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    Vogelspinne in Bozen

    Mexikanische Rotknievogelspinne Vogelspinnen, Skorpione und Riesenläufer: Ab Mittwoch ist im Naturmuseum Südtirol in Bozen die größte Ausstellung lebender Spinnen Europas zu Gast.

    40 Spinnen-, sieben Skorpion- und drei Riesenläuferarten.

    Nichts für schwache Nerven ist „Spiders“, Europas größte Exposition lebender Spinnen, die nach dem großen Publikumserfolg im Museum für Naturgeschichte von Genua nun ins Naturmuseum Südtirol nach Bozen kommt.

    Hinter der Ausstellung stecken Sašo Čotar und Aleš Mlinar, zwei slowenische Spinnenliebhaber. Ihnen gehören die Tiere und auf ihre Rechnung geht auch die Realisation von „Spiders“; diese besteht aus 70 Vogelspinnen-, Skorpion- und Riesenläuferarten, die sich im Laufe der Ausstellungsdauer abwechseln, gezeigt werden jeweils 50 davon und zwar in Terrarien, die dem natürlichen Lebensraum der Tiere nachempfunden sind.

    Hispaniolischer Roter Riesenläufer (Fotos: Sašo Čotar)

    Die Vogelspinnen leben vor allem in tropischen Ländern Amerikas, Asiens und Afrikas und zeichnen sich durch ihren starken und behaarten Körper aus. Anders als allgemein angenommen, stellt ihr Gift für den Menschen nur eine geringe Gefahr dar, auf ihren Biss folgen meist mehr oder weniger die Symptome eines Wespenstichs; einige Arten können sich allerdings, wenn gestört, mit ihren Brennhaaren wirksam verteidigen.

    Und nun zu den Stars der Ausstellung: Zuallererst die größte und schwerste Spinnenart der Welt, die Goliath-Vogelspinne, die in den südamerikanischen Regenwäldern lebt und bis zu 30 cm groß und 175 Gramm schwer werden kann.

    Goliath Vogelspinne

    Auffallen wird den Besucherinnen und Besuchern auch die wesentlich kleinere Europäische Schwarze Witwe, eine der seltenen gefährlichen, in Italien lebenden Spinnen; ihr schwarzer Körper wird maximal 15 mm groß und ist mit 13 meist roten Flecken übersäht.

    Zu den Spinnen gesellen sich wie gesagt auch Skorpione und Riesenläufer, wie etwa der für Menschen mittelgefährliche Riesenwaldskorpion und der harmlosere Kaiserskorpion, die beide über 20 cm groß werden können, sowie der nervöse und aggressive Hispaniolische Rote Riesenläufer, der eine Größe von 25 cm erreicht und dessen Biss für den Menschen gefährlich aber selten tödlich ist.

    Europäische Schwarze Witwe

    Wer die Ausstellung sieht, lernt die Körperstruktur der Spinnen kennen, ihre biologische Beschaffenheit und ihren Organismus, ihre Jagdtechniken, die Eigenschaften ihres Giftes und die von Spinnen produzierten Seide, die fünf Mal resistenter als Stahl ist. Weiters informiert sie über die in Italien lebenden Spinnenarten und die Bedeutung von Spinnen für die Ökosysteme.

    Begleitend zur Ausstellung organisiert das Naturmuseum Führungen und Workshops für Schulklassen (Vormerkung unter der Telefonnummer 0471/412975 oder www.naturmuseum.it), zwei Fortbildungsveranstaltungen für Lehrpersonen, einen Mikroskopier-Workshop für Erwachsene und Kinder (16. November, Vormerkung unter der Telefonnummer 0471/412964) und ein Fotoshooting mit Spinnen als Models (12. Dezember, Vormerkung unter der Telefonnummer 0471/412964).

    Die Spinnenausstellung ist ab morgen, 17. Oktober bis 25. Februar 2018 dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr im Parterre des Naturmuseums zu sehen. Der Eintritt kostet zehn Euro für Erwachsene und sechs Euro für Kinder von drei bis 15 Jahren. Gruppen und Schulklassen zahlen ebenfalls sechs Euro pro Person, Führung inbegriffen. Es sind keine Vorteilskarten, wie etwa die Museum- oder die Teachercard gültig.

    Eröffnet wird die Schau am heutigen Montag, 16. Oktober um 18 Uhr. Mit dabei sein werden Valentino Pagani, Direktor des Landesressorts Denkmalpflege, Museen, Verkehrsnetz und Mobilität, Karin Dalla Torre, Direktorin der Landesmuseen, Vito Zingerle, Spinnenforscher und Direktor des Naturmuseum Südtirol, Roland Psenner, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Museums, die Kuratoren und Eigentümer der Spinnensammlung, Sašo Čotar und Aleš Mlinar sowie Massimo Morpurgo, Koordinator des Projekts für das Museum.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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