiner Information: das nächste Mal geht es nur um die Parkgarage; und beim letzten Mal stimmte ich wegen Punkt 2 dafür. Alles okay, aber es soll keiner glauben, dass hier (Zitat) eine Rakete startet. Natürllich geht die Initiative von den Firmen aus, es ist ja geschenktes Geld. Und warum sollen nur die Bozner Geld geschenkt bekommen, Bruneck will auch.
              Es ist ein Showroom, den sich die Firmen gerne bezahlen lassen. Dass dort nicht geforscht werden wird, kannst du aus dem Munde der beteiligten Firmen im Protokoll der Gemeinderatsitzung nachhören.
              Als Politiker muss man sich aber die Frage stellen, wie man die Steuergelder am sinnvollsten einsetzen kann. Wie kriegt man so viel wie möglich Forschung und Innovation her.
              Und das geht folgendermassen:
              1. Löhne der Akademiker müssen steigen (auf >90% Münchner Niveau)
              2. Steuern müssen sinken (zur Zeit zahlt ein Akademiker in Italien ca. 7000 Euro pro Jahr mehr Steuern.)
              Dies ist mit Italien nicht zu machen. Deswegen ist der wichtigste Punkt für unser Land Südtirol, von Italien wegzukommen und uns an Österreich anzuschliessen.
              Den SVP-Politikern geht es nämlich nicht darum, dass die Bürger mehr verdienen, sondern NUR darum, dass sie selbst mehr verdienen

          • rota

            scheint wohl eine Diskussion von politischen Räten, untereinander persönlich bekannt, zu sein. also eine Inhausmeinungsmacheorganisation.

    • tiroler

      bin schon gespannt was da abgehen wird. 100!! millionen Steuergelder wurden hineingepumpt. mal schauen ob es ein fass ohne boden wird

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